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Martin G. auf Hubzilla

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Ist südlich der Elbe eigentlich noch Hamburg?

Das heißt, eigentlich komm’ ich von noch weiter nördlich, will sagen, nordöstlich.

Nach mehrjährigem Mastodon-Ausflug bin ich endlich wieder zurück auf der anderen Seite des Fediverse.
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Jul 31, 2026
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Ist südlich der Elbe eigentlich noch Hamburg? Das heißt, eigentlich komm’ ich von noch weiter nördlich, will sagen, nordöstlich. Nach mehrjährigem Mastodon-Ausflug bin ich endlich wieder zurück auf der anderen Seite des Fediverse.

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Replying to @ErikML@troet.cafe
@@ErikML@troet.cafe "Unter anderem solle es keine endlosen Feeds, keine Push-Nachrichten und keine personalisierte Werbung geben." - all diese Mechanismen tun auch Erwachsenen nicht gut. Wenn man sie für alle verbieten würde, müsste man sich nicht mit der Frage der Altersverifikation herumschlagen, die immer entweder nicht technisch durchsetzbar ist oder in einer Massenüberwachung endet. Dann wird man aber auch den Großteil des Fediverse verbieten müssen, darunter insbesondere Mastodon. Zu diesen, Zitat, "endlosen Feeds", Zitat Ende, zählen nämlich auch die Timelines auf Mastodon. Die sind ein 1:1-Klon der Twitter-Feeds. Auf Mastodon sind sie hartgecodet und ohne Alternative. Im übrigen sind sie sowieso großer Murks. Woanders im Fediverse ist der endlose Strom von Einzelbeiträgen ohne Kontext nicht nur optional, sondern standardmäßig nicht aktiviert, und selbst wenn er aktiviert ist, nicht ohne Alternative. Man bräuchte nur diesen Modus zu entfernen und die verbleibenden Modi, in denen sofort jeweils ganze Konversationen angezeigt werden, von automatischem Nachladen auf händisches Blättern umstellen, das es früher schon einmal gab. @@NDR@ard.social
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Jul 28, 2026
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Replying to @beandev@social.tchncs.de
@@beandev@social.tchncs.de Das eigentlich Tragische ist doch: Ein Großteil der deutschen Industrie und des deutschen Gewerbes will sich eigentlich modernisieren. Nur stehen dem die typisch deutschen Begleitumstände im Weg. Und die hängen an ein paar wenigen Konzernen mit sehr viel Macht. Die Automobilindustrie hat inzwischen verstanden. Die wollen ja allmählich Autos für die Zukunft bauen oder zumindest auf einem Stand der Technik, der einigermaßen mit China und Südkorea auf Augenhöhe ist. Aber Zulieferer wie Bosch versuchen massiv, genau das zu verhindern. Die sind es, die technologisch im 20. Jahrhundert stehengeblieben sind – und im 20. Jahrhundert bleiben wollen, weil sie etwas anderes nicht können. Und alle ihre Kunden sollen auch im 20. Jahrhundert bleiben, weil sie sonst gar keine Kunden bleiben würden. Wenn Bosch keine Kraftstoffeinspritzungen mehr bauen kann, ist der ganze Konzern ziemlich im Arsch. Komponenten für Elektromobilität können sie nicht liefern, sonst täten sie das längst, weil sie sich nie das Know-how draufgeschafft haben. Und mit Elektrowerkzeugen und gebadge-engineerter Weißer Ware von Siemens werden sie sich nicht über Wasser halten können. Also machen so Buden wie Bosch auf Bundes- und EU-Ebene massivst Lobbyarbeit, damit Verbrenner auf dem Stand der 1990er noch die nächsten Jahrhunderte unverändert weitergebaut und weiter zugelassen werden können. Und wenn irgendwann keiner mehr Verbrenner kaufen will, werden sie wahrscheinlich Subventionen einfordern, weil Arbeitsplätze™. Genauso klammert sich die Energiewirtschaft in halb Deutschland am 20. Jahrhundert fest. Kohle, Öl, Gas und Atom forever. Schön weiter Geld scheffeln mit Technologien, die seit Jahrzehnten abgeschrieben sind – am liebsten sogar noch mit Filtertechnik auf dem Stand der 60er, also gar keiner, um die Rendite noch weiter steigern zu können und international wettbewerbsfähig™ zu bleiben. Wohlgemerkt, regenerative Energien aus brandneuer Technologie sind schon längst billiger als fossile Energieträger und als Atomstrom aus 50, 60 Jahre alten Meilern. Aber bloß nix verändern. Ernsthaft, wenn man im Ruhrpott irgendwann die Wahl hätte zwischen entweder lokalem Braunkohlenstrom oder deutlich billigerem Solar- und Windstrom aus Schleswig-Holstein oder Niedersachsen, dann würde RWE Bundeshilfen beantragen müssen und dann von Vattenfall geschluckt. @@NDR@ard.social @@ckemfert@mastodon.social @@annyhartmann@mastodon.social
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Jul 22, 2026
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Doppelmoral oder Ahnungslosigkeit?

Ich glaube, ich entwickle hier ein neues Hobby.

Wann immer Leute auf Mastodon verkünden, Software zu boykottieren, weil ihr Quellcode bei GitHub –liegt – das ja bekanntlich Microsoft gehört –, werde ich diejenigen fragen, warum sie dann immer noch auf Mastodon sind. Dessen Quellcode liegt nämlich auch bei GitHub.

#Mastodon #GitHub #Microsoft #Microsoft GitHub
GitHub

GitHub - mastodon/mastodon: Your self-hosted, globally interconnected microblogging community

Your self-hosted, globally interconnected microblogging community - mastodon/mastodon

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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Jul 22, 2026
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@@skyblitz@mstdn.social And why are you still on Mastodon then? https://github.com/mastodon/mastodon @@nextcloud@mastodon.xyz
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Jul 11, 2026
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@@hoppla@mas.to How come big tech YouTubers haven't reviewed your phone yet? If it doesn’t have what it takes to outsell the iPhone or the Samsung Galaxy family, it’s uninteresting. And if it doesn’t run an operating system made by a multi-trillion-dollar, Trump-backing U.S. West Coast hyperscaler gigacorporation with millions upon millions of proprietary, closed-source apps available, it’s useless. You literally can’t do anything with it except, well, phone calls. This makes it even more uninteresting. At least that’s how tech news see it. @@jolla@techhub.social
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Jun 24, 2026
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Replying to @s1m0n4@ohai.social
@@s1m0n4@ohai.social @@jolla@techhub.social 3rd-party Sailfish OS devices don't have Google Play services or the Google Play Store; not sure about the new Jolla. This means that non-free, proprietary, closed-source apps can't even be installed unless you jump through hoops and set up microG. Even then, if the app itself depends on the Google Play services, it won't run. Out of the box, the only Android apps you can get are those on F-Droid. On the other hand, Google can't take F-Droid away from Sailfish OS. #Android #Android Apps #F-Droid #Alien Dalvik #Jolla #Sailfish OS
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Jun 06, 2026
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Ich hab’ den Kanal schön

Gerade mal ein paar Seiten auf meinem Kanal auf Vordermann gebracht. Gelobt sei Hubzillas flexible Weboberfläche.

Auf der eigentlichen Kanalseite findet man oberhalb der Profilkarte jetzt den Direktlink zum Profil, den Hubzilla selbst normalerweise nicht bietet. Auf der Profilseite wiederum gibt es einen Link zurück zur Kanalseite.

Rechts steht jetzt eine Karte mit externen Links. Zum einen gibt es Links zum Fediverse allgemein für diejenigen, die von ganz außerhalb hier landen. Das Video von Elena Rossini könnte ich theoretisch auch in eine Karte direkt einbetten, aber so hardcore bin ich nicht. Zum anderen gibt es Links zum Thema Hubzilla.

Der Vorstellungspost war auch veraltet, der ist aktualisiert worden.

Irgendwann soll auch endlich ein Titelbild kommen. Dann wird die teiltransparente Navigationsleiste noch mehr auffallen.

Ach ja, und das Babyblau bleibt vorerst.

#Hubzilla
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Jun 05, 2026
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Richtig norddeutsch ist, wenn am 6. Juni, noch knappe zwei Wochen vor der Sommersonnenwende, um 0.20 Uhr auf Fehmarn am klaren Himmel im Norden immer noch ein Schimmer Sonnenlicht zu sehen ist.

Ich habe aber keine Lust, lange genug aufzubleiben, um zu sehen, ob es tatsächlich irgendwann ganz dunkel wird. Denn theoretisch sollte es in etwa zwei Stunden wieder ähnlich „hell“ sein.

#Norddeutschland #Norddeutsch #Fehmarn #Sommer
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · May 31, 2026
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Früher™ war alles™ besser™

Früher™ war alles™ besser™.

Früher™ gab’s noch Deutschland und die Zone™. Da war die Zone™ noch nicht Deutschland. Die ganzen Hippies und die langhaarigen Bombenleger und die ganzen Spinner, die hätten alle nach drüben™ gehen sollen.

Früher™ war Arbeit noch richtig harte Arbeit. Da hat man noch den ganzen Tag lang richtig gebuckelt, bis einem alles wehtat. Da hat man aber davon noch ein Haus bauen können.

Früher™ gab’s noch keine Umwelt. Das haben doch diese Latzhosenträger erfunden. So’n Blödsinn. Da gab’s noch Autos ohne Kat, die waren noch billiger, und da gab’s noch kein teures Bleifrei.

Früher™ gab’s diese blöden Windmühlen noch nicht, die die Landschaft verschandeln. Und diese albernen Solarzellen auch nicht. Da kam der Strom noch aus der Steckdose.

Früher™ gab es nur einen Mülleimer und eine Mülltonne für alles. Das war viel einfacher als der Quatsch heute.

Früher™ gab es noch keine Automarken aus Schina oder Japan, oder was weiß ich denn, die keiner aussprechen kann. Die haben doch sowieso nur bei den deutschen Automarken geklaut und das dann nachgebaut.

Früher™ gab’s auch so’n Blödsinn wie Stromautos noch nicht.

Früher™ durfte man noch mit 0,8 Promille autofahren. Und ohne Sicherheitsgurt.

