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Guido

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Guido @guido3@infosec.exchange · Aug 07, 2026
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Replying to @masek@infosec.exchange
@masek@infosec.exchange Ich habe den Eindruck, dass die ganzen Desinformationskampagnen der Fossilen immer noch verfangen. Bild oder X haben eben mehr Reichweite als TAZ oder Mastodon.
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Guido @guido3@infosec.exchange · Aug 07, 2026
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Replying to @masek@infosec.exchange
@masek@infosec.exchange Auch das Argument, dass Elektroautos nur eine Lösung für Gutsituierte sind, greift kaum noch. Einen Leapmotor T03 kann man selbst unter Einbeziehung der Überführungskosten dank E-Auto-Förderung effektiv ohne Anzahlung für 46 bzw. 92 Euro/Monat leasen (bei 6000 bzw. 4500 Euro Förderung, 36 Monate, 10.000 km p.a.). Selbst, wenn man nur öffentlich Laden kann, spart das gegenüber einem 16 Jahre alten, schrottigen Verbrenner-Kleinwagen für 1.500 Euro über 3 Jahre mindestens 4.000 Euro an Kosten (Energiekosten, HU/AU, Ölwechsel, THG-Quote, Kfz-Steuer)
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Guido @guido3@infosec.exchange · Aug 06, 2026
Guido
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Replying to @Tamtam@mastodon.de
@Tamtam@mastodon.de @Rako_Lohgar@social.tchncs.de Starte halt bei den üblichen Verdächtigen (leasingmarkt.de, carwow.de, ...) für einen Überblick. Jedes aktuelle Auto (egal ob E oder reiner Verbrenner) ist online. Seit 2018 hat jedes neue Auto verpflichtend ein Mobilfunkmodul und eine eSIM für eCall. Und wenn man das ohnehin einbauen muss, wird das auch gern für Telemetriedaten genutzt. Typischerweise kann man im Infotainment konfigurieren, was das Auto an die Hersteller-Cloud senden darf.
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Guido @guido3@infosec.exchange · Aug 06, 2026
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Replying to @Tamtam@mastodon.de
@Tamtam@mastodon.de @Rako_Lohgar@social.tchncs.de Kupplung, Bremsen sind Verschleißteile, Die Steuerkette will meist bei 150.000-200.000 km gewechselt werden. Gerade, wenn man viel Kurzstrecke fährt, gammeln Auspuffteile von innen durch. Von daher mag das im Einzelfall gutgehen aber insgesamt ist es unrealistisch, ein 15 Jahre altes Auto noch 5 Jahre ohne jede Reparatur zu fahren. Ich weiß nicht, für wie viel A-Auto-Prämie Du Dich qualifizierst. Wenn Du die vollen 6.000 Euro abgreifen kannst, bekommst Du den Leapmotor T03 bei 10.000 km/p.a. aktuell für 28,67 Euro/Monat. Bei 4.500 Euro für 70,33 Euro. Falls es kein Chinese sein soll, bekommst Du einen Fiat Grande Panda für 102 Euro/Monat, einen Renault Twingo für 138 Euro/monat (jeweils mit 10.000 km p.a. und 4.500 Euro E-Autoförderung). Bei 6.000 Euro wird es rund 40 Euro biller. Mit 15.000 km ca. 20 Euro teurer.
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guido3
Guido @guido3@infosec.exchange · Aug 06, 2026
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Replying to @Tamtam@mastodon.de
@Tamtam@mastodon.de @Rako_Lohgar@social.tchncs.de Rechnen wir mal. Der typische Autofahrer in D fährt 14.000 km p.a. Energiekosten: alter Verbrenner (7 Liter/100 km a 2,10 Euro/l) 2.060 Euro neues E-Auto (17 kWh/100 km a 0,35 Euro/kWh) 830 Euro. Kfz-Steuer: alter Verbrenner: ca. 150 Euro neues E-Auto: 0 Euro HU/AU (0,5 pro Jahr) alter Verbrenner: 80 Euro neues E-Auto: 0 Euro THG-Quote alter Verbrenner: 0 Euro neues E-Auto: -300 Euro Ölwechsel/Luftfilter (0,5 pro Jahr) alter Verbrenner: 80 Euro neues E-Auto: 0 Euro Summe Unterhaltskosten pro Jahr: alter Verbrenner: 2.450 Euro neues E-Auto: 530 Euro Gesamtkosten über 3 Jahre alter Verbrenner: 8.850 Euro (1500 + 3 x 2450) neues E-Auto: 6.270 Euro (36 x 130 + 3 x 530) Ooops, der ach so billige alte Verbrenner ist 2.500 Euro teurer. Und dann haben wir noch nicht berücksichtigt, dass Du für 1.500 Euro nur einen absoluten Schrotthaufen bekommst, der über die 3 Jahre natürlich zwingend Reparaturkosten triggert. Mindestens einen neuen Satz Bremsen, weil die beim Verbrenner anders als beim E-Auto stark verschleißen. Zu den Energiekosten bei E-Autos: Auch wenn du nicht zu Hause Laden kannst, kannst du bei Lidl und Co. für 29 Cent/kWh laden. Wenn Du wirklich viel Autobahn fährst, kannst Du ein Abo abschließen und zahlst dann bei EnBW aktuell zum Beispiel 34 Cent/kWh (auch an der Autobahn). Das Abo kannst Du auch nur für einen Monat abschließen, wenn Du z.B. im Sommer mal 2.000 km Autobahnladen für den Urlaub brauchst. Dann liegst Du inkl. Abokosten (12 Euro/Monat) bei effektiv 0,37 Cent/kWh und das ist immer noch nicht mal halb so teuer wie Fahren mit Benzin und Diesel. Wenn Du im Alltag zu Hause, in der Firma oder bei Nachbarn günstiger laden kannst, sieht die Rechnung für das E-Auto noch viel positiver aus.
