#biologie

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AnySci - Wissenschaft für Jedermann @anysci@mastodon.de · Jul 25, 2026
Ein Fisch aus einer verborgenen Welt Die meisten von uns verbinden unbekannte Tierarten vermutlich mit tropischen Regenwäldern oder den Tiefen der Ozeane. Doch manchmal liegen völlig fremde Lebenswelten direkt unter unseren Füßen verborgen – im dunklen Wasser tiefer Gesteinsschichten. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Senckenberg-Forschers Ralf Britz hat in Nordostindien nun eine außergewöhnliche neue Fischart entdeckt: eine nur etwa zwei Zentimeter lange Schmerle, die blind ist, nahezu transparent erscheint und nicht einmal ein knöchernes Schädeldach besitzt. Das Gehirn wird lediglich von Haut bedeckt, was ein einzigartiges Merkmal unter bekannten Schmerlen ist. Gefunden wurde das Tier zufällig in einem selbst gegrabenen Brunnen im indischen Bundesstaat Assam. Der Brunnen steht offenbar mit einem unterirdischen Grundwasserleiter, einem sogenannten Aquifer, in Verbindung. Genau dort lebt die neue Art vermutlich dauerhaft verborgen im völligen Dunkel. Die nun als Gitchak nakana beschriebene Schmerle zeigt typische Anpassungen an ein Leben im Untergrund: stark reduzierte Augen, fehlende Pigmentierung und eine blass-transparente Erscheinung. Solche sogenannten phreatobionten Fische gehören weltweit zu den seltensten und am wenigsten erforschten Wirbeltieren überhaupt. Weniger als ein Prozent aller bekannten Fischarten lebt dauerhaft unterirdisch und nur ein kleiner Teil davon in tiefen Grundwasserleitern. Die Entdeckung deutet darauf hin, dass sich im Untergrund Nordostindiens möglicherweise noch viele weitere unbekannte Arten verbergen könnten. Während wir die Oberfläche der Erde kartieren, Städte bauen und Satelliten ins All schicken, existieren gleichzeitig noch immer ganze Lebensräume, von denen wir kaum etwas wissen. Quelle: Britz et al. (2026), Science Reports https://doi.org/10.1038/s41598-026-40425-6 #senckenberg #biologie #indien #science #anysci #wissenschaftskommunikation #wissenschaft
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AnySci - Wissenschaft für Jedermann @anysci@mastodon.de · Jul 28, 2026
🌾Wenn das Immunsystem zur Falle wird Reis ist das wichtigste Grundnahrungsmittel für rund die Hälfte der Weltbevölkerung. Umso gravierender ist eine Pilzkrankheit namens Reisbrand, die jedes Jahr Erntemengen vernichtet, mit denen etwa 60 Millionen Menschen ernährt werden könnten. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben nun entschlüsselt, wie der Erreger die Abwehr der Reispflanze austrickst. Pflanzen besitzen zwar keine Antikörper wie wir Menschen, verfügen aber über ein erstaunlich wirksames Immunsystem. Wird eine Zelle angegriffen, kann sie sich kontrolliert selbst zerstören, um den Erreger mit in den Tod zu reißen und die Ausbreitung zu stoppen. Genau diesen Mechanismus nutzt der Reisbrandpilz aus. Er produziert einen Stoff namens Pyriculol, der dem pflanzlichen Signalstoff Salicylsäure ähnelt. Die Pflanze erhält dadurch gewissermaßen einen gefälschten Alarm. Sie aktiviert ihren Selbstzerstörungsmechanismus zu früh und schaltet gleichzeitig wichtige Abwehrreaktionen ab. Der Pilz profitiert dadurch doppelt. Zum einen findet er abgestorbenes Gewebe als Nahrungsquelle und zum anderen ist die Immunabwehr der Pflanze so geschwächt, dass sie dem Pilz im Grunde kaum noch was entgegensetzen kann. Besonders interessant ist jedoch eine weitere Beobachtung. Einige Reissorten reagieren deutlich gelassener auf das falsche Alarmsignal. Statt überzuschießen, halten sie ihre Abwehr unter Kontrolle und können dann auch den Pilz besser eindämmen. Genau hier sehen die Forschenden einen möglichen Ansatz für die Züchtung widerstandsfähigerer Reissorten. Quelle: Ma et al. (2026) https://doi.org/10.1093/jxb/erag061 (leider ist nur das Abstract frei verfügar) #KIT #ernahrung #landwirtschaft #biologie #wissenschaft #wissenschaftskommunikation #anysci