Früher™ gab’s nur drei Benzinsorten zu tanken: Super, Normal und Diesel. Und an jeder Zapfsäule gab’s nur eine Sorte. Das war alles noch viel einfacher.

Früher™ kostete ein Liter Benzin weniger als ’ne Mark. Und nicht mehr als vier Mark.

Früher™ gab’s noch die Mark. Da brauchte man noch nicht in diesen blöden neumodischen Euro umrechnen.

Früher™ gab’s noch richtige Winter. Und dafür zum Glück aber auch ordentlich Streusalz auf der Straße.

Früher™ durfte man noch überall rauchen. Und jeder, der was auf sich hielt, hat geraucht.

Früher™ war die Bundesbahn noch einfach zu verstehen. Da gab’s D-Züge, und da gab’s Bummelzüge. Nicht diesen neumodischen Inter-Zitti-Quatsch da, oder wie das alles heißt. Und die D-Züge hatten noch Abteile. Und in allen Zügen konnte man noch die Fenster aufmachen. Und alle Züge waren immer pünktlich.

Früher™ kamen auch Radios und Fernseher und Plattenspieler und Stereoanlagen noch nicht aus Japan oder Schina, oder was weiß ich, sondern nur von guten deutschen Marken wie Telefunken, Nordmende, SABA, Grundig und Blaupunkt. Und die haben auch was getaugt im Gegensatz zu diesem Billigschrott. Und die konnte man auch noch bedienen, weil da noch alles auf Deutsch drauf stand.

Früher™ war das Fernsehen noch gut: Erstes, Zweites, Drittes. Peter Frankenfeld, Hajo Kulenkampff, Wim Thoelke.

Früher™ gab’s noch kein Fideo und keine Komputa und kein Internetz und kein Nintendo, oder wie das ganze neumodische Zeug alles heißt.

Früher™ hatten wir noch richtige Telefone. Mit Wählscheibe. Und nicht diesen Händi-Quatsch da.

Früher™ gab’s nur drei Parteien. Und alle Politiker waren alte weiße deutsche Männer, und das war gut.

Früher™ durfte man „das“ noch sagen™. Und alles andere auch.

Früher™ haben wir alle nur Deutsch geredet. Was anderes konnten wir gar nicht. Haben wir aber auch nicht gebraucht.

Und früher™ haben Kinder noch gemacht, was ihre Eltern gesagt haben, und Frauen haben gemacht, was ihre Männer gesagt haben.

#Früher™ #Früher war alles besser #Deutschland #DDR #Umweltschutz #Ostzone #Autos #Elektroautos #D-Mark #Deutsche Mark #Windenergie #Windkraft #Rauchen #Eisenbahn #Deutsche Bundesbahn #Unterhaltungselektronik #Fernsehen #Politik #DEPol #Alte weiße Männer #Das darf man wohl noch sagen #Satire
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · May 25, 2026
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Die Abhängigkeit der Wallapampa vom Pkw

Immer mal wieder liest man von zumeist jungen Leuten, die die Abschaffung jeglichen motorisierten Individualverkehrs fordern. Weltweit überall und sofort.

Meine Theorie ist: Die haben alle ihr gesamtes bisheriges Leben in Großstädten verbracht. Weniger als fünf Gehminuten zur nächsten Bushaltestelle, wo auch sonntags die Busse mindestens alle zehn Minuten verkehren. Womöglich ist sogar Straßenbahn, U-Bahn oder S-Bahn ganz in der Nähe.

Sie kennen es gar nicht anders. Sie können es sich nicht anders vorstellen. Und warum nicht? Weil sie in ihrem ganzen Leben noch nie auf dem Land waren – nicht mal auch nur in einer Kreisstadt. Einfamilienhäuser kennen sie höchstens aus amerikanischen Filmen oder Serien; aus dem deutschen Real Life kennen sie nur mehrstöckige Wohnblöcke. Sie kennen nur Bevölkerungsdichten von einigen hundert oder ein paar tausend pro Quadratkilometer.

Ortschaften mit unter 100.000 Einwohnern, in denen sich ein dichtes Busnetz mit 10-Minuten-Takt nicht lohnt, kennen sie nicht. Ortschaften mit unter 10.000 Einwohnern, in denen sich überhaupt keine Stadtbusse lohnen, kennen sie auch nicht. Ortschaften, die insgesamt weniger Einwohner haben als die Straße, in der sie wohnen, und in denen sich nicht einmal eine einzelne ganztägig bediente Bushaltestelle lohnt, sind für sie endgültig unvorstellbar.

Ein zusammenhängendes Gebiet von mehreren Quadratkilometern, auf denen absolut niemand wohnt, können sie sich allenfalls als Industriegebiet oder als Flughafen vorstellen – bestenfalls als Stadtpark. Aber ein zusammenhängendes Gebiet von mehr als zehn Quadratkilometern, auf dem einerseits niemand wohnt, andererseits der Boden aber nur in Form von einigen wenigen Straßen versiegelt ist? Gibt’s so etwas in Deutschland überhaupt?

Gegenden, in denen sich kein dichter und hochvertakteter ÖPNV lohnt, sind für sie also auch komplett unvorstellbar und damit auch die Abhängigkeit der Landbevölkerung vom privaten Pkw.

Auf dem Land gibt’s beim ÖPNV drei Abstufungen. Bestenfalls fährt tagsüber eine (1) Buslinie im Stundentakt – und auch nur dann, wenn eine gewisse Anzahl an größeren Dörfern und vielleicht idealerweise sogar noch mindestens eine Kleinstadt an ein Mittelzentrum angebunden wird. Wenn man Glück hat, wird das nicht am Samstag zum Zweistundentakt und an Sonn- und Feiertagen zu Rufbussen, die man den Tag vorher zu bestellen hat. Noch eher fahren den ganzen Tag über genau drei Busse: ein Schulbus morgens zum nächsten Schulstandort, mittags und nachmittags zwei Schulbusse wieder zurück. Und auch das nur an Schultagen. Schlimmstenfalls gibt’s nicht einmal die.

Schon die beste Lösung ist für tägliche Besorgungen oft ungeeignet. Klar kommt man mit dem Bus in die Stadt, kann einkaufen und kommt dann mit dem Bus wieder nach Hause. Aber ein Stundentakt ist zu unflexibel. Wenn die Fahrzeiten ungünstig sind, wartet man ewig auf die Rückfahrt. Wenn sie günstig sind, aber der Einkauf etwas länger dauert und man den Bus um zwei Minuten verfehlt, dann wartet man nicht drei oder acht Minuten wie in der Großstadt, sondern 58 Minuten.

Außerdem müssen die Busse einer bestimmten Linie „raus aufs Land“ ja nicht an den Einkaufsmöglichkeiten halten. Als Großstädter hat man immer mal Supermärkte, Drogerien und andere Einkaufsmöglichkeiten mitten im Stadtteil. In kleineren Städten befanden die sich früher im Ortszentrum, also nicht weit von da entfernt, wo die Buslinien zusammenlaufen. Inzwischen ziehen die aber vermehrt in Gewerbegebiete „auf der grünen Wiese“, weil man da für dasselbe oder gar noch weniger Geld sehr viel mehr Ladenfläche bekommt.

Üblich sind heutzutage U-förmig angeordnete Flachdachbauten am Ortsrand. Da findet man einen Supermarktdiscounter (z. B. LIDL), einen Drogeriemarkt (z. B. Rossmann), einen Modediscounter (z. B. Ernsting's Family) und womöglich auch noch die einzige verbliebene Apotheke in der Gegend. Wenn man Glück hat, führt eine Buslinie vorbei. Wenn man viel Glück hat, gibt es in der Nähe sogar eine Bushaltestelle. Wenn man ganz viel Glück hat, gibt es sogar einen gesicherten Fußgängerüberweg, um die Haltestelle auch in der jeweiligen Gegenrichtung nutzen zu können. Aber selbst dann ist es nicht zwingend die eigene Buslinie, die da vorbeiführt.

Wer also einkaufen will, fährt erst eine ganze Weile mit dem Bus „in die Stadt“, steigt dann um in einen anderen Bus, fährt ins Gewerbegebiet, kauft ein, riskiert Kopf und Kragen beim Versuch, die Hauptverkehrsstraße, an der die Bushaltestelle liegt, zu überqueren, wartet eine Dreiviertelstunde auf den Bus in die Gegenrichtung, fährt wieder „in die Stadt“, steigt wieder um und fährt erst dann nach Hause. Derweil geht der Großstädter fünf Minuten zum nächsten EDEKA und fünf Minuten wieder zurück – auch mal spontan.

Für Großstädter liegt die Lösung auf der Hand: ein sehr viel höherer Takt. Überhaupt können sie nicht nachvollziehen, warum die Busse eigentlich so selten fahren.

Ich hatte mal eine Diskussion mit jemandem, der genau das forderte. Als Beispiel führte ich eine Verbindung in meiner alten Heimat an: eine fiktive Buslinie auf Fehmarn von Staberhof nach Burg, im hier verlinkten Beispiel unter Mitnahme des „ZOB“ alias Niendorfer Platz, des „Bahnhofs“ und des Gewerbegebiets – in dem in der Realität übrigens genau eine einzige Bushaltestelle am Landkirchener Weg existiert, an der auch nur die Busse nach Westfehmarn und aufs Festland halten.

Derjenige war der absolut felsenfesten Ansicht, auf so einer Verbindung lohnt sich ein Zehnminutentakt. Nicht mit kleinen autonomen Elektrobussen, sondern mit ausgewachsenen Zwölf-Meter-Standardbussen. Mit Fahrer natürlich. Und natürlich sollten das die neuesten und modernsten Busse auf dem Markt sein und nicht etwa irgendwelche Schlurren, die längst abgeschrieben sind.

Ich weiß ja nicht, ob derjenige sich die Strecke vorstellte wie in einer Großstadt, also durchgängig von Blockbebauung gesäumt. Die Realität sieht allerdings drastisch anders aus: Staberhof alleine hat weniger Einwohner als jeder Wohnaltbau. Entlang der Gärtnerstraße in Hamburg-Hoheluft wohnen auf etwas über einem Kilometer mehr Menschen als in den vier ehemals geschlossenen Ortschaften entlang den über sieben Kilometern von Staberhof bis zum Burger Ortsschild zusammengenommen. Und zwischen den Ortschaften sind – Felder. Da, wo ein erheblicher Teil unseres Essens wächst, ganz besonders für Veganer.

