#Arbeit #Work #Vollzeit #Arbeiterleben 1/2 Moin. Ich denke schon ne Weile darüber nach, dazu was aufzuschreiben, was mir durch den Kopf geht. Zu dem komplexen Punkt Vollzeitarbeit in einem klassischen Arbeiterbereich im unteren Lohnsegment. Und warum sich Leute, die so arbeiten, nicht anderweitig gesellschaftspolitisch engagieren. Ich habe lange Zeit mit Bafög studiert, bis Anfang diesen Jahres mein Bafög ausgelaufen ist. Das hieß für mich, ich brauchte eine Vollzeitstelle. Verschiedene Bewerbungen in meinem studierten Bereich geschrieben und nur Absagen erhalten. Dann wurde es eng und ich musste irgendwas finden. Die nahegelegene nordhessische Bäckereikette mit Café suchte eine Vollzeitkraft. Da arbeite ich nun seit Mitte April. 6-Tage-Woche, einen Tag frei. Schichtdienst mit Schichten ab 4 Uhr bis Mittags oder ab 10 bis 18:30. An dem einen Tag Frei erholt man sich von den körperlichen Schmerzen, 8 Stunden am Tag dauerhaft im Eiltempo durch den Laden zu wetzen, zwischen Kunden, Brötchen backen, Spülküche bedienen und mehr. Für diese Arbeit bekomme ich als Stundenlohn einen Euro über dem Mindestlohn. Und dann liest man nebenbei in der Pause oder nach der Arbeit zu Hause, was die Regierung mal wieder alles streichen will. Und man denkt sich: Eigtl müsste es massenhafte Proteste geben. ->