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Guido @guido3@infosec.exchange · Aug 04, 2026
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Replying to @isotopp@infosec.exchange
@isotopp@infosec.exchange Wir haben hier auch eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmetauscher. Vor dem Lüftungsgerät hängt ein Erdwärmetauscher (ca. 45m Kabelschutzrohr mit 20cm Durchmesser etwa 1-1,5m tief mäanderförmig vor dem Haus verbuddelt). Das bringt die Außenluft von aktuell 30° auf 20°C Grad runter (gemessen hinter Lüftungsgerät, Wärmetauscher per Bypass raus). Da Luft eine sehr niedrige spezifische Wärmekapazität hat, ist der resultierende Kühleffekt aber überschaubar. Bei geschätzt 200 m³ Luftaustausch pro Stunde entspricht das etwa 680 W Kühlleistung. Abzüglich zusammen 70 W Stromverbrauch für die beiden Lüftermotoren (werden via Shelly-Dimmer von Homeassistant gesteuert), bleiben netto etwa 600 W betrübskostenfreie Kühlleistung durch den Erdwärmetauscher. Bei noch höheren Außentemperaturen ist es etwas mehr.
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Guido @guido3@infosec.exchange · Jul 29, 2026
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Replying to @masek@infosec.exchange
@masek@infosec.exchange Mit historischen Satfotos kann man die Bauphase nachvollziehen (jeweils eines aus 2013, 2014, 2015, 2016)
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guido3
Guido @guido3@infosec.exchange · Jul 29, 2026
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Replying to @gallilepus@mastodon.online
@gallilepus@mastodon.online In anderen Städten gibt es auch elektronische Anzeigen an allen Haltestellen. Viele ältere Menschen und auch viele Kinder nutzen Busse. In beiden Gruppen haben viele noch kein Smartphone. Deshalb sind elektronische Anzeigen gegenüber App/Website der besser funktionierende Ansatz, die Kunden zu informieren. App/Website wären wiederum besser als nichts. Und hier in der Fläche gibt es kein Tracking, keine Information.
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Guido @guido3@infosec.exchange · Jul 28, 2026
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Replying to @masek@infosec.exchange
@masek@infosec.exchange Und immer noch keine elektronischen Anzeigen? Hier in der Fläche (Kreis Steinburg) ist der Busverkehr zeitweise recht unzuverlässig. Der Bus fährt nur alle 1 oder 2 Stunden und wenn er 5-10 Minuten nach der Fahrplanzeit nicht da ist, weiß man nie, ob er noch stark verspätet oder gar nicht mehr kommt. Keine elektronische Anzeige, keine App, kein nah.sh kann eine Status-Auskunft geben. Man fährt nicht Bus, weil der Infoschilder in RAL-Blau 2702020 hat. Man fährt Bus, weil das System ÖPNV funktioniert. Für 1,8 Mio. hätte man auch ein mobilfunkfähiges Trackinggerät für jeden ÖPNV-Bus in SH kaufen können.