Um das Ganze mal in Relation zu setzen: Fehmarn hat die etwa neunfache Fläche von Friedrichshain-Kreuzberg. Aber Friedrichshain-Kreuzberg hat mehr als die zwanzigfache Bevölkerung – auf weniger Fläche als die Gemeinde Bannesdorf. Und die Gemeinde Bannesdorf dürfte wenige Einwohner haben, als in F’hain alleine an der Warschauer Straße wohnen. Statistisch gesprochen leben auf derselben Fläche in Friedrichshain-Kreuzberg 20.000 Berliner – oder auf Fehmarn 100 Insulaner. Ganz Fehmarn zusammengenommen hat ein Neuntel der Einwohner nur von Berlin-Marzahn – aber umgekehrt auf etwa der neunfachen Fläche.

Um es mal in Hamburger Verhältnissen auszudrücken: Die Großwohnsiedlung Steilshoop – also, nur die Großwohnsiedlung – hat mehr als das Anderthalbfache an Einwohnern von ganz Fehmarn – auf einer Fläche, die einem einzigen normalen fehmarnschen Bauernhof nebst Feldern entspricht.

Wenn jetzt wirklich wie in einer Millionenmetropole von vier Uhr morgens bis ein Uhr nachts alle zehn Minuten ein Bus von Staberhof nach Burg fährt und einer zurück, dann werden die allermeisten Busse komplett leer fahren. Es wäre schon Glück, wenn außerhalb des Schülerverkehrs mal in einem Bus mehr als ein, zwei Fahrgäste sitzen würden.

Kein Busunternehmen würde so etwas fahren wollen. Keine Landesregierung würde so etwas finanzieren wollen. Gut, das wäre jetzt wieder Wasser auf die Mühlen der Radikalanarchisten, für die die Lösung sowohl in der Abschaffung von Bundesländern – und Regierungsbezirken und Regierungen allgemein – und von Zahlungsmitteln und Handel in jeglicher Form liegt.

Dabei bräuchte Fehmarn eigentlich ein ganzes Busnetz, jeweils alle zehn Minuten:
  • Staberhuk, Marineküstenstation – Abzw. Staberhof – Staberdorf – Meeschendorf – Sahrensdorf – Burg, Innenstadt – Burg, Niendorfer Platz – Burg, Markt – Burg, Bahnhof – Burg, Landkirchener Weg – Landkirchen – Altjellingsdorf – Lemkendorf – Petersdorf – Kopendorf – Sulsdorf – Orth
  • (saisonal: Katharinenhof, Campingplatz –) Katharinenhof, Dorf – Vitzdorf – Burg, Innenstadt – Burg, Niendorfer Platz – Burg, Markt – Burg, Bahnhof – Burg, Landkirchener Weg – Landkirchen – Altjellingsdorf – Lemkendorf – Petersdorf – Bojendorf – Wallnau
  • Presen – Klausdorf – Gahlendorf – Vitzdorf – Burg, Innenstadt – Burg, Niendorfer Platz – Burg, Markt – Burg, Bahnhof – Burg, Landkirchener Weg – Landkirchen – Altjellingsdorf – Lemkendorf – Gollendorf – Sulsdorf – Püttsee – Flügge
  • Puttgarden, Bahnhof – Puttgarden, Ort – Niendorf – Burg, Niendorfer Platz – Burg, Markt – Burg, Bahnhof – Burg, Landkirchener Weg – Landkirchen – Festland (Eilbus)
  • Marienleuchte – Johannisberg – Todendorf – Bannesdorf (und zwar wirklich im Dorf) – Niendorf – Burg, Landkirchener Weg – Burg, Bahnhof – Burg, Markt – Burg, Innenstadt – Burgstaaken
  • (saisonal: Grüner Brink –) Gammendorf – Vadersdorf – Bisdorf – Landkirchen – Burg, Landkirchener Weg – Burg, Bahnhof – Burg, Markt – Burg, Innenstadt – Blieschendorf – Avendorf – Strukkamp (saisonal: – Strukkamphuk)
  • Vadersdorf – Hinrichsdorf – Ostermarkelsdorf – Burg, Landkirchener Weg – Burg, Bahnhof – Burg, Markt – Burg, Innenstadt – Wulfen – Fehmarnsund
  • Burg, Niendorfer Platz – Burg, Markt – Burg, Bahnhof – Burg, Landkirchener Weg – Landkirchen – Altjellingsdorf – Lemkendorf – Petersdorf – Schlagsdorf – Westermarkelsdorf
  • Burg, Niendorfer Platz – Burg, Markt – Burg, Bahnhof – Burg, Landkirchener Weg – Landkirchen – Altjellingsdorf – Lemkendorf – Petersdorf – Schlagsdorf – Dänschendorf – Wenkendorf – Altenteil – Belt-Camping (saisonal: – Markelsdorfer Huk)
  • Burg, Niendorfer Platz – Burg, Markt – Burg, Bahnhof – Burg, Landkirchener Weg – Landkirchen – Sartjendorf – Neujellingsdorf – Lemkenhafen – Westerbergen – Albertsdorf – Strukkamp – Fehmarnsund
  • Burg, Niendorfer Platz – Burg, Markt – Burg, Bahnhof – Burg, Landkirchener Weg – Landkirchen – Teschendorf – Albertsdorf (saisonal: – Gold)
  • (Saisonlinie: Ferienresidenz – Staberdorf – Meeschendorf – Sahrensdorf – Burg, Innenstadt – Burg, Niendorfer Platz – Burg, Markt – Burg, Bahnhof – Burg, Landkirchener Weg – Landkirchen – Teschendorf – Westerbergen)
Damit wäre beinahe ganz Fehmarn ohne Umsteigen an Burg angebunden. Beinahe alle Fehmaraner könnten ihre Besorgungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erledigen, ohne umsteigen zu müssen. Ich meine, in z. B. Hamburg oder Berlin braucht man doch auch nicht umzusteigen auf dem Weg zum Supermarkt oder zum Bäcker oder zur Drogerie oder zur Apotheke oder was auch immer. Das sollte man doch wohl erwarten können. Zugegeben, in Hamburg oder Berlin oder anderen Großstädten sind die Wege bedeutend kürzer.

Einige Buslinien sind künstlich etwas verlängert, weil an sinnvolleren Endhaltestellen ein 12-Meter-Bus nicht realistisch umgedreht werden kann, jedenfalls nicht, ohne bei irgendeinem Landwirt auf den Hof zu rangieren. Wohlgemerkt: Wie heute wären dann weiterhin die Busse auf der Insel kostenlos nutzbar.

Im Sommer wären das dann alleine am Landkirchener Weg in Burg, also im Gewerbegebiet, 144 Busabfahrten pro Stunde, die meisten davon wahrscheinlich leer. Am Burger „Bahnhof“, der nur ein popeliger eingleisiger Haltepunkt ist mit kleinem Unterstand und nur einer einzigen Bordsteinkante, an der Busse halten können, wären es 146, weil der Schienenersatzverkehr zwischen Puttgarden und Lübeck dazukäme. Zum Vergleich: Der ZOB in Hamburg-Harburg hatte vor seinem Umbau 150 Abfahrten pro Stunde – in der Hauptverkehrszeit. Am Niendorfer Platz, der nur drei Busse auf einmal aufnehmen kann, würden pro Stunde 60 Busse zwischenhalten, durchschnittlich also jede Minute einer, und zusätzlich pro Stunde je 24 Busfahrten beginnen und enden.

Jeder Fehmaraner wird es mir bestätigen: Keine einzige Haltestelle in Burg kann derartig viele Busfahrten aufnehmen.

Warum müssen aber die ganzen Fehmaraner über so große Distanzen alle nach Burg geschippert werden? An dieser Stelle sei den Berlinern erklärt: Fehmarn hat auf 185 km², wenn’s hochkommt, vier „Kieze“. Burg, Bannesdorf, Landkirchen, Westfehmarn.

Einigermaßen brauchbar einkaufen kann man nur im „Burger Kiez“, und Apotheken und Drogerien gibt’s überhaupt nur da. Im „Westfehmarnschen Kiez“ gibt’s zwei Supermärkte in Petersdorf und an Campingplätzen den einen oder anderen kleinen „Supermarkt“. Der „Bannesdorfer Kiez“ hat zum Einkaufen nur Mini-Supermärkte auf Campingplätzen und den schwimmenden BorderShop in Puttgarden, wo sich normalerweise überhaupt keine Deutschen herumtreiben, sondern nur Dänen und Schweden, die aber gleich reisebusladungenweise. Und die paar Campingplatz-Miniläden im „Landkirchener Kiez“ sind alle von Landkirchen weiter entfernt als das Burger Gewerbegebiet.

Genau deswegen kaufen Fehmaraner im allgemeinen nur einmal in der Woche ein: Der Aufwand ist zu groß. Der Großstädter, der nur wenige Gehminuten zum nächsten Supermarkt hat und zur Not Kioske noch dichter dran, kann problemlos mehrmals in der Woche einkaufen und zur Not auch kurz mal eben spontan.

An Schulen hat der „Burger Kiez“ als einziger mehrere Schulen bis hin zur gymnasialen Oberstufe, der „Landkirchener Kiez“ eine winzige Grundschule und die anderen beiden „Kieze“ genau gar nichts. Bock, in Bojendorf zu wohnen? Tja, da wird man seine Kiddies jeden Tag 10 km über eine „Kiezgrenze“ nach Landkirchen schippern müssen – die ersten vier Jahre. Und wenn sie aus der Grundschule raus sind, 14 km über zwei „Kiezgrenzen“ nach Burg. Übrigens: Das Inselgymnasium als Vorgänger der Inselschule war von extrem seltenen Ausnahmen abgesehen zweizügig. Jede Oberstufe wurde zur Zitterpartie, weil es immer ein Riesenakt war, auch nur fünf Leistungskurse zusammenzubekommen. Und das Inselgymnasium hatte einen Einzugsbereich bis nach Heiligenhafen. Das ist, wie wenn ein Gymnasium in Hamburg auf St. Pauli ein Einzugsgebiet bis nach Wedel hätte.

