Theoretisch stützt sich diese Strategie auf das Konzept der „strategischen #Ambiguität“. Dabei werden Formulierungen bewusst so gewählt, dass sie für verschiedene Zielgruppen unterschiedlich interpretierbar sind, während sie gleichzeitig keine faktische Verpflichtung begründen. Ein Beispiel hierfür ist die Forderung nach einem „nachhaltigen #Wachstum“ oder einer „sozial gerechten #Transformation“. Diese Begriffe sind so weit gefasst, dass sie fast jede politische Maßnahme – oder deren Unterlassung – rechtfertigen können. In der Folge wird die #Sprache nicht mehr genutzt, um #Konsens durch #Klarheit zu schaffen, sondern um Dissens durch Unschärfe zu überdecken. Der politische Akteur behält sich so die Möglichkeit vor, seine Aussagen im Nachhinein je nach politischer #Wetterlage umzudeuten, ohne jemals formal gelogen zu haben.