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Guido @guido3@infosec.exchange · Jul 25, 2026
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Replying to @captainfutura@mastodon.social
@captainfutura@mastodon.social Der Ölpreis ist aktuell nicht mehr die entscheidende Metrik. Die Situation ist finsterer, als der Ölpreis es aktuell ausdrückt. Kein Endnutzer verbraucht Rohöl. Es werden Benzin, Diesel, Heizöl, etc. verbraucht. Dazu gibt es gibt eine Reihe von "Crack Spread" Indices, die beschreiben, wie viel teurer das Barrel Benzin, Diesel, Heizöl als das Barrel Rohöl ist. Vor dem Irankrieg lag der Aufschlag bei 25 USD/bbl. Jetzt liegt er bei 65-70 USD/bbl. Die Preise, die jetzt an Tankstellen bezahlt werden, entsprechen im Durchschnitt bereits einem Ölpreis-Niveau von ca. 140 USD/bbl, denn es fehlt Raffineriekapazität (Bei Benzin wneiger, bei Diesel mehr). Aus den Raffinerien am Persischen Golf kommt nichts mehr raus, von wo aus auch viel Diesel exportiert wurde. Dass die Ukraine erfolgreich Putins Raffinerien attackiert, verschärft die Situation. Rohöl, dass man mangels Kapazitäten ohnehin nicht verarbeiten kann, muss man aktuell auch nicht teuer einkaufen, was Druck vom Rohölpreis nimmt. Aber ja, die Fossilfetischisten und strategischen Vollversager Trump und Putin tun derzeit viel für die globale Energiewende. In meiner Straße haben sich seit Februar 4 von 8 bisher fossil heizenden Hausbesitzern, gerade eine Wärmepumpe einbauen lassen. (Ich habe seit 23 Jahren eine). 3 der 4 haben noch vor 2 Jahren vehement gegen Wärmepumpen argumentiert.
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Guido @guido3@infosec.exchange · Jul 21, 2026
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Replying to @guy_bockamp@mastodon.social
@guy_bockamp@mastodon.social Aber primär beim Öl. Weil es da faktisch keine Limits beim Transport gibt. Öl kann man einfach auf einen Tanker verladen und weltweit verkaufen. Warum sollte ein US-Produzent in den USA für 60 USD/bbl verkaufen, wenn er anderswo auf der Welt 85 USD/bbl bekommt. Also geht der Preis da auch hoch. Bei Gas ist es anders. Das muss man erst in LNG umwandeln, um es weltweit verkaufen zu können. Die Kapazitäten dafür sind limitiert. Selbst wenn US-Produzenten wollen, können sie Gas nicht beliebig exportieren. Deshalb liegt der Gaspreis in den USA drastisch niedriger als bei uns. Henry Hub 0,86 Eurocent/kWh vs. ICE (Amsterdam) 5,8 Eurocent/kWh. Gas ist bei uns also fast 7 mal so teuer.
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Guido @guido3@infosec.exchange · Jul 16, 2026
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Replying to @Cinux@social.anoxinon.de
@Cinux@social.anoxinon.de Du. Du hast explizit geschrieben, dass Du lieber spendest, statt Steuern zu bezahlen. "Lieber" ist kein Synonym für UND. Wir müssen Überreiche mehr besteuern und können uns nicht von willkürlichen Spenden abhängig machen.
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Guido @guido3@infosec.exchange · Jul 16, 2026
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Replying to @Cinux@social.anoxinon.de
@Cinux@social.anoxinon.de @Evo2Me@toot.community @isotopp@infosec.exchange @der_haken@mastodon.social @filid@norden.social @dyfustic@muenchen.social Spenden können kein Ersatz für Steuern sein. Dann entscheiden Überreiche, die nicht im Geringsten demokratisch legitimiert, was in einem Land gefördert werden soll, was gesellschaftlich wichtig ist und was nicht. Spenden als Ersatz für Steuern zu sehen, bedeutet Demokratie abzulehnen. Davon abgesehen leiden fast alle Überreichen (im Sinne von" erfolgreiche Unternehmer") an dem unbewussten aber fatalen Fehlschluss, ihre betriebswirtschaftlichen Erfolgsformeln wären auch die richtige Medizin für die Volkswirtschaft.
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Guido @guido3@infosec.exchange · Jul 16, 2026
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Replying to @isotopp@infosec.exchange
@isotopp@infosec.exchange Und das Szenario basiert auf einem CO2-Preis von maximal 150 Euro/Tonne. Es gibt auch renommierte Experten, die 200 Euro/Tonne erwarten. Dann lägen wir bei 50 Mrd.
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guido3
Guido @guido3@infosec.exchange · Jul 09, 2026
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Replying to @elottermann@kirche.social
@elottermann@kirche.social Die Verteilnetze gehören zweifellos zur kritischen Infrastruktur. Und es gibt an jedem Ort immer nur einen Verteilnetzbetreiber, der ein 100-prozentiges Monopol hat. Ein privatwirtschaftliches 100%-Monopol ist die schlimmstmögliche Marktform, die es unbedingt zu vermeiden gilt. Die Konsequenz aus den beiden Punkten ist für mich, dass der Staat die Verteilnetze betreiben sollte. Mit einem einheitlichen staatlichen Netzbetreiber müssten nicht 30% Eigenkapitalrendite rausgepresst werden. Es gäbe einheitliche Standards.