Warum gibt’s nicht mehr Schulen auf Fehmarn, damit man kürzere Wege hat? Tja, wo sollen die Kids für mehr Schulen herkommen? Warum hat Landkirchen nur eine klitzekleine, zweistöckige, meines Wissens sogar nur einzügige Grundschule – und keinen sechszügigen Riesenklotz mit Mehrfeldsporthalle und daneben eine noch größere sechszügige Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe und zwei Mehrfeldsporthallen? Ganz einfach: Die Schülerschaft einer sechszügigen Grundschule wäre wahrscheinlich größer als die Einwohnerzahl Landkirchens – und die einer sechszügigen Gesamtschule wäre wohl locker so groß wie die Gesamteinwohnerzahl des „Landkirchener Kiezes“.

Und warum gibt’s nicht mehr Einkaufsmöglichkeiten? Weil auch das sich nicht lohnt. An dieser Stelle sei daran erinnert: Landkirchen hatte mal einen Supermarkt. Zuletzt war das ein SPAR-Markt. Will sagen, der machte schon dicht, bevor SPAR von EDEKA übernommen wurde. Danach war da ein Schlecker drin, meines Wissens in der westlichen Inselhälfte der einzige Drogeriemarkt überhaupt. Schlecker war ja die einzige Drogeriekette, die auch wirklich noch an den unmöglichsten Standorten Filialen hatte. Was aus denen wurde, ist hinlänglich bekannt. Dann gab’s da kurzzeitig Ernsting’s Family, aber auch das hielt nicht lange. Inzwischen ist die ganze Immobilie futsch, und an der Stelle gibt’s einen Fahrradladen und ein Eiscafé.

Leute, die nur die Großstadt kennen, können sich nichts von alledem vorstellen. Nicht die geringe Bevölkerungsdichte. Nicht die langen Wege zum Einkaufen, zur Schule usw. Nicht die geringe Dichte an ÖPNV-Linien und deren geringe Taktrate. Damit auch nicht die Abhängigkeit vom Pkw.

Übrigens ist genau das sogar schon Reportern auf die Füße gefallen. Gelegentlich begeben sich nämlich Exemplare dieser Spezies, die ihr ganzes Leben in Großstädten verbracht haben, aufs Land, um von der geringen ÖPNV-Dichte und der Abhängigkeit vom Pkw zu berichten. Natürlich fahren sie im Selbstversuch hin – nicht wie gewohnt im ICE, sondern im Überlandbus, nur eben mit demselben Takt wie eine ICE-Linie. Und dann erst erfahren sie am eigenen Leib, wie kacke es wirklich ist, die eine oder andere Stunde auf die einzige Buslinie zu warten, die in der Gegend fährt.

Allerdings haben Journalisten meistens genügend gesunden Menschenverstand, um zu begreifen, warum sich in diesen Anhäufungen von Einfamilienhäusern ein monströses Netz aus Buslinien im 10-Minuten-Takt nicht lohnt. Oder vielleicht haben sie einfach nur den Vorteil, gerade vor Ort in der Wallapampa zu sein, die Landluft zu atmen und die Stille zu hören, während der typische Social-Media-Metropolit mit seinem iPhone entweder in seiner Großstadtwohnung oder bei Starbucks sitzt und über etwas schreibt, was er überhaupt noch nie in natura erlebt hat.

Eins sei allerdings noch erwähnt: Die Provinz ist eigentlich prädestiniert für Elektromobilität. Hier jammern Großstädter immer über den Mangel an öffentlichen Ladesäulen. Der Provinzbewohner lacht kurz laut und installiert sich dann die eine oder andere Wallbox und auf seinem Hausdach Solarzellen. Der wohnt nämlich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit eben nicht in einer Mietwohnung, sondern in einem Einfamilienhaus mit Garten und eigenen Stellplätzen für mehrere Autos und allem anderen Schickimicki.

Und gerade Fehmarn ist berühmt für seine vielen Sonnenstunden; wenn sich also Photovoltaik irgendwo lohnt, dann da. Im Grunde könnte man neben dem Fehmarnsundtunnel noch eine Röhre bohren für eine Hochspannungsleitung, die bis nach Bayern geht.

#Fehmarn #Hamburg #Berlin #Provinz #Großstadt #Großstädter #ÖPNV #Autoabhängigkeit #Motorisierter Individualverkehr
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · May 10, 2026
Martin G. auf Hubzilla
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Ist südlich der Elbe eigentlich noch Hamburg? Das heißt, eigentlich komm’ ich von noch weiter nördlich, will sagen, nordöstlich. Nach mehrjährigem Mastodon-Ausflug bin ich endlich wieder zurück auf der anderen Seite des Fediverse.

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Für die einen ist es ein Riesen-Versionssprung.

Für die anderen ist es Linux 2.6.122.

#Linux #Linux 7.0
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Apr 26, 2026
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Ist südlich der Elbe eigentlich noch Hamburg? Das heißt, eigentlich komm’ ich von noch weiter nördlich, will sagen, nordöstlich. Nach mehrjährigem Mastodon-Ausflug bin ich endlich wieder zurück auf der anderen Seite des Fediverse.

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@NDR Wie jetzt, ein elektrischer TDI verkokt nicht, wenn man ihn nur im Stadtverkehr fährt?
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Apr 20, 2026
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Ist südlich der Elbe eigentlich noch Hamburg? Das heißt, eigentlich komm’ ich von noch weiter nördlich, will sagen, nordöstlich. Nach mehrjährigem Mastodon-Ausflug bin ich endlich wieder zurück auf der anderen Seite des Fediverse.

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@@krokofant@ruhrpott.social Ich auch nicht, aber …
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Apr 20, 2026
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Ist südlich der Elbe eigentlich noch Hamburg? Das heißt, eigentlich komm’ ich von noch weiter nördlich, will sagen, nordöstlich. Nach mehrjährigem Mastodon-Ausflug bin ich endlich wieder zurück auf der anderen Seite des Fediverse.

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@Kai und der Andere 🎗️ @NDR Hyundai Ioniq5. Großer Akku, Allradantrieb. PS-Werte, die man vor 30 Jahren von Brabus aus sauteuer aufgebohrten Mercedes-Zwölfzylindern bekam. JP am Steuer. 23 kWh/100 km. JP hat zwar nicht gehypermilet und ist viel Autobahn gefahren, aber wie Qualmedie mit Digitalgas gefahren ist er auch nicht gerade. Das sollte also ein praxisnaher Wert sein. Nur weil das Auto die Proportionen und den Allradantrieb eines Lancia Delta Integrale hat, hat es nicht die Maße und die Masse eines Lancia Delta Integrale. Frag nicht, was ein ID.7, ID. Buzz, Model X oder EQS verbraucht.
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Apr 20, 2026
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@Saupreiss #Präparat500 🗽 @NDR Dann wissen wir endlich, wo Alesia war, weil da immer noch all die Waffen liegen, die Vercingetorix Cäsar „zu Füßen“ geworfen hat. Oder wo das kleine gallische Dorf war, weil hinter den Resten einer Hütte dutzendweise neuwertige, unbenutzte Schwerter und Schilde verbuddelt sind, die der Chef alle zum Geburtstag bekommen hat.
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Apr 18, 2026
Martin G. auf Hubzilla
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Wir trinken auf das Web von früher™!

Ein paar Ideen für ein Wayback-Machine-Trinkspiel:

