Dies ist ein Projekt von @manuelwolf zur kritischen und humorvollen Auseinandersetzung mit der Dresdner Lokalpresse.
Dies ist ein Projekt von @manuelwolf@dresden.network zur kritischen und humorvollen Auseinandersetzung mit der Dresdner Lokalpresse.
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Wer hat denn nun die #Landtagswahl in #BadenWuerttemberg gewonnen? Nun, wenn es nach dem überwiegenden Tenor der deutschen Medien geht, ist #Özdemir (#Grüne) der klare Gewinner und sein Gegenkandidat und voraussichtlicher Koalitionspartner #Hagel von der #CDU der klare Verlierer.
Eine krasse Verzerrung der Realität, wie ich finde. Schaue ich nur auf die Zahlen, haben die Grünen 2,4% im Vergleich zur letzten Wahl eingebüßt, während die CDU um 5,6% nach oben kletterten. Beide werden im neuen Landtag gleich viele - nämlich 56 - Sitze einnehmen.
Weil jedoch einer von beiden das Kopf-an-Kopf-Rennen um Haaresbreite gewonnen hat, den anderen als "klaren Verlierer" zu bezeichnen, erachte ich als unfaires #Framing.
Allerdings wird Framing, wenn man es nur oft genug wiederholt, selbst zu einer ganz neuen Wahrheit.
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Zum Bergfest eine kleine Prise Nationalism- äh, Demokratie:
Um das "Demokratiebewusstsein" zu fördern (is klar...), möchte die #CDU vor jeder #Schule in #Dresden die Deutschlandflagge hissen. Falls genügend Platz vorhanden, zusätzlich auch die EU-, Sachsen- und Dresden-Flagge.
Nun ja. Spannend finde ich die Schlagzeile von #Tag24: "CDU-Vorschlag sorgt für Streit"
Denn im Artikel wird kein Contra-Statement aufgeführt. Zugute halten muss ich dem Autor allerdings, dass er erwähnt, dass diese Art von Anträgen andernorts üblicherweise von der #AfD kommt.
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Heute mal kein Lokaljournalismus, sondern ein grundsätzliches Problem auf allen medialen Ebenen: Frauen in der Politik.
...also, nicht die Frauen sind das Problem. Ihre Darstellung - und darüber hinaus insbesondere ihre Wahrnehmung - ist es allerdings.
Ricarda Lang, ehemalige Bundesvorsitzende der Grünen und weiterhin Mitglied des Deutschen Bundestags, führt ein Interview mit dem @spiegel@mstdn.social.
Inhaltlich geht es (logisch!) um Politik, aber auch Ängste in der politischen Kommunikation, emotionale Belastung im Mandat und ums Abnehmen.
Denn glücklicherweise (besonders für den #Spiegel) hat Frau Lang in den letzten Monaten viel Gewicht verloren.
Boom! Wir haben einen Aufhänger!
Bäääm! Es gibt eine Schlagzeile!
Zack! Wir basteln Clickbait!
Tja. Auch 2026 hat das Aussehen von Politikerinnen noch immer einen unangenehm hohen Stellenwert in der medialen Darstellung. Männern in der Politik werden hingegen nur selten Fragen zu ihrem Äußeren oder ihrem Gewicht gestellt.
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Wie wäre es mit einer Dosis 'alter weißer Mann' zum Wochenausklang?
Dann empfehle ich die Kommentare von Dirk Birgel, Chefredakteur der #DNN, immerhin die zweitgrößte Zeitung in #Dresden. Hier ein Musterbeispiel:
Im Dezember schmetterte eine Mehrheit im #StaDDrat (#CDU, #AfD, #TeamZastrow, #FDP und #FreieBürger) zusammen mit dem Oberbürgermeister das Bürgerbegehren zum #ÖPNV ab.
Dirk Birgel freut sich dabei am meisten drüber, dass niemand über die nicht existente #Brandmauer schimpft und alle endlich die Normalität akzeptieren a.k.a. CDU und AfD drücken ihre Mehrheit fröhlich durch.
Und jetzt hört mal alle auf zu quengeln und quetscht euch in die Busse, die demnächst im 12-Minuten-Takt fahren, wenngleich sie schon im 10-Minuten-Takt überfüllt waren.
Halb so schlimm, sagt jedenfalls der Dirk. Dann muss es ja stimmen.
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Wo hört Journalismus auf und wo fängt Werbung an? Dieser "Artikel" im - und ich scherze nicht - KULTURteil der #DresdnerMorgenpost (#Tag24) gehört definitiv in die zweite Kategorie, wird aber nicht als solche ausgewiesen.
In #Dresden übrigens kein Einzelfall. Wer Kontakte zu den lokalen Medienhäusern hat, dessen Geschäft landet immer wieder mal in "Artikeln". Und der Inhaber der #Hofewiese, der Dresdner #StaDDrat Holger Zastrow, hat diese Kontakte.
Besonders traurig ist das Ganze, wenn man sich vor Augen führt, wie besonders die TATSÄCHLICH KULTURSCHAFFENDEN trotz kreativer und innovativer Ideen/ Programme/ Aktionen von den kommunalen Medien abgewiesen oder ignoriert werden.