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guido3
Guido @guido3@infosec.exchange · Jul 08, 2026
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Replying to @elottermann@kirche.social
@elottermann@kirche.social Ja, kleinere VNB bestehen teils aus 10 Mitarbeitern. Die haben kein Digitalisierungs-Knowhow. Aber die haben alle ein reinrassiges Monopol, eine Lizenz zum Gelddrucken (meist 20-30% Eigenkapitalrendite). Niemand kann denen was. Die Strafen, die die reingedrückt bekommen, jucken die nicht. Die 4 ÜNB haben bislang 51 GW an Netzanschlusszusagen für Großspeicher erteilt. Das reicht. Die 860 VNB haben in Summe Zusagen für 26 GW erteilt. Das ist viel zu wenig.
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guido3
Guido @guido3@infosec.exchange · Jul 08, 2026
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Replying to @elottermann@kirche.social
@elottermann@kirche.social Ja, extrem teurer Netzausbau. Beispiel: Die ÜNB sollen jetzt 45 Mrd. investieren. Die Bundesregierung erwartet, dass die jährliche Stromrechnung für private Haushalte dadurch um ca. 42 Euro (brutto) ansteigt. Siehe Gesetzentwurf https://dserver.bundestag.de/btd/21/061/2106128.pdf Insgesamt stehen nach bisherigen Planungen aber Investitionen von 700 Mrd. bei VNB und ÜNB an. Das bedeutet bei obigem Verhältnis, dass die Stromkosten pro Haushalt um 650 Euro steigen, was einer Erhöhung des kWh-Preises um 18 Cent/kWh entspricht. Selbst wenn der Stromverbrauch von 500 auf 1000 TWh steigt, wären es noch 9 Cent/kWh zusätzlich für Netzausbau. Mit Digitalisierung, Batterien und Flexibilisierung lässt sich der nötige Netzausbau wahrscheinlich auf etwa 300 Mrd. begrenzen. Aber wir bekommen Digitalisierung, Batterien und Flexibilisierung eben nicht hin. Und das ist ja nicht der einzige Treiber für den Strompreis. U.a. neue Gaskraftwerke werden auch für 2-4 Cent/kWh Kostenanstieg sorgen.
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Guido @guido3@infosec.exchange · Jul 08, 2026
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Replying to @elottermann@kirche.social
@elottermann@kirche.social Ja, wir brauchen Flexibilisierung von Lasten um den extrem teuren Netzausbau zu begrenzen. Dummerweise haben viele VNB da kein Interesse dran und sabotieren alles, was Flexibilisierung ermöglicht. Man muss sich bei vielen VNB nur mal anschauen, wie die zeitvariabalen Netzentgelte ausgestaltet sind. Das ist teils reine Abwehrbepreisung. Mal abgesehen davon, dass viele VNB das immer noch nicht abrechnen können und das viele VNB als grundzuständige Messstellenbetreiber immer noch nicht die nötigen Smartmeter ausgerollt bekommen. Und leider haben genau diese VNB großen Einfluss auf den AgNes-Prozess.
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Guido @guido3@infosec.exchange · Jul 08, 2026
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@elottermann@kirche.social @daszeiserl@fnordon.de @energy_charts_d@wisskomm.social Für Gewerbe und Industrie haben Stromanschlüsse mit Leistungsmessung und die Stromkosten hängen stark von der abgerufenen Maximalleistung ab. Speicher sind da ein häufig rentabler Weg, um die teuren Lastspitzen beim Netzbezug wegzubügeln.
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Guido @guido3@infosec.exchange · Jul 08, 2026
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@daszeiserl@fnordon.de @energy_charts_d@wisskomm.social Die Heimspeicher sind individuell sehr sinnvoll, verhalten sich üblicherweise aber wenig netzdienlich (siehe u.a. Untersuchungen der htw Berlin) und bringen deshalb für die Energiewende nicht viel. Da zählen vor allem die Großspeicher und 6,2 GWh Stromspeicher bedeuten, dass wir damit den deutschen Strombedarf für 5 Minuten decken können.