  • Wenn die Website für 800×600 optimiert ist, an sich flexibel bei größeren Auflösungen ist, aber bei heutigen Auflösungen zerreißt: ein Schluck.
  • Wenn das Layout starr auf 800×600 ausgelegt ist, also der Großteil der heutigen Bildschirmfläche ungenutzt bleibt: zwei Schluck.
  • Wenn die Website schon bei 1024×768 auseinandergeflogen wäre: drei Schluck.
  • Optimiert für den Internet Explorer, maximal Version 6: ein Schluck.
  • Funktioniert wirklich nur im Internet Explorer 6 oder älter: Glas auffüllen, austrinken, wieder auffüllen.
  • Sie funktioniert überhaupt nur im Internet Explorer 6 unter Windows XP Service Pack 2: zusätzliches Glas holen, mit Essig auffüllen und austrinken.
  • Die Website ist statt in Unicode in einer ISO-Codepage gebaut, obwohl es Unicode schon gab: ein Schluck.
  • Dito, aber in einer Windows-Codepage: drei Schluck.
  • Die Website verwendet Frames, weil die zu der Zeit der Heiße Scheiß™ waren: ein Schluck.
  • Die Website verwendet Frames, obwohl die zu der Zeit schon wieder komplett out waren: vier Schluck.
  • E-Mail-Adressen im Klartext: ein Schluck jeweils.
  • Die komplette Navigation ist grafisch, weil nur Amateure klickbaren Text haben: ein Schluck.
  • Der Crawler hatte keine Chance, die Grafiken der Buttons zu finden und zu archivieren, weil die Website so murksig geschrieben war: ein Schluck pro kaputtem Button ohne Alternativtext.
  • Die komplette Website ist grafisch ohne jegliche Textinhalte: zwei Schluck.
  • Wichtige Texte sind nicht größer als 10 Punkt, auch in Grafik nicht, weil Pixeldichten von auch nur 80 dpi damals noch völlig utopisch waren: einen Schluck.
  • Die Website fliegt auseinander, weil sie unter der Annahme geschrieben wurde, alle Browser sind auf eine Textgröße von 10 Punkt eingestellt: drei Schluck.
  • Die Website ist komplett in JavaScript geschrieben, und der Crawler hat die Grafikdateien nicht gefunden, also sind sie nicht archviert: vier Schluck, wenn es Alternativtexte gibt, sonst Glas auffüllen, austrinken, wieder auffüllen.
  • Die Navigation ist in JavaScript geschrieben, und der Crawler hat die damit angesteuerten Seiten nicht gefunden: Glas auffüllen, austrinken, wieder auffüllen.
  • Die Website ist in Java geschrieben: zweites Glas holen, mit stärkerem Stoff auffüllen und austrinken.
  • Die Website ist komplett in Flash gebaut: vier Schluck, wenn das Flash noch funktioniert. Wenn nicht: Glas auffüllen, austrinken, wieder auffüllen.
  • Die Website war noch in Flash gebaut, als Flash schon wieder komplett out war: Glas gleich wieder austrinken und auffüllen.
  • Die Website war noch in Flash gebaut, als nicht nur Adobe Flash für tot erklärt hatte, sondern kein vernünftiger Browser noch Flash unterstützte: volle Flasche holen und exen.
  • Die Website ist in ActiveX gebaut: saufen bis zum Göbeln, dann göbeln, dann weiterspielen.
  • Die Website verwendet intern immer noch Dateinamen nach dem 8.3-Schema und Verzeichnisnamen mit nicht mehr als acht Zeichen: ein Schluck für alle drei Jahre, die seit 2000 vergangen sind.
  • Die Website gehört einem Webring an: auf die gute alte Zeit anstoßen – oder prosten, wenn man alleine spielt – und einen Schluck nehmen.
  • Die Website war auf
    • GeoCities: ein Schluck.
    • T-Online: zwei Schluck.
    • Lycos: drei Schluck.
    • AOL: vier Schluck.
    • Xoom: fünf Schluck.
  • Die Website wurde in den 2000ern gecrawlt und ist immer noch im 90er-Jahre-Stil mit gekacheltem Hintergrundbild, Cliparts usw. und ohne jegliche Navigation: ein Schluck.
    • Sie verwendet haufenweise GIF-Animationen: ein Schluck jeweils.
    • Das Hintergrundbild geht schlecht zu kacheln: drei Schluck.
    • Das Hintergrundbild sollte eigentlich nicht gekachelt sein, ist aber nur 800×600: drei Schluck plus einen für die ganzen armen Schweine, die eine so große GIF-Datei mit analogen 56K oder noch weniger herunterzuladen hatten.
    • Sie hat Blinktext: Glas auffüllen, austrinken, wieder auffüllen.
    • Sie ist ganz offensichtlich in Microsoft Word zusammengeklickt worden: zusätzliches Glas holen, mit Essig auffüllen und austrinken.
  • Die Website oder ein Teil davon ist über Monate immer als dieselbe Baustelle gecrawlt worden: ein Schluck pro drei Monate.
  • Sie ist auch nach Monaten so nie fertiggestellt worden: Glas auffüllen, austrinken, wieder auffüllen.
#Archive.org #Internet Archive #Wayback Machine #WWW #World-Wide Web #Webdesign #Früher™ #Augenkrebs #Frames #Java #JavaScript #Flash #Macromedia Flash #Adobe Flash #ActiveX #Internet Explorer #Internet Explorer 6 #IE6 #GeoCities #Lycos #Xoom #Der Heiße Scheiß™ #Trinkspiel
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Apr 07, 2026
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Den Irankrieg können die USA eigentlich nicht mehr gewinnen

Um die Straße von Hormus freizubekommen, wollte Trump also alle Kraftwerke und Brücken im Iran auf einen blitzkriegartigen Schlag zerstören. Jetzt droht er sogar mit der totalen Auslöschung des Iran, nicht nur als nationale Entität, sondern in Form eines genozidalen Blitzkriegs. Das klingt nach einem ziemlich unprovozierten, hypermassiven, kataklysmischen nuklearen Flächenbombardement.

Um die Straße von Hormus freizubekommen.

Da fragt man sich: Warum tut das angeblich übermächtige und unbesiegbare US-Militär, vor allem die angeblich übermächtige und unbesiegbare U.S. Navy nicht das Offensichtliche – und schießt die Straße von Hormus frei?

Weil die U.S. Navy nicht unbesiegbar ist. In den Gewässern vorm Iran erst recht nicht.

Ja, die iranische Überwasserflotte besteht nur aus einer Handvoll Korvetten. Aber der Iran hat mehr U-Boote, als die USA überhaupt Wasserfahrzeuge vor Ort haben. Und die USA haben hauptsächlich Überwassermaterial vor Ort, die zur Bekämpfung von U-Booten eher weniger bzw. im Falle von Flugzeugträgern ziemlich überhaupt nicht geeignet sind.

Um also die Straße von Hormus freizuschießen, bräuchte es sämtliche Jagd-U-Boote der U.S. Navy vor Ort. Selbst wenn sie alle schon da wären, würden nicht annähernd alle nach Hause kommen. Die U.S. Navy bräuchte Jahrzehnte, um die zerstörten U-Boot-Kapazitäten zu ersetzen. Außerdem sind U-Boote stählerne Särge. Aus denen kann man sich im Gefecht nicht mehr retten.

Wenn das Pentagon schon mit einigen wenigen toten Soldaten so ein Problem hat, wie sieht es dann aus mit einigen tausend Navy-Angehörigen, die mit ihren U-Booten draufgehen und nicht einmal mehr in die Heimat zurückgeholt werden können?

Mal davon abgesehen: Die USA können es sich gar nicht erlauben, ihre gesamte Jagd-U-Boot-Flotte zur Straße von Hormus zu verlegen. Wenn sie das täten, würden ihnen andere Länder auf der Nase herumtanzen.

Derweil hat der Iran aktuell die Wahl der Mittel, die U.S. Navy aus dem Nahen Osten komplett zu entfernen – und zwar gewaltsam. Torpedos, eigene Raketen, die Mittelstreckenraketen der Huthi. Genügend davon, und die U.S. Navy kann sie nicht mehr abwehren. Und sie haben genügend davon.

Womöglich weiß der iranische Militärgeheimdienst gar etwas, was wir noch nicht wissen. Womöglich können die USA nicht nur keine Bodenkriege, sondern auch keine Seekriege. Womöglich können die USA nur „Kriege aus der Ferne“, bei denen keine eigenen Einheiten gefährdet werden – mit Drohnen, ballistischen Raketen und Marschflugkörpern. Vielleicht noch mit schweren strategischen Langstreckenbombern, wenn sie die Lufthoheit haben.

Das heißt, gegen den Iran können sie nicht einmal den. Die USA und Israel haben wohl schon eine fünfstellige Anzahl an Zielen im Iran angegriffen. Die Kampfstärke des Irans hat darunter aber kaum gelitten, wenn überhaupt.

Gleichzeitig haben sie den Anspruch, jeden Krieg haushoch zu gewinnen – am besten zu null, was aber im Irankrieg jetzt schon nicht mehr möglich ist. Warum sonst wollte Trump europäische NATO-Marineeinheiten als Kanonenfutter im Irankrieg haben? Warum sonst ist das einzige iranische Schiff, das die U.S. Navy bisher versenkt hat, eine Korvette, die zu dem Zeitpunkt weit vom Iran entfernt, nicht gefechtsbereit und somit komplett wehrlos war?

Die USA haben sich von Israel in einen Krieg hineinziehen lassen, auf den sie nicht vorbereitet waren – der Iran aber dafür um so mehr. Ganz offenkundig war sich selbst Bibi Netanyahu nicht im Klaren darüber, wie machtlos der „große Bruder“ gegen den Iran ist. Statt mal eben das Mullah-Regime wegzubomben, stärken beide Länder es sogar noch.

Im Prinzip gibt es jetzt nur noch drei Optionen:
  1. Totaler konventioneller Krieg. Mit Bodentruppen. Mit Generalmobilmachung. Wenn die USA den gewinnen sollten, wäre es trotzdem ein Pyrrhussieg mit sagenhaft vielen Toten – womöglich auch zu Hause, wenn Trump gegen die dann unvermeidlichen Antikriegsproteste die Nationalgarde mit aller Härte vorgehen wird. Warum er dann glauben dürfte, mit exakt demselben davonzukommen, was er im Iran kritisiert? Weil er Der Gute™ ist.
    Außerdem: Wenn das passiert, werden sämtliche Despoten, Autokraten und Diktatoren auf der Welt ihrerseits weitere Kriege gegen freie, demokratische Nationen anzetteln. Die USA – die einzige Nation auf der Welt, die das wirksam verhindern könnte – wären ja im Iran gebunden.
  2. Einen Großteil des US-Atomwaffenarsenals in einem totalen Vernichtungs-Erstschlag auf den Iran niederregnen lassen. Nicht einfach nur als Drohgebärde, sondern um genau den haushohen Sieg einfahren zu können, den Trump haben will.
    Damit würden sich die USA zum Pariah machen.
    Damit wären sie genau die Bestie, als die sie selbst und Israel den Iran hinstellen. Wohlgemerkt: Selbst wenn die Mullahs die Bombe hätten und sie auf ihre 4.000-km-Mittelstreckenraketen montieren würden, wären sie nicht so bekloppt, Großstädte in NATO-Mitgliedsstaaten damit zu attackieren.
    Die Verbündeten der USA im Nahen Osten wären auch nicht sehr amused, denn der Fallout würde sich dort überall ausbreiten. Die radioaktiven Wolken derart heftiger Atomschläge würden wahrscheinlich bis auf russisches und türkisches (NATO-)Territorium ziehen.
    Noch dazu würde weltweit die Hemmschwelle für den Einsatz strategischer Atomwaffen gegen zivile Ziele sinken. Nicht nur das, sondern die Atommächte, mit denen der Iran verbündet sind, könnten sich ihrerseits einen massiven nuklearen Gegenschlag gegen die USA vorbehalten, um diese daran zu hindern, weiterhin wie verrückt mit Atombomben um sich zu schmeißen.
    Der beste Ausgang dieser Entscheidung wäre noch, wenn die militärische Befehlskette unterhalb von Trump – übrigens völlig regelkonform – diesen – übrigens völlig regelwidrigen – Befehl verweigert und Trump daraufhin endlich seines Amtes enthoben wird. Notfalls, falls alles andere scheitern sollte, mit militärischer Gewalt.
  3. Rückzug, bevor es noch schlimmer wird. Allerdings wird es dann trotzdem schlimmer. Dann werden die Mullahs erst recht die Bombe entwickeln. Und Interkontinentalraketen, die bis in die USA reichen und zuverlässiger sein werden als alles aus nordkoreanischer Fertigung. Und sie werden auch konventionell massiv aufrüsten – mit Geldern aus dem Handel mit China.
    Außerdem wären die USA ihren Status als Supermacht und unbezwingbare Weltpolizei ein für allemal los. Einen Krieg, in dem sie ganz genau kein einziges ihrer Kriegsziele wirklich erreicht haben – abgesehen von der Tötung Chameneis, die auch genau das Gegenteil von dem bewirkt, was sie bewirken soll –, können sie nicht als Sieg für sich proklamieren. Im Gegenteil: Nur zu offensichtlichermaßen sind die USA von so einem vergleichsweise kleinen Land in einem Krieg geschlagen worden.
    Ob die USA dann noch de facto NATO-Schutzmacht für Europa bleiben oder nicht, ist dann Jacke wie Hose. Denn vor den US-Streitkräften – die im Grunde seit 1953 keinen Krieg mehr richtig gewonnen haben – wird der Russe keine Angst mehr haben.

