@lisa@social.telemetrydeck.com
Post #1671368
2026-04-11 08:49 UTC
Replies (8)
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@lisa@social.telemetrydeck.com 2026-04-11 09:44
Konkrete Frage: Wenn kurzfristig abgesagt wird, wie pushy soll ich dann sein? Bisher akzeptiere ich alles, was von ihr kommt. Aber vielleicht wäre überreden (oder es bisschen versuchen) besser?
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@out_of_easthofen@babka.social 2026-04-11 09:12
@lisa@social.telemetrydeck.com Mir hilft, dass : - Menschys akzeptiert haben, dass Grenzen der Leistungsfähigkeit etc da sind, wenn mal eine schlimme Phase ist. -Menschys den Weg mit mir gegangen sind über Jahre und mir auch mal gespiegelt haben, dass ich Fortschritte gemacht habe. - Menschys praktisch geholfen haben, wenn ich darum gebeten habe. - Menschys einfach mal neben mir gesessen haben, oder am Telefon zugehört haben, wenn ich nen Heulkrampf hatte. - Menschys, welche selbst erfahren sind, mir Skills vorgestellt haben, welche ihnen helfen
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@daswarkeinhuhn@netzkae.se 2026-04-11 09:24
@lisa@social.telemetrydeck.com Wichtig: [[Ich kann nur aus der eigenen Erfahrung und Perspektive meine innersten Empfindungen zu dem Thema wiedergeben; wie es in deiner Freundin ausschaut weiß ich natürlich nicht. Meine Depressionen entstanden aus einer Vielzahl an Faktoren; unter anderem Missbrauch im Kindesalter, nicht erkanntem Autismus und einer unterdrückten trans Persönlichkeit.]] Meine Freund*innen waren einfach da, an- & abrufbereit, Tag & Nacht. Haben mir Raum gelassen zu entscheiden, wie und wann ich ihre Hilfe in Anspruch nehmen möchte. Das wurde mir deutlich signalisiert und das hat mir Halt gegeben, ohne dass ich spielen musste, dass es mir plötzlich besser geht, nur weil sich jemand Zeit für mich nimmt - weil es so halt nicht funktioniert. Irgendwann kam der Moment - ich war höchst suizidal, wusste aber, dass ich mich uneingeschränkt bei jemandem melden konnte. Ich habe mich dann vom ersten Weihnachtstag bis in den Januar hinein bei einer Freundin eingenistet und konnte dort endlich all die aufgestauten Emotionen, die meine Depressionen verursachten, laufen lassen. Ich habe tagelang nur geweint und wirres Zeug gestammelt, aber sie ließ mich all das abladen. Sie half mir dann bei den entsprechenden Schritten zu einer Traumatherapie (ich hatte schon Therapien zuvor, die aber nicht den richtigen Schwerpunkt hatten). Uneingeschränktes Vertrauen in einen Menschen hat mich gerettet - aber auch nur, weil ich gerettet werden wollte. Mein ganz persönlicher Rat, den du natürlich nicht annehmen musst, wenn er dir vollkommen widerstrebt oder er eventuell auch gar nicht auf deine Situation passt, ist folgender: Sei der Sicherheitsgurt, aber fang nicht an unnötig zu drücken, sonst schnallt sie sich von dir ab; der Druck, dass es ihr besser gehen muss, weil sich um sie gekümmert wird, kann negativ zur Depression beisteuern. Alles weitere ist leider ihre Entscheidung und du hast keinerlei Einfluss darauf - und du trägst auch keine Verantwortung für ihre ureigensten Entscheidungen. Schau halt, dass sie von Herzen weiß und sich darauf verlassen kann - egal wie und wann und wo - dass du der Sicherheitsgurt bist und bleibst, was auch immer sein mag. Ich wünsche euch beiden alles erdenklich Gute <3
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@luce@eldritch.cafe 2026-04-11 09:30
