Verhalten von Teilnehmer*innen auf CSDs, Verfassungsschutzbericht
Hover or focus to reveal
Sensitive
So reisten Mitglieder dieser Gruppen,
wie auch andere Linksextremisten, zur
Teilnahme an Veranstaltungen zum
Christopher-Street-Day (CSD) nach
Ostdeutschland, um diese gegen Über-
griffe zu verteidigen. Dabei suchen sie
gezielt die körperliche Auseinander-
setzung mit dem politischen Gegner.
Angriffe auf als solche ausgemachte
Rechtsextremisten werden in der Folge
als „militanter Antifaschismus“ legiti-
miert.
In: Verfassungsschutzbericht 2025, S. 178
Ich... könnte nicht behaupten, dass der Verfassungsschutz damit komplett Unrecht hat. Ich bin mir gerade bei kleineren Veranstaltungen nicht ganz sicher, ob Teilnehmer*innen wegen des Prides und für die Community da sind, oder "nur" allgemein "gegen Rechts". Demosprüche wie "niemals vergeben, niemals vergessen, Nazis haben Namen und Adressen" können auch gut und gerne als Aufruf zur Gewalt und Selbstjustiz verstanden werden. Auch rechte "Beobachter" oder nervige Passanten mittels körperlichem Bedrängen vom Filmen abzuhalten, verstärkt diesen Eindruck durchaus. Angriffe auf Polizisten direkt konnte ich glücklicherweise nicht beobachten.
Dass die Polizei gerade letztes Jahr nicht unbedingt immer einen guten Schutz des CSDs gewährleistet hat, gehört allerdings auch dazu (Entsendung von Spezialeinheiten, die dann Journalisten angreifen; fehlender Schutz von An- und Abreise). Das am besten funktionierende Mittel gegen Radikalisierung ist eben eine funktionierende staatliche Struktur. Das Fehlen einer Solchen darf nur trotzdem nicht dazu führen, dass wir zu Gewalt und Extremismus greifen.