#Iran #USA #USPol #Israel #Trump #Regime Change #Krieg #Irankrieg
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Apr 07, 2026
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Ist südlich der Elbe eigentlich noch Hamburg? Das heißt, eigentlich komm’ ich von noch weiter nördlich, will sagen, nordöstlich. Nach mehrjährigem Mastodon-Ausflug bin ich endlich wieder zurück auf der anderen Seite des Fediverse.

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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Apr 07, 2026
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Ist südlich der Elbe eigentlich noch Hamburg? Das heißt, eigentlich komm’ ich von noch weiter nördlich, will sagen, nordöstlich. Nach mehrjährigem Mastodon-Ausflug bin ich endlich wieder zurück auf der anderen Seite des Fediverse.

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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Apr 07, 2026
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Apr 05, 2026
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Rendez-vous Houston – A City In Concert

Heute vor 40 Jahren fand in Houston, Texas, das bis dahin größte Konzert in der Musikgeschichte statt: Rendez-vous Houston – A City In Concert.

Der Name ist wortwörtlich zu nehmen: Der französische Elektronikmusiker Jean-Michel Jarre (Oxygène) bezog die komplette Wolkenkratzer-Skyline von Downtown Houston in seine Show mit ein, und zwar inklusive gigantischen Projektionswänden, die auf mehrere Wolkenkratzerfassaden montiert worden waren. Diese Kulisse war mit deutlich über einem Kilometer nicht nur breiter als die von Roger Waters’ 1990er Aufführung von The Wall in Berlin, sondern auch bedeutend höher. Jarre ist bis heute der einzige Musiker, der derartig gigantische Lightshows aufgefahren hat.

Zur Show gehörten Skytrackers – die keine wirklichen Skytrackers waren, sondern ausgewachsene Flakscheinwerfer, die auf die Dächer dreier Wolkenkratzer geschafft worden waren, weil normale Skytrackers zu schwach gewesen wären. Außerdem wurde von den Wolkenkratzerdächern bei mehreren Stücken ein Höhenfeuerwerk und andere Pyrotechnik abgebrannt – in einem US-Bundesstaat, in dem Feuerwerk eigentlich verboten ist.

Mehr als 1,5 Millionen (!) Zuschauer sahen das Konzert vor Ort. Also, mehr oder weniger vor Ort, denn direkt bis vor die Bühne kam man sowieso nicht. Direkt vor der Bühne hätte man eh nichts gesehen: Die Bühne war so hoch, darunter konnte man aufrecht stehen, und die Lightshow hätte man von da auch kaum mitbekommen. Die meisten Menschen hörten das Konzert über Kofferradios oder Autoradios, weil keine PA so weit reicht. Die Leute kamen den ganzen Tag über herangefahren, und als sie nach dem Konzert wieder losfuhren, brach für Stunden in Houston der Straßenverkehr komplett zusammen. Selbst der gewaltige Katy Freeway war von Stunden vor dem Konzert bis Stunden nach dem Konzert komplett verstopft.

Übrigens war das Jarres zweites Konzert mit Millionenpublikum – von sechs. Auch das hat außer ihm sonst kein Musiker je geschafft. Mit der Zuschauerzahl brach Jarre seinen eigenen Weltrekord von 1979 und sollte den danach selbst mindestens einmal wieder brechen. Er ist nämlich auch der einzige, der mehr als einmal vor mehreren Millionen gespielt hat.

Die Anlässe für das Konzert waren drei Jubiläen: 150 Jahre Texas, 150 Jahre Houston und 25 Jahre NASA. In den ersteren beiden Fällen war der Grund für diese Riesenshow vermutlich: „Everything’s big in Texas.“ Und für ein Konzert zum 25jährigen Bestehen der NASA war damals kaum ein Musiker besser geeignet als der Godfather der elektronischen Musik himself. Folglich wurden bei der Show auch Kennedys „We choose to go to the Moon“-Rede und Armstrongs „The eagle has landed“-Monolog eingeflogen, erstere gar als Film.

Das heißt: Fast hätte Jarre das Konzert abgesagt, denn im Januar 1986 ist ja das Space Shuttle „Challenger“ beim Start explodiert – die bis dahin größte Katastrophe für die NASA und nicht unbedingt ein Grund zum Feiern. Noch dazu sollte der Astronaut Ron McNair an Bord des Shuttle auf seinem Sopransaxophon ein Stück für Jarres neues Album Rendez-vous einspielen und dann das Stück live während des Konzerts spielen. NASA-Leute und Freunde und Angehörige von Ron McNair haben Jarre dann aber umgestimmt und gesagt, „Ron’s Piece“ sollte im Angedenken an die verstorbene Shuttle-Crew und besonders Ron McNair gespielt werden.

Leider ist das offizielle Video stark gekürzt und musikalisch nachbearbeitet. Eigentlich war das Konzert zwei Stunden lang.

https://yewtu.be/watch?v=GYio7l7B940

#Konzert #Konzertvideo #Texas #Houston #Houston TX #NASA #Elektronische Musik #Jean-Michel Jarre #Rendez-vous Houston
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Mar 26, 2026
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Igitt, da kommt gerade Land mit runter.

#Wetter #Schietwetter #Da kommt Land
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Mar 18, 2026
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Neubaugebiete in Deutschland 2026 sein wie …

Okay, man hat also ein Haus gebaut. So einen praktischen weißen Quader, wie ihn jeder hat, weil jeder so einen hat. Auffahrt angelegt, vielleicht noch Garage, Carport oder beides, Terrasse, Zugang zur Haustür gibt’s auch. Aber was macht man mit dem Rest des Grundstücks? Weil, Garten geht nicht, ham wir keine Zeit für, ham wir keinen Bock drauf, ham wir keine Ahnung von.

Also: alles pflastern. Schnell und einfach, und wenn Plastikfolie drunter ist, gibt’s auch kein Unkraut.

Wie, das ist nicht erlaubt?

Okay, dann pflastern wir eben nicht, dann nehmen wir Betonplatten. Geht sogar noch schneller, weil die größer sind.

Wie, das ist auch nicht erlaubt?

Dann asphaltieren wir einfach das ganze Grundstück.

Wie, das ist auch nicht erlaubt?

Ja, gut, dann gießen wir alles mit Beton aus. Quasi Fundament bis an die Grundstücksgrenzen.

Wie, das ist auch nicht erlaubt? Das Grundstück darf nicht komplett betoniert, asphaltiert oder gepflastert werden?

Ha, ich hab’s! Schottern! Einfach das ganze übrige Grundstück mit Schotter bedecken. Harmoniert immer noch mit dem Wohnklotz in RAL 9010 Reinweiß mit Kellerwänden, Dach, Haustür, Fensterrahmen und Briefkasten in RAL 7016 Anthrazitgrau. Sieht dann auch super aus mit dem Doppelstabmattenzaun nach DIN 18230 in RAL 7016 Anthrazitgrau. Oder wir nehmen Gabionen, am besten zweieinhalb Meter hohe, die gehen dann auch als Blickschutz.

Wie, Schottergärten sind jetzt illegal? Und das Grundstück soll begrünt werden?

Dann rollen wir eben Kunstrasen aus! Dann wird’s zwar schwieriger, zweimal im Jahr den Staub und Dreck mit dem Gartenschlauch wegzuspülen, aber dann ist das so.

Wie, Kunstrasen haben sie jetzt auch schon verboten? Nix darf man in diesem Scheißland!

Was kann man dann noch machen? Das ganze Grundstück grün fliesen?

Nee, dann sieht das aus wie damals bei Oma und Opa zu Hause das Badezimmer. Außerdem war es schon teuer genug, das Bad, die Küche und das Gästeklo im Haus zu fliesen. Und grüne Fliesen haben sie in den Baumärkten eh nicht mehr da. Angeblich kauft die keiner mehr. Wobei, kann man ja auch verstehen. Wer will heutzutage schon Farben haben im Haus?

Gehen dann noch grüne Plastikplatten? Oder so Gummimatten wie auf’m Sportplatz, nur eben in Grün? Oder, öh, grün pulverbeschichtetes Stahlblech? Grün eloxiertes Alublech? Oder kann man da irgendwas 3-D-drucken lassen? Und, öh, wenn wir den Doppelstabmattenzaun in RAL 6005 Moosgrün nehmen – sieht dann aber doof aus –, braucht das Grundstück dann nicht grün zu sein?

#Neubaugebiet #Bodenversiegelung #Schottergarten #Doppelstabmattenzaun #Gabione #Gabionen #RAL 7016 Anthrazitgrau #Gärten des Grauens
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Mar 18, 2026
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Old and busted:

  • Krieg mit Raketenschlägen aus sicherer Entfernung anfangen
  • europäische NATO-Verbündete ranholen als Kanonenfutter für Bodentruppeneinsätze, wenn es für die U.S. Army zu gefährlich ist
  • hinterher behaupten, man habe den Krieg ganz alleine haushoch gewonnen

New hotness:

  • Krieg mit Raketenschlägen aus sicherer Entfernung anfangen
  • europäische NATO-Verbündete ranholen als Kanonenfutter für Seegefechte, wenn es für die U.S. Navy zu gefährlich ist
  • hinterher behaupten, man habe den Krieg ganz alleine haushoch gewonnen

#USA #USPol #Krieg #NATO #Old and busted #New hotness
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Mar 04, 2026
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Ist südlich der Elbe eigentlich noch Hamburg? Das heißt, eigentlich komm’ ich von noch weiter nördlich, will sagen, nordöstlich. Nach mehrjährigem Mastodon-Ausflug bin ich endlich wieder zurück auf der anderen Seite des Fediverse.