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Guido @guido3@infosec.exchange · Jun 30, 2026
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Replying to @energy_charts_d@wisskomm.social
@energy_charts_d@wisskomm.social Insbesondere das Abschneiden von Kroatien, Frankreich und Italien ist angesichts des dortigen Strahlungsangebotes katastrophal. Die haben mit gleicher installierter Leistung um die 50 % mehr PV-Ertrag als wir in Deutschland und entsprechend niedrigere Kosten. Im Winter bricht der PV-Ertrag da gegenüber dem Sommer nur um ca. 50 % ein (während bei uns ca. 85 % wegfallen), wodurch ganzjährige Versorgung primär per PV in Verbindung mit Batterien eine realistische Option wird. Gerade Italien, dass stark auf Gasverstromung setzt, zahlt dafür - im originären Wortsinn - einen hohen Preis. Der durchschnittliche Börsenstrompreis lag da 2025 bei 11,59 Cent/kWh. Knapp 50 % teurer als in Deutschland (7,8 Cent/kWh)
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Guido @guido3@infosec.exchange · May 17, 2026
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Replying to @chrisstoecker@mastodon.social
@chrisstoecker@mastodon.social Leider versagen auch Journalisten immer wieder dabei, zu entlarven, was diese Frau macht (Sie nicht). Im Interview mit der Zeit (s.u.) durfte Reiche gerade so tun, als wenn es keinen Interessenkonflikt zwischen dem gäbe, was sie bislang für Westnetz/e.on getan hat und jetzt als Wirtschaftsministerin tut, weil Westnetz betreibt ja gar keine Gaskraftwerke. Und die Journalisten der Zeit lassen es so stehen, ohne zu widersprechen, ohne nachzuhaken. Entsprechend entsteht durch Auslassung der Eindruck, dass Reiche "sauber" sei und die Vorwürfe unbegründet sind. Ja, Westnetz betreibt keine Gaskraftwerke, aber Westnetz ist der nach Gasnetzentgelten größte Gasverteilnetzbetreiber in Deutschland. Westnetz ist an zig Stadtwerken beteiligt, die Gaskraftwerke und BHKW mit Gas betreiben und Westnetz gehört zu 100% e.on, die ebenfalls kräftig in Gasinfrastruktur investiert ist. Natürlich schreien einen die Interessenkonflikte da nur so an. Neue Gasheizungen und neue Gaskraftwerke sorgen dafür, dass mit der Gasinfrastruktur von Westnetz/e.on auf Jahrzehnte weiter Geld verdient werden kann.
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Guido @guido3@infosec.exchange · May 13, 2026
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Replying to @OliverCzulo@spd.social
@OliverCzulo@spd.social @elottermann@kirche.social @chrisstoecker@mastodon.social Laut repräsentativen Umfragen will eine Bevölkerungsmehrheit, dass mehr zur Bekämpfung des Klimawandels getan wird. Die SPD trägt hier das Gegenteil mit und Sie verkaufen dass als "demokratische Willensbildung". Ich könnte einiges noch verstehen, wenn Öl und Gas gerade sehr billig wären. Aber wir erleben gerade zum zweiten Mal binnen 4 Jahren eine schwere Wirtschaftskrise, die ausschließlich aufgrund unserer Abhängigkeit von fossiler Energie eintritt. Wie viele Wirtschaftskrisen aufgrund fataler Abhängigkeit von fossiler Energie aus unzuverlässigen bis feindlich gesinnten Lieferländern wollen wir denn noch in diesem Land? Jeder dieser Krisen kostet uns 2- bis 3-stellige Milliardenbeträge, macht dieses Land und seine Bürger ärmer. Und in genau dieser Situation trägt die SPD es mit, wenn Reiche die Abhängigkeit von fossiler Energie einmal mehr verlängern will. Und ja, der Unterschied zwischen Wahlen und Umfragen ist mir bekannt und ebenso, dass es in einer Koalition Kompromisse geben muss. Aber natürlich muss es auch Grenzen geben, was eine SPD mitverantworten will. Wie Chris Stöcker gehe ich davon aus, dass das Bundesverfassungsgericht das kippt. Die SPD, die das mitgetragen hat, steht dann einmal mehr als inkompetent bis korrupt da, als eine politische Partei, auf die niemand setzen sollte, der eine gute Zukunft für dieses Land will.
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Guido @guido3@infosec.exchange · May 06, 2026
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@isotopp That's why Springer bought The Telegraph. A perfect addition to their disinformation media pool.
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Guido @guido3@infosec.exchange · May 06, 2026
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Replying to @heavymetal@chaos.social
@heavymetal Deswegen sorgt Reiche jetzt dafür, dass wieder Gasheizungen und Gaskraftwerke zugebaut werden. Bei der aktuellen Zubaurate an Wärmepumpen bräuchten wir rechnerisch auch bis etwa 2090, bis wir die Umstellung mal abgeschlossen haben.