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AnySci - Wissenschaft für Jedermann @anysci@mastodon.de · Jul 29, 2026
Eine Besonderheit bei Fledermäusen Wenn Menschen oder andere Säugetiere über längere Zeit Höchstleistungen erbringen, greifen ihre Muskeln vor allem auf Kohlenhydrate als Energielieferanten zurück. Fett enthält zwar deutlich mehr Energie, kann bei hoher Belastung aber nur begrenzt und vergleichsweise langsam genutzt werden. Sind die Kohlenhydratspeicher erschöpft, folgt oft ein deutlicher Leistungseinbruch. Für ziehende Fledermäuse, die ja Säugetiere sind, wäre das ein Problem. Einige Arten legen während ihrer saisonalen Wanderungen mehrere tausend Kilometer zurück und verbringen dabei viele Stunden ununterbrochen in der Luft. Ein Forschungsteam des Leibniz-IZW und von Helmholtz München hat nun untersucht, wie Rauhautfledermäuse diese enorme Energieleistung bewältigen. Sie gehört zu den wenigen europäischen Fledermausarten mit ausgeprägtem Zugverhalten. Auf ihrem saisonalen Zug zwischen Nordosteuropa und den Winterquartieren in West- und Südeuropa kann sie mehr als 2.000 Kilometer zurücklegen. Die Forschenden analysierten Blutproben von Fledermäusen während und außerhalb der Zugzeit sowie von Tieren, die unter kontrollierten Bedingungen in einem Windkanal flogen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Tiere während der Reise in hohem Maße Fettsäuren zur Energiegewinnung nutzen. Im Blut fanden sich deutlich erhöhte Konzentrationen von Acylcarnitinen – Transportmolekülen, die Fettsäuren in die Mitochondrien bringen, wo sie verbrannt werden. Damit ähneln sie von ihrem Energiestoffwechsel eher Zugvögeln als anderen Säugetieren. Beide Gruppen haben sich, obwohl sie evolutionär weit außeinander liegen, mit vergleichbaren Mechanismen an dieselbe Herausforderung (Langstreckenflug) angpasst. Quelle: Walker et al. (2026), The FASEB Journal https://doi.org/10.1096/fj.202600860R #Fledermaus #helmholtz #wissenschaft #wissenschaftskommunikation #anysci #biologie
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Adrian Fellhauer @adrian_fellhauer@sueden.social · Jul 23, 2026
Ich bin heute einer frechen mehligen Königskerze begegnet. Natürlich konnte ich deren Anfeindungen nicht ohne Erwiderung auf mir sitzen lassen und habe es ihr daher in gleicher Münze heimgezahlt. #Biologie #Flora #Pflanzen
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Adrian Fellhauer @adrian_fellhauer@sueden.social · Jul 09, 2026
Obschon man mir mein Leben seit vielen Jahren auf perfide Weise zur Hölle macht, finde ich doch gelegentlich Zeit für gepflegte Naturbeobachtung. Hier in Friedrichstal zum Beispiel, etwas außerhalb, gibt es eine Königskerze, die den Namen dieser #Blume eindrucksvoll illustriert (man beachte, dass die Pflanze frei auf demselben Grund steht wie ich, was ich mangels eines Selfie-Stabes nicht habe in Szene setzen können): #Biologie #Pflanzen
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Eureka! Fakten @EurekaKreuzwort__dup_50138@mastodon.online · Feb 25, 2026
Nasenmuränen sind erstaunlich. Mehrmals im #Leben wechseln sie die #Farbe. Aber nicht nur das: auch das #Geschlecht verändert sich. Aus Männchen werden Weibchen. #Biologie #Natur https://www.geo.de/natur/tierwelt/nasenmuraene--rhinomuraena-quaesita_30063390-30164600.html
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