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@@vegai@sauna.social @@jolla@techhub.social That’s for four reasons. One, hardly anyone knows that SailfishOS exists in the first place, including mobile developers. In fact, hardly anyone knows that any mobile operating systems exist that are neither iOS nor Android. Two, mobile devs say that it isn’t worth developing for anything that isn’t iOS or Android. If it’s neither iOS nor Android, “nobody” uses it. Don’t forget: Even developing for Android only became “worth it” when the Samsung Galaxy S, one particular Android phone model, outsold the iPhone. Three, many mobile devs develop for a living, and they sell their proprietary, non-free, closed-source, commercial payware apps in the Apple App Store and the Google Play Store. In stark contrast, the Jolla Store doesn’t even support spending money on apps. Besides, why should someone offer closed-source payware apps in an ecosystem that’s largely catered to by pure FLOSS third-party repositories, namely OpenRepos with its Storeman app as well as Sailfish Chum? Well, and lastly, I guess there are hardly any mobile devs left who can develop for anything that isn't iOS or Android. #SailfishOS
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Mar 01, 2026
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Ist südlich der Elbe eigentlich noch Hamburg? Das heißt, eigentlich komm’ ich von noch weiter nördlich, will sagen, nordöstlich. Nach mehrjährigem Mastodon-Ausflug bin ich endlich wieder zurück auf der anderen Seite des Fediverse.

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Die Amis zeigen wieder Muckis, aber die gefährliche Drecksarbeit sollen wieder andere machen

Wenn Trump wirklich einen Plan hat, ist der glasklar: Das iranische Volk soll einen Regime Change durchführen. Also für die Amerikaner die Drecksarbeit machen. Es geht ihm gar nicht um das iranische Volk und dessen Freiheit. Es geht ihm nur um einen „sauberen“ Krieg ohne US-Verluste.

Will sagen: Zunächst einmal geht es ihm darum, Stärke und Unbesiegbarkeit zu zeigen, um seine Popularitätswerte zu steigern. Unter Donald J. Trump, dem GröPraZ, soll Amerika den Erzfeind Iran vernichtend schlagen. Zu null, also ohne amerikanische Verluste. Das geht natürlich nur aus der Luft. Angriffe mit Marschflugkörpern sind schön risikoarm, denn Tomahawks haben die USA wie Sand am Meer, die Dinger können ruckzuck nachgefertigt werden, sie sind nur schwer abfangbar, und vor allem sind sie unbemannt.

Das heißt, wie sich schon herausgestellt hat, geht das gar nicht, denn der Iran hat sehr wohl mit Gegenschlägen US-Basen getroffen. Wahrscheinlich sind die iranischen Angaben über Opfer genauso erstunken und erlogen wie die amerikanischen über gar keine Opfer.

Außerdem geht es darum, eine weitere Ölnation unter Kontrolle zu bekommen. Die USA haben schon das viele venezolanische Rohöl praktisch geschenkt bekommen – oder glaubt irgendjemand, die Amis werden irgendwie dafür bezahlen? Jetzt soll das viele iranische Öl mit dazukommen. Nicht etwa, damit Amerika endlich wieder Spritpreise wie in den 50ern hat, sondern, damit die Ölmultis richtig fette Gewinne einfahren können.

Das Blöde ist nur: Ein Krieg kann nicht allein durch die Luft gewonnen werden. Letztlich werden sie durch Bodentruppen entschieden. So balla-balla Trump auch ist – das weiß auch er.

Er hat aber den Amerikanern und vor allem seinen Anhängern versprochen, keine Kriege mehr zu führen. Im Gegensatz zur Entourage von Bush sen. und jun. sind die MAGA-Leute ja keine geifernden kriegsgeilen Falken. Trump will ja auch unbedingt den Friedensnobelpreis. Genau deswegen will er nur „saubere“ Kriege führen, die Amerika ohne eigene Verluste gewinnen kann. Erst gegen Venezuela, das nach drei Stunden „besiegt“ war, jetzt gegen den Iran. Damit will er sein Ansehen steigern.

Nur wird im Gegensatz zum venezolanischen Militär das iranische nicht so schnell umfallen. Venezuela war für diejenigen, die das Sagen hatten, nichts weiter als ein Selbstbereicherungsapparat. Da funktionierte nichts so richtig wegen der ganzen Korruption. Außerdem hatte Venezuela keinerlei militärische Kapazitäten, die den USA hätten gefährlich werden können. Ich meine, selbst die venezolanische Marine hat nicht versucht, das Land gegen die U.S. Navy zu verteidigen.

Im Iran ist das anders. Der kippt nicht so schnell um, nicht durch reine Luftschläge. Die Zukunft des Irans wird am Boden entschieden. Wenn Trump das selbst entscheiden wollte, bräuchte es eigentlich amerikanische Stiefel auf iranischem Boden.

Während aber die U.S. Navy sowieso ständig auf den Weltmeeren unterwegs ist, müssen Bodentruppen direkt aus den USA entsandt werden. Das würden die Amerikaner mitbekommen. Das letzte Mal richtig kriegsgeil waren sie aber nach 9/11, als sie nach Vergeltung, nein, Rache riefen. Der darauf folgende „War on Terror“ wurde aber im Gegensatz zum Irakkrieg 1993 nicht von CNN hollywoodmäßig zur spektakulären Militärshow hochgejazzt. Und in den 2000ern lernten die Amis wieder, was Krieg eigentlich bedeutet: Ihre Lieben kommen in Kisten nach Hause. Wenn überhaupt.

Das haben sie das erste Mal in den 60ern gelernt, als es in Vietnam richtig losging. Die größte, stärkste, schlagkräftigste, modernste Militärmacht der Welt war nahezu vollumfänglich in Indochina im Einsatz. Das reichte nicht. Eine ganze Generation wurde zu großen Teilen zwangsrekrutiert und nach einem Minimum an Ausbildung direkt an die Front geschickt. Auch das reichte nicht. Die größte, stärkste, schlagkräftigste, modernste Militärmacht der Welt in beinahe ihrer vollen Stärke mit all ihrer High-End-Ausrüstung wurde von ein paar Reisbauern und Fischern gnaden- und chancenlos in den Arsch gefickt.

Die Folge waren Antikriegsproteste in vielen Städten in den USA. Auch der Summer of Love 1967 in San Francisco kam daher. Weil „Krieg ist doof“ aber eine Meinung war, die der Falke Richard Nixon nicht tolerierte, wurden diese friedlichen Proteste von Polizeispezialeinheiten brutal aufgelöst.

Im Iran würde es aber nicht gegen ein paar Bauern oder Fischer gehen. Auch nicht gegen eine Schrottarmee mit alten Sowjetbeständen aus den 60er und 70er Jahren wie im Irak. Sondern gegen eine moderne, hochgerüstete staatliche Armee und zwei mindestens ebenso hochgerüstete, wenngleich verschieden starke klerikale Söldnerarmeen.

Der Iran ist im Gegensatz zum Irak ein nicht gerade bettelarmes Land und hat seine eigene Rüstungsindustrie und Rüstungsforschung. Der Iran verfügt über selbstentwickelte Mittelstreckenraketen, die auch NATO-Territorium in Form der Türkei treffen können. Herrje, der Iran ist Rüstungsexporteur. Das russische Militär setzt in der Ukraine iranische Drohnen ein. Vor den USA hat man keine Angst oder zeigt zumindest keine. Gerade erst ist vom Iran aus einer der beiden Flugzeugträger der Nimitz-Klasse mit vier ballistischen Raketen angegriffen worden. Im übrigen verfügt der Iran höchstwahrscheinlich über Giftgas, das vor gar nicht so langer Zeit gegen Mädchenschulen (!) eingesetzt worden ist.

Schon das iranische Militär ist stärker als das irakische 1993 oder das irakische 2003 oder das venezolanische 2026. Die Revolutionsgarden sind nochmals stärker und haben weitreichendere Befugnisse: Sie sind kein reguläres nationales Militär und daher – zumindest aus eigener Sicht und der der Mullahs – kein Stück weit an das humanitäre Völkerrecht gebunden. Das wäre, wie wenn im Dritten Reich die Waffen-SS noch stärker gewesen wäre als die Wehrmacht.

Amerikanische Bodentruppen hätten gegen beide zu kämpfen. Und sollte das noch nicht reichen, würden wahrscheinlich zusätzlich die Basij-Brigaden entsandt oder gar Huthi nebst Ausrüstung eingeflogen.

Das würde nicht nur eine Entsendung von bisher auf dem US-Festland stationierten Bodentruppen bedeuten, die Trumps Zustimmungswerte in den freien Fall schicken würde. Das würde eine Generalmobilmachung bedeuten, womöglich inklusive Nationalgardisten, Reservisten, Veteranen – und Private Contractor Armies, die wie auch die Revolutionsgarden als nicht ans humanitäre Völkerrecht gebunden angesehen werden. Bei denen braucht man für einen gefallenen Privatsöldner kein solches Brimborium zu veranstalten wie für einen gefallenen Soldaten. Die Privatarmeen bräuchte man auch schon deshalb, weil sie besser ausgerüstet sind als die U.S. Army, weil sie eben nicht aus Steuergeldern ausgerüstet werden müssen.

Wahrscheinlich würde es nicht lange dauern, bis es Zwangsrekrutierungen gäbe – und zwar bevorzugt in linksliberalen Kreisen und nicht etwa unter rechtsextremen Waffenfanatikern, die ihrerseits nochmals besser bewaffnet sind als die Söldner von Academi, vormals Xe Services, vormals Blackwater.