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Guido @guido3@infosec.exchange · May 06, 2026
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Replying to @chrisstoecker@mastodon.social
@chrisstoecker Wir werden die Schwellwerte nicht erreichen, weil die Investitionen in "grünes Öl" und "grünes Gas" (Spahn) nicht stattfinden. Wenn in 3 Jahren 10% davon beigemischt werden müssten, dann wird man sagen «Leider sind diese Mengen am Markt nicht erhältlich. Aber die armen Menschen können ja nun nicht in kalten Wohnungen ohne Warmwasser sitzen. Also müssen die Heizungen "leider" weiter mit fossilem Gas und fossilem Öl betrieben werden» Und genau so ist es beabsichtigt. Es ist das gleiche Spiel wie beim Thema E-Fuels. Die Verbrenner-Lobby betont andauernd, dass Verbrenner mit E-Fuels ja genauso klimaneutral fahren, wie BEV und deshalb müssen Verbrenner weiter erlaubt sein. Nur dass es die E-Fuels nicht gibt und in absehbarer Zeit nicht geben wird und kann, weil niemand von den Verbrenner-Propagandisten in Kapazitäten zur Herstellung von E-Fuels investiert. Letztlich wird uns immer nur eine grüne Möhre vor die Nase gehalten, um das lukrative Geschäft mit fossilen Energieträgern und Verbrennertechnologien zu verlängern: "Bald, ganz bald haben wir ganz tolle grüne Brennstoffe und dann ist Zeug verbrennen auch ganz supi." Nope. Die Technologien für E-Fuels und grünen Wasserstoff sind längst da. Aus verschiedenen Gründen wird aber nicht in diese Technologien investiert. Für den Straßenverkehr ist natürlich batterieelektrisches Fahren sinnvoller als E-Fuels und beim Heizen ist die Wärmepumpe sinnvoller. Aber um zum Beispiel die Klimawirkung der Luftfahrt zu entschärfen, bräuchten wir schnellstmöglich große Mengen E-Fuels. Das hat leider die EU torpediert. Die EU-Vorgaben für die SAF-Beimischung in der Luftfahrt sind bizarr unambitioniert.
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Guido @guido3@infosec.exchange · May 03, 2026
Guido
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Replying to @TwraSun@mastodon.social

@TwraSun @Perowinger94

Der Import fossiler Energie kostet je nach Marktpreisen 70-80 Mrd. pro Jahr. Über 20 Jahre in Summe ca. 1.500 Mrd.

Der vorläufige Endausbau der Erneuerbaren gemäß §4 EEG bis 2040 kostet in etwa:

  • 150 Mrd. für weitere 290 GW PV (500 Euro/kW)

  • 120 Mrd. für weitere 90 GW Onshore-Wind (1300 Euro/kW)

  • 105 Mrd. für weitere 30 GW Offshore-Wind (3500 Euro/kW) = 375 Mrd. Zwischensumme

  • 200 Mrd. für 2000 GWh Batteriekapazität (100 Euro/kWh*)

  • 400 Mrd. Netzausbau = 975 Mrd.

Aber klar: Die Energiewende ist zu teuer. Nur fossile Energieträger sichern eine günstige Energieversorgung 🤡

  • Großspeicher kosten heute in D knapp 200 Euro/kWh (Systemkosten). China liegt schon heute je nach Projekt bei 50-100 Euro/kWh und auch für Europa ist die Prognose, dass die Systemkosten bis 2045 auf 35-50 Euro kWh sinken, deshalb gehe ich im Mittel von Kosten von 100 Euro/kWh Batteriekapazität aus.