@lisa@social.telemetrydeck.com Das tut mir sehr leid :/ Was ich immer sehr hilfreich finde, wenn ich in einer depressiven Episode stecke: wenn freund*innen einfach immer wieder da sind und z.B. anbieten zusammen spazieren zu gehen oder wenn wenig Energie da ist einfach zusammen rumzuhängen und zu malen oder was auch immer eine nette einfache Beschäftigung ist, oder vielleicht auch mal ein bisschen bei Alltagsdingen unterstützen. Und wenn ich weiss, dass es ok ist wenn ich schlecht drauf bin und es schwierig ist und ich weiss die Freund*innen können das halten und mögen mich trotzdem noch. Und ganz wichtig: abgrenzen und nicht in eine Therapierenden-Rolle gehen. Das kann sehr belastend sein und ich denke, die Person wird es dir später vielleicht auch danken. Vor allem dann wichtig wenn die Person sich selber gerade keine Hilfe holen kann/möchte. Ermutigen, zusammen Informationen raussuchen, Unterstützung anbieten beim Hilfe in Anspruch nehmen (anrufen, hinbegleiten, anstehende Entscheidungen zusammen durchdenken…), aber am Schluss kann nur die betroffene Person entscheiden professionelle Unterstützung anzunehmen. Oh und auch ganz wichtig: ich finde es sehr hilfreich, wenn ich mich darauf verlassen kann dass meine Freund*innen nur das anbieten und tun, was sie auch gerade können, und damit nicht über ihre Grenzen gehen. Ich weiss nicht ob das hilfreich ist oder nicht, und ob das möglich ist oder infrage kommt: es gibt in grösseren Kliniken oder Unikliniken auch noch Therapiemethoden wie Ketamintherapie, in meiner Stadt innerhalb einer Studie auch Psilocybin-Therapie (mushrooms, ich weiss aber nicht ob das in DE möglich ist), EKT und ich glaub auch noch andere Ansätze, die evidenzbasiert angewandt werden und gut wirksam sind wenn andere Methoden nicht helfen.
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@Gaius1701@rollenspiel.social 2026-04-11 09:38
@lisa@social.telemetrydeck.com Moin, aus der Sicht von jemandem der auch mit Depression seit Jahren zu kämpfen hat. Frag sie, was sie jetzt braucht. Wichtig ist hierbei die Eingrenzung aufs jetzt. Sonst landet man schnell bei der "Sinn der Existenz" Frage und das ist ein ziemlich sicher Weg tiefer in die Depression. Außerdem ist eine regelmäßige, gemeinsame Aktivität, wie zocken oder ne Serie anschauen und Tee trinken, hilfreich um wieder ein bisschen Lebensfreude aufzubauen. Daran mangelt es meistens.
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@alchemicacht@tech.lgbt 2026-04-11 09:55
@lisa@social.telemetrydeck.com in meiner eigenen Erfahrung ist Helfen von außen schwierig. mit einem Herzmensch habe ich einen Kanal "Lebenszeichen ohne Antwort" damit wir auch kommunizieren können ohne dass der Druck eines Gesprächs im Raum steht
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@Skirakzalus@mstdn.games 2026-04-11 10:48
@lisa@social.telemetrydeck.com Da gibt es leider keine Pauschal-Antwort drauf, weil Depressionen für viele Leute anders sind. Einigen würde es vielleicht helfen, zu Aktivitäten eingeladen zu werden, für andere kann das überfordernd sein (oder auch für die selbe Person, je nach Tageslage). Hilfe anbieten wenn wer vielleicht beim Haushalt nicht klar kommt, einen Antrag nicht ausgefüllt kriegt, etc. kann helfen, kann aber auch dazu führen, dass sich die Person wie eine Belastung für andere fühlt. Das Wichtigste ist, erstmal mit "hey du bist mir wichtig" anzufangen, und dann zu gucken, was Sache ist.
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@DerGinko@mastodon.social 2026-04-11 11:09
@lisa@social.telemetrydeck.com Mir hat geholfen mit meinen Freunden zu reden wie wir vorgehen für einander. Also was finde ich für mich hilfreich, was finden meine Freunde für sich hilfreich, Angebote machen, aber es auch okay finden wenn die nicht angenommen werden. Evtl Hilfestellung bei alltagsdingen. Was möchtest du, kann ich dich hier oder da unterstützen, ich gehe einkaufen, soll ich Brot mit bringen. Also in dem Fall was konkretes, denn ich habe immer Schwierigkeiten zu entscheiden was ich möchte 1/2