Elektrine lite

← Feed

@squirrel@norden.social

Post #4383064

2026-08-04 14:02 UTC

Gibt es sowas wie eine Berufsberatung für spätdiagnostizierte Neurodivergente? Bisher endete jeder Job in Burnout und langer Krankschreibung. Das würde ich gerne beim nächsten Job vermeiden, weiß aber nicht wo ich überhaupt anfangen soll. #adhs #audhs #jobsuche #berufsberatung #neurodivergent

Replies (5)

  • @die_Ergo@mastodon.social 2026-08-04 19:34

    @squirrel@norden.social Sollte es auf jeden Fall geben. Ich drücke dir die Daumen, dass sich jemand meldet ✊

    Open ##4512075

  • @squirrel@norden.social vielleicht https://diversicon.de/ ?

    Open ##4512076

  • @Krrrtx@ruhr.social 2026-08-04 21:35

    @squirrel@norden.social Eine etwas längerfristige Geschichte bietet die Rentenkasse: Eine (stationäre) Rehabilitation mit dem Schwerpunkt MBOR (medizinisch - berufliche Orientierung). Angeboten wird das in einigen hundert Kliniken in ganz D, wo mit viel Recherche gute aufstöberbar sind. Auch bei meiner Krankenkasse habe ich das Angebot einer allgemeinen Beratung zu "Gesundheit und Beruf" gesehen - nur keine Ahnung, ob das gut ist.

    Open ##4512085

  • @MartaLatour@muenster.im 2026-08-04 21:37

    @squirrel@norden.social huhu, spätdiagnostizierte (mit 28 Jahren) Autistin mit AD(H)S hier! Bei mir gab es im Autismustherapiezentrum (ATZ) in Bremen und in Oldenburg eine sogenannte Jobcoach. Sie hat mich beraten, war Ansprechpartnerin für Stellen, bei denen ich mich bewarb, machte mich auf meine Traumstelle, die ich bis heute innehabe, aufmerksam, beriet auch die Arbeitgeberinnen bei Fragen zu Autismus/Neurosiversität bezüglich Job/Stelle. Erfolgsgeschichte! Alles Gute!

    Open ##4512086

  • @squirrel@norden.social Ich kann mich aktuell über Wasser halten, indem ich selbstständig geworden bin. Ich kann von zu Hause aus arbeiten, d. h. ich muss mich an schlechten Tagen nicht weiter als nur zum Schreibtisch schleppen. Ich kann mir meine Projekte und Kunden selbst aussuchen, je nach Kapazität. Ich kann selbst mir meine Stunden so legen, wie ich sie möchte. Da gehört auch dazu, dass ich mal einen Tag gar nicht arbeite, dass ich einen Zwölfstundentag schiebe, weil ich eine kurzfristige Deadline vor mir oder einfach viel Energie habe, oder dass ich mal von 23 Uhr bis 4 Uhr morgens arbeite, nachdem ich den Tag durchschlafen musste. Das ist natürlich nur meine individuelle Erfahrung und wie bei so vielen Dingen "rutscht" man da eher so rein als dass man sich das gezielt aussucht. Gibt auch viele Nachteile: KV und Altersvorsorge muss selber gemacht werden; wenn man krank ist, gibt es keine Lohnfortzahlung; und um Kunden muss man sich selber kümmern. Man muss halt alles selber machen, von Rechnungen schreiben bis Buchhaltung. Aber ohne die Selbstständigkeit hätte ich nicht überleben können. Einen regulären Job könnte ich nicht arbeiten. Dazu sind meine Tage zu unberechenbar.

    Open ##4512087