Noch dazu wäre das Ganze ein Hochrisikoeinsatz. Es gibt im Nahen Osten keinen westlichen Brückenkopf, der nicht in Reichweite iranischer ballistischer Raketen ist. Abertausende Soldaten würden sterben, bevor sie auch nur in die Nähe der Front kämen. In Saudi-Arabien wären die US-Einheiten zusätzlich gefährdet durch die Huthi im Jemen, die über iranische Mittelstreckenraketen verfügen, mit denen problemlos das gesamte israelische Staatsgebiet getroffen werden könnte. Damit wären die Huthi auch in der Lage, amerikanische Frontabschnitte mit Raketen aus unvorhergesehenen Richtungen anzugreifen.

Ein Bodenkrieg im Iran wäre für die USA also noch sehr viel verheerender und verlustreicher, als es der Vietnamkrieg war. Das wissen auch die NATO-Verbündeten. Die alte Masche „Lassen wir die Europäer die Drecksarbeit am Boden machen und heimsen den Ruhm selber ein“ wird im Iran also auch nicht funktionieren.

Den Bündnisfall nach Artikel 5 könnten die USA nur auslösen bei einem Angriff des Irans auf tatsächliches US-Staatsgebiet, und Botschaftsgelände dürften nicht zählen. So einen Angriff kann aber der Iran von eigenem Territorium aus nicht durchführen, höchstens in Form eines großangelegten Terroranschlags. Und so durchgeknallt, einen staatlichen Terroranschlag gegen Trump-Amerika durchzuführen, dürfte nicht einmal Ajatollah Ali Chamenei gewesen sein. Der rein impulsiv agierende und regierende, leicht reizbare Donald Trump würde in diesem Fall nämlich nicht die NATO zur Hilfe rufen, sondern Strategic Air Command – also direktweg nuklear antworten.

Amerikanische Truppen im Iran kommen also nicht in Frage, weil das nicht gut für die Umfragewerte ist – die Entsendung nicht und die Rückkehr in hunderttausenden Kisten schon gar nicht. Europäische auch nicht, weil die europäischen NATO-Verbündeten nicht so blöd sind. Die IDF haben in Gaza schon alle Hände voll zu tun, die brauchen schon für Interventionen im Libanon ihre Reservisten. Saudi-Arabien würde höchstens mitmischen, wenn es selbst vom Iran angegriffen worden wäre – wurde es aber nicht, jedenfalls keine wirklichen saudischen Ziele.

Bleibt also nur noch eine Option. Und das ist die iranische Zivilbevölkerung. Die hätte im Grunde zumindest den Vorteil, sich nicht erst nach Teheran durchkämpfen zu müssen, weil sie in ziemlicher Stärke schon vor Ort in Teheran ist. Und weil das keine Amerikaner sind, ist es auch scheißegal, wieviele davon dabei sterben.

Die nächste drängende Frage: Wie geht das Ganze aus?

Am liebsten hätten Trump und die MAGAs es noch, wenn das iranische Volk eine zwar westlich orientierte, aber erzkonservative Marionette der US-Ölindustrie und der Heritage Foundation an die Macht putschen würden. Aber auch wenn die iranische Opposition noch so zersplittert ist – und das ist sie –, so jemanden gibt’s im Land nicht. Sogar ob Prinz Reza Pehlavi – der Sohn des Schahs, den ja auch schon die CIA an die Macht geputscht hat – so drauf sein oder auch nur so weitermachen würde wie sein Papa, ist zu bezweifeln.

Im Idealfall würde das Land zu einer freien, liberal-progressiven Demokratie werden. Aber erstens ist das sehr unwahrscheinlich. Zweitens würden die USA es nicht zulassen, wenn der neue Chef im Land keine US-Marionette wäre. Der würde gleich wieder weggeputscht wie Mohammad Mosaddegh damals. Und drittens würden Länder wie Saudi-Arabien, Afghanistan und Pakistan kein größeres Land in der Gegend zulassen, das liberaler und progressiver ist als sie selbst.

Sehr viel wahrscheinlicher ist ein Bürgerkrieg, in dem die Basij-Brigaden und die Reste der Revolutionsgarden Hunderttausende oder Millionen iranischer Zivilisten niedermetzeln, um das System Chamenei bis in alle Ewigkeit zu zementieren, auch wenn sie dann fast kein Volk mehr zum Beherrschen hätten. Alternativ würden – vor allem, wenn die USA und Israel jeden, aber auch wirklich noch jeden im Iran, der irgendwelche Macht im Staat hat, mit Luftschlägen ausschalten – die Revolutionsgarden selbst das Ruder an sich reißen und den Iran in eine knallharte, totalitäre Militärdiktatur wie in Myanmar verwandeln, auch wieder mit unzähligen toten Zivilisten.

Trump könnte dann sagen: „Die Iraner haben versagt. Damit machen sie sich zu Komplizen. Niemand wird sie vermissen.“ Mit diesen Worten würde er den kompletten Iran aus der Luft gnadenlos in Schutt und Asche bomben lassen, wobei weitere zig Millionen Zivilisten sterben werden. Dann, wenn alles Leben auf iranischem Territorium ausgelöscht scheint, wird er ohnehin im Nahen Osten stationierte Truppen schicken, um die iranischen Ölfelder für die US-Ölindustrie zu sichern – und sich wundern, wenn auch die Russen und vor allem die Chinesen in das entstandene Machtvakuum einfallen, um ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Oder wenn die Taliban versuchen, sich einen direkten Zugang zum Indischen Ozean zu sichern.

#Iran #Venezuela #USA #USPol #Israel #Trump #Regime Change #Krieg
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Jan 14, 2026
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Ist südlich der Elbe eigentlich noch Hamburg? Das heißt, eigentlich komm’ ich von noch weiter nördlich, will sagen, nordöstlich. Nach mehrjährigem Mastodon-Ausflug bin ich endlich wieder zurück auf der anderen Seite des Fediverse.

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@@MartinaNeumayer@mastodon.social This is supposed to be a phone that women will also use You honestly think that every smartphone out there has the same target audience as the Apple iPhone and the Samsung Galaxy? This is supposed to be a phone that geeks will use first and foremost. The most hardcore of them. The direct opposite of “tech-illiterate”. In case you didn't know: The new Jolla Phone is From The Makers Of™ the first Jolla Phone. And the Nokia N9. They were all targetted at the same audience who actually bought the direct predecessor of the N9, the Nokia N900. I mean, look at the N900. Now, look at the iPhone 3GS and the iPhone 4 which came out before and after the N900. Notice how thick and clunky the N900 is in comparison especially with the iPhone 4? Why would someone buy that? Because it ran Maemo. And because it had a slide-out hardware QWERTY keyboard. Why would someone want that operating system if there were thousands of times more apps available for iOS? Because Maemo is a fork of Debian GNU/Linux and still largely works and handles like Debian GNU/Linux. All the way to the “app store” being nothing but a pretty frontend for the apt package manager. People who bought the Nokia N900 also bought second-hand IBM ThinkPad T43 or T60 business laptops with no operating system on them, just to install some Linux distro. No matter how much better a MacBook Air looked. No matter if almost everyone else was gushing over Windows 7 back then. They also bought Linksys WRT54GL routers with the very intent to replace the stock firmware with OpenWrt, a firmware that offers professional industry-grade features, but that doesn't even have a Web interface. If you take your phone to ssh into your router and configure or upgrade it or check the logs, a hardware keyboard is much more convenient than a sleek design. They also bought tickets to the annual Chaos Communication Congress. Many of them bought the first Jolla Phone, hoping that they could acquire a TOHKBD, a slide-out hardware QWERTY keyboard that could be attached to the bottom of the phone instead of its own stock bottom, The Other Half. They were disappointed that the Nokia N950 didn't go into mass-production. Some of those who missed both the first Jolla phone and the community-issued Jolla C opted for a grey-import Intex Aqua Fish, made in India for India, because it was basically a Jolla C without The Other Half that didn't even know it was actually a Jolla C. Not few of them hacked their Aqua Fish so it thought it's a Jolla C, and so they'd get system upgrades earlier. The new Jolla Phone is an up-to-date take on the same principle as the old Jolla Phone. All the way up to The Other Half. Like, it's one of its key features that the bottom can be removed without exposing any circuitry, and that a third-party replacement with extra features can be attached, e.g. an additional battery or a more high-end camera or a slide-out hardware keyboard. However, this requires the bottom half of the phone to be easily removeable. With an iPhone-like case, this isn't possible. Also, this requires the bottom half of the phone to have a rather simple shape so that any third-party Other Half matches the top in shape, and so that it's easy to manufacture. Other Halves are usually made by people in their spare time in small batches and never by big corporations. By the way: If you expect the Jolla Phone to have anywhere close to as many apps, especially commercial apps, as the iPhone or a typical Android phone, you'll be disappointed, too. Literally all third-party apps available for Sailfish OS are free-as-in-freedom and open-source. And there's no Google Play Store. Bottom line: Don't expect a MacBook Air from Tuxedo Computers. And don't expect Arch Linux to be every bit as “user-friendly” as Windows 10 or iOS. @@jolla@techhub.social #Jolla #Jolla Phone #Jolla C #Nokia N900 #Nokia N9 #Intex Aqua Fish #Linux #GNU/Linux #Maemo #Sailfish OS
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Apr 16, 2025
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Ist südlich der Elbe eigentlich noch Hamburg? Das heißt, eigentlich komm’ ich von noch weiter nördlich, will sagen, nordöstlich. Nach mehrjährigem Mastodon-Ausflug bin ich endlich wieder zurück auf der anderen Seite des Fediverse.

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@@raumwelle@chaos.social Gute Frage. Ich bin selbst schon seit ca. 2016 oder 2017 aus Friendica raus und setze statt dessen auf Hubzilla und seine Nachfolger. Bei Friendica-Fragen am besten mal mit dem Friendica-Konto mit @Friendica Support verbinden (auf Bestätigung warten) und da mal anfragen (Vorsicht, auf Friendica interagiert man mit Gruppen anders als auf Mastodon).
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Martin G. auf Hubzilla @marting@hub.hubzilla.de · Apr 14, 2025
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@@raumwelle@chaos.social Friendica. Da ist alles los, was im Fediverse los ist. Oder einen von Friendicas Nachfolgern, wenn du dich traust und nicht von Smartphone-Apps abhängig bist. Die sind auch alle im Fediverse. @@kuketzblog@social.tchncs.de #Friendica
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