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Guido @guido3@infosec.exchange · May 02, 2026
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Replying to @Ruhrnalist@mastodon.social
@Ruhrnalist Die teils bejubelten extrem negativen Strompreise aktuell zeigen eigentlich nur an, wie die Energiewende entgleist. Das Fehlen von Großspeichern macht weiteren PV-Zubau, den wir eigentlich dringend brauchen, aktuell sinnlos. Das, was wir bisher an Batteriespeicherkapazität in Deutschland haben, sind überwiegend private Heimspeicher. Die verhalten sich erwiesenermaßen (HTW Berlin etc.) wenig bis gar nicht netzdienlich und sind effektiv auch nicht durch Netzbetreiber steuerbar. Wenn wir auf die genehmigten Großspeicherprojekte im Übertragungsnetz schauen (51 GW Batterieleistung), dann ist das OK. Aber uns fehlen die Großspeicher im Verteilnetz. Die Verteilnetzbetreiber lehnen alles ab und werden darin von Reiche, die vom größten Verteilnetzbetreiber kommt (Westnetz/e.on) bestärkt. Wir haben in Deutschland 110 GW PV-Kapazität und 69 GW Onshore-Wind am Netz. Wenn man die privaten Dach-PV-Anlagen abzieht, dann existieren ca. 120 GW Netzanschlüsse für Freiflächen-PV-Anlagen und Windparks auf dem Land. Wenn wir die mit Batterien überbauen würden, müssten wir rechnerisch bis 2045 keinen einzigen Netzanschluss für Batterien teuer neu bauen. Aber die Verteilnetzbetreiber lehnen alles ab. Daneben sabotieren viele Verteilnetzbetreiber auch die Digitalisierung des Netzes (Smartmeter, Trafostationen, ...) und sinnvolle Instrumente zur Verschiebung von Lasten wie zeitvariable Netzentgelte. Alles, was wir an Pufferkapazität und Flexibilisierung von Lasten nicht umsetzen, erzwingt am Ende zusätzlichen, sauteuren Netzausbau.
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guido3
Guido @guido3@infosec.exchange · Apr 29, 2026
Guido
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Replying to @mjsberna@infosec.exchange
@mjsberna @VQuaschning Exakt das dürfte der viel zu wenig thematisierte Grund sein, warum Reiche so auf Gas steht. Gas ist ihr eigentlich egal, aber Gas ist der Hebel, um den großen Energiekonzernen auf Jahrzehnte die Gewinne zu sichern Eine Freiflächen-PV-Anlage mit 20 MW kostet 10 Mio. Ein Windpark mit 20 MW kostet 25 Mio. Ein Speicher mit 50 MWh kostet 10 Mio. Das sind Projekte, für die kleine Firmen mit 10 Mitarbeitern und Bürgerinitiativen eine Finanzierung aufgestellt bekommen. Ein Gas-Kraftwerk mit 1 GW kostet 1 Mrd. Da sind die ganzen kleinen Firmen und Bürgerinitiativen raus. Da kommen RWE, EnBW, Vattenfall und Co. zum Zug. Daneben liegt das Gasnetz fest in Händen von e.on und Co.
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Guido @guido3@infosec.exchange · Apr 17, 2026
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Replying to @EinsTux@chaos.social
@EinsTux Das Ackerflächen-Argument war schon immer Nonsens. Wir ver(sch)wenden in D 1,37 Mio. ha für den Anbau von Energiepflanzen. PV generiert auf derselben Ackerfläche ca. 30 mal mehr Energie. Wenn wir nur 15% der heute für den Anbau von Energiepflanzen genutzten Ackerfläche mit PV bestücken, würden wir das EEG-Endausbauziel mit 400 GW installierter PV-Leistung für 2040 erreichen - ohne noch eine einzige Dachflächen-PV-Anlage zu errichten. Und mit Agri-PV bleibt die Fläche dann sogar noch landwirtschaftlich nutzbar.
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guido3
Guido @guido3@infosec.exchange · Mar 29, 2026
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Replying to @343max@mastodon.social
@343max@mastodon.social @c_th1@digitalcourage.social @chrisstoecker@mastodon.social Ich würde sagen, weil ein Großteil erfolgreich manipuliert wurde. Am besten kann man das in den USA sehen, aber wir sind in Europa auf einem ähnlichen Kurs. Wir haben historisch nie dagewesene Vermögensanhäufungen zugelassen. Ein Teil dieser Vermögen wird genutzt, um Medien und Plattformen zu kaufen oder neu zubauen (Twitter, CBS, CNN, truth.social, Nius, ...). Diese Medien und Plattformen werden dann zur Meinungsmanipulation genutzt. Damit bekommen die Superreichen eine Politik, die sie noch reicher macht, womit sie noch mehr Medien und Plattformen kaufen/bauen können. Endlosschleife. Immer mehr Medien und Plattformen wandern so in den Werkzeugkasten der Fossilen, der Demokratiefeinde, der Faschisten. Bild hat mehr Reichweite als Taz oder Klimareporter. X ist viel wirkmächtiger als Mastodon. Wir haben hier eine kuschelige Ecke auf Mastodon, kämpfen aber nicht mit den gleichen Waffen. Die haben Propaganda-Raketen, wir Pfeil und Bogen. Deswegen wirkt die Desinformation bei so vielen. Strom ist nicht teuer, weil die Verteilnetzbetreiber effektiv eine kostengünstige Energiewende sabotieren, sondern weil Habeck.