Beispiel gefällig? Gestern traten die St. Pauli Kids mit ihrem selbst erdachten Theaterstück im Rathaus auf. Von den über 30 eingeladenen Journalist:innen kam nicht einmal eine Rückmeldung.
Und damit frohes neues Jahr...
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Heute rege ich mich auf.
Wie können es die #SPD und die #Grünen auch nur im Ansatz waaaaagen, mehr Bürgerbeteiligung bei der #KönigsbrückerStraße zu fordern, nachdem sie sich weggeduckt haben, als die Stadtverwaltung #Dresden trotz über 2.000 Unterschriften kein Bürgerforum durchführte und nachdem sie im #StaDDrat die @PVPkoopDD@dresden.network und insbesondere @mswdresden@dresden.network noch belächelt haben für seinen Traum von einem Königsbrücker Boulevard.
Und wieso zur Hölle ist der Autor nicht in der Lage, dich zu diesem Antrag eine Meinung von MSW einzuholen. Nennt mich parteiisch - was ich in aller Ehrlichkeit bin - aber wenn es in der Dresdner Kommunalpolitik einen Menschen gibt, den ich politisch mit der Köni verbinde, dann ist er das.
Wenn es um Parkplätze geht, wird schließlich auch immer der #Zastrow nach seiner "Expertenmeinung" befragt.
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Ich weiß, ich lobe selten. In diesem Artikel zum #Bürgerbegehren für den Erhalt des #ÖPNV in #Dresden findet man aber tatsächlich mal eine sehr ausgewogene Darstellung. 7 von 9 Fraktionen des #StaDDrat sowie die Position des Oberbürgermeisters werden hier aufgeführt. Zwischen den Zeilen lässt sich zwar erkennen, wie der Autor zum Thema steht, grundsätzlich bleibt der Stil jedoch sachlich.
Randnotiz: Wenn die #AfD Hilberts Manöver als "schlau" lobt, dann sollte man sich als Oberbürgermeister möglicherweise einmal hinterfragen...
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Schon von den 50 Unternehmer:innen gehört, die sich nun auch gegen die Pläne auf der Königsbrücker Straße stellen? Nein?
Kein Wunder, keines der Dresdner Medien hat über den Offenen Brief, welcher gestern Morgen veröffentlicht wurde, berichtet.
Jetzt kann man zur Königsbrücker stehen, wie man will. Ich persönlich bin in der Sache definitiv befangen.
ABER: Wenn 50 Geschäftsleute - dieser sogenannte Mittelstand - ihren Namen und den ihres Unternehmens öffentlich unter eine aktuelle politische Forderung setzen, dann sind das Nachrichten. So etwas passiert a) nicht alle Tage und verpasst b) der Debatte um das Thema einen neuen Aspekt.
In einer Stadt, in der sonst über alles geschrieben wird, was irgendjemand in den Äther rülpst, fällt das Ausbleiben jeglicher Artikel umso mehr auf.
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Lehrkräftemangel, Unterrichtsausfall, marode Schulgebäude, Diskriminierung, Exklusion, ...
Unser Bildungssystem hat viele Baustellen. Und "Baustellen" ist hier als Euphemismus zu verstehen.
Was es braucht, sind grundlegende Investitionen in die Bildungsinfrastruktur inklusive außerschulischer Angebote, eine Reform des Bildungssystems weg von Massenabfertigung und hin zu mehr individueller Förderung, eine Abschaffung des Förderschulsystems und stattdessen eine tatsächlich gelebte Inklusion.
...
...
Ach, das macht Aufwand und kostet Geld? Ja, nee, dann ...äh ...Handys! Genau!!! Lass mal über ein #Handyverbot diskutieren, die Presse wird's lieben und wir haben wieder mindestens ein paar Monate Ruhe. Geil.
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„Wenn man einen Sumpf trockenlegt, darf man nicht die Frösche fragen.“
So drückt Peter Krüger, #StaDDrat und ehemaliger Fraktionsvorsitzender der #CDU in #Dresden, seine Zustimmung zu den Personalabbaumaßnahmen der Stadtverwaltung aus.
Na gut, lieber Peter, bedienen wir uns dieses Bildes:
1. Sümpfe sind wichtig für die Natur und das Klima. Sie trockenzulegen schadet beidem.
2. Frösche sind wichtige Teile des Ökosystems. Fehlen sie, brechen Nahrungsketten zusammen. Darum stehen sie auch unter Artenschutz.
Was ich damit sagen will:
Mich überrascht nicht, dass Krüger den Stellenabbau so geil findet, er und große Teile seiner Partei sind nun einmal unsoziale Kapitalisten.
Ebenjene unsoziale Kapitalisten haben früher noch versucht, das zu verstecken, aber diese Allegorie ist nicht nur brutal, sondern eben auch sprachlich extrem dumm gewählt.
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"Unzerstörbar" und "vandalismussicher" klingen aus Sicht des Marketings hervorragend, allerdings ploppt in den Köpfen so mancher Halbwüchsiger brim Lesen vermutlich ein kleiner Barney auf und ruft "Challenge accepted!" 😉