Dame, die lange Hausfrau und Mutter war, und jetzt nach Scheidung verarmt und depressiv ist, erzählt mir ihre Version von Kommunismus:
"Kommunismus ist, wenn Leute, die nicht arbeiten wollen durchgefüttert werden."
Der Sozialismus in der DDR-Diktatur: Die Mütter gehen einfach weiter gewerblich arbeiten und der Staat sorgt dafür, dass das irgendwie möglich ist. Plus: Es galt das Credo, dass ALLE arbeiten müssen! Das hatte auch zur unbeabsichtigten Folge, dass Frauen wirtschaftlich unabhängig von ihren Partnern waren.
Ich find ja den Leuten hier wurde ziemlicher Mist erzählt. Sowohl von armutsromantisierenden oft autoritären "Linken" und (erz-)konservativen Rechten.
Hätte es kurz nach der Wende einen feministischen Austausch auf Augenhöhe gegeben, dann wäre sie jetzt nicht in dieser Situation.
Fällt mir schwer da Mitleid zu entwickeln. Man sollte aber Menschen, die durch kulturelle Prägung so benachteiligt sind nicht doppelt strafen.