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Guido @guido3@infosec.exchange · Mar 29, 2026
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Replying to @chrisstoecker@mastodon.social
@chrisstoecker@mastodon.social Ich erlaube mir eine kleine Korrektur, weil das wieder und wieder falsch dargestellt wird. "Auf die Strompreise wirkt sich das allerdings sehr unterschiedlich aus, das liegt am Prinzip »Merit Order«: Das Kraftwerk, das in einem Moment den teuersten Strom bereitstellt, der im Netz noch gebraucht wird, bestimmt den Preis." Das liegt null am Merit-Order-Prinzip. Die Merit Order bestimmt lediglich in welcher Reihenfolge die Stromerzeuger bezuschlagt werden (ansteigend nach Preis, bis der Bedarf gedeckt ist). Das dann alle den Preis des zuletzt bezugschlagten, teuersten Erzeugers bekommen, liegt am Uniform Pricing (aka Pay-as-clear aka Markträumungspreis) und nicht am Merit-Order-Prinzip. Merit Order ist technisch auch problemlos mit Pay-as-bid umsetzbar. Jeder bekäme den Preis, zu dem er angeboten hat. Ob das unter dem Strich günstiger käme, da sind sich auch Experten uneins.
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Guido @guido3@infosec.exchange · Mar 14, 2026
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Replying to @jensscholz@mastodon.social
@jensscholz Das ist genau der Punkt, der bisher zu wenig adressiert wird. Wir haben historisch nie dagewesene Vermögensanhäufungen zugelassen. Die Öl- und Gasbranche macht jedes Jahr über 1.000 Mrd. Gewinn. Dazu kommen die monströsen Gewinne der Tech-Branche. Diese Vermögen werden genutzt, um sich Medien und Plattformen zu kaufen (CBS, CNN, WaPo, Twitter, ..) oder selbst neue Medien und Plattformen zu bauen (truth.social, Nius, OAZ ..). Ein Medium und eine Plattform nach der anderen wandern in den Werkzeugkasten der Fossilen, der Demokratiefeinde, der Faschisten. Und diese Medien und Plattformen werden dann zur Desinformation und Meinungsmanipulation genutzt und das höchst erfolgreich. Umso erfolgreicher, je geringer der Bildungsstand der breiten Masse ist. Dadurch bekommen die Superreichen eine Politik, die sie noch reicher macht, wodurch sie noch mehr Medien und Plattformen kaufen können. Endlosschleife. Wir haben bislang keine Gegenmittel, keine gleich wirksamen Werkzeuge. Bild ist reichweitenstärker als Taz oder Klimareporter. X ist wirkmächtiger als Mastodon. usw. Das dümmliche Agieren des Egomanen Trump am Persischen Golf beschert denen jetzt aber eine harte Zeit, in der sie sich schwer tun, die Realität weiter mit Desinformationen zu verzerren.
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Guido @guido3@infosec.exchange · Mar 06, 2026
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Replying to @VQuaschning__dup_33010@mastodon.green
@VQuaschning Was viele noch nicht realisiert haben: Der Ölpreis ist aktuell nicht sonderlich hoch. Die für uns maßgebliche Sorte Brent kostet aktuell 85 USD/Barrel. Das liegt ungefähr im Durchschnitt der letzten 4 Jahre. Im Juni 2022 lag der Preis bei 112 USD. In der Spitze 2008 schon mal 148 USD. Bei 148 USD lägen wir bei Super bei etwa 2,95 Euro/Liter Sprit. Der Liter Heizöl würde dann bei etwa 1,45 Euro statt aktuell um 1,00 Euro liegen. Beides gäbe einen enormen Boost für BEV und Wärmepumpen...
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Guido @guido3@infosec.exchange · Jan 14, 2026
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Replying to on social.treehouse.systems
@oliof@social.treehouse.systems Aber es ist trotz Umkehr ausreichend warm im Haus geworden? Ganz allgemein gibt es auch Erdwärmepumpen, die nie abtauen müssen. Diese Erdwärmepumpen gibt es nicht nur in Verbindung mit teuren Tiefenbohrungen, sondern auch mit Erdkollektoren, die auf verschiedenste Weise ausgestaltet sein können. Im einfachsten Fall ummanteltes Kupferrohr, dass man in 1-1,5m Tiefe problemlos und kostensparend selbst mäanderförmig im Garten verlegt. Ob das praktisch eine Option ist, hängt von der Beschaffenheit des Bodens ab und wie groß verfügbares Grundstück sowie Heizlast sind. In der Übergangszeit sind Luft-Wärmepumpen eventuell im Vorteil, weil die Lufttemperatur ggf. höher als die des Erdreiches ist und der nötige Temperaturhub dann kleiner ist.
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