Don Trueten
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Stuttgart: „Schulter an Schulter gegen rechte Gewalt“
Vergangenen Samstag demonstrierten Mitglieder der Basisgewerkschaft Freie Arbeiter*innen Union (FAU) zusammen mit dem Bündnis Stuttgart gegen Rechts mit über 200 Menschen gegen rechte Gewalt in Stuttgart-Nord.
Es gab einen ernsten Anlass für diese Demonstration:
Im April 2026 wurde unser Kollege, ein Gewerkschafter der FAU, hier in Stuttgart-Nord von Rechtsextremen mit einem Springmesser angegriffen und durch mehrere Stiche in den Brustkorb lebensgefährlich verletzt. Er schaffte es, den Notruf abzusetzen und überlebte Dank einer Notoperation.
Das Foto zeigt das Fronttransparent der Demo mit dem Text "Reiht Euch ein: Schulter an Schulter gegen rechte Gewalt", dahinter ein Hochtransparent mit dem Text "Ein Angrifff auf eine*n ist ein Angriff auf alle!" - jeweils von der FAUSeit unser betroffener Kollege diese Tat überlebte, stehen wir an seiner Seite. Denn Solidarität ist für uns als FAU keine kurze Pressemitteilung, die damit beginnt und auch gleich wieder endet. Solidarität ist für uns sehr konkret: Wir lassen unseren Kollegen nicht allein – nicht mit Angst und Wut, nicht auf der Demo, nicht mit der Rechnung vom Krankenhaus, nicht im Gerichtsverfahren, nicht in dem langen Danach, wenn die Kameras wieder weg sind.
Am Samstag demonstrierten wir mit dem Betroffenen und folgten seinem Appell an uns und unsere Mitmenschen: „Ich lasse mich nicht einschüchtern! Lasst Ihr Euch auch nicht einschüchtern! Im Gegenteil: Jetzt erst recht! Also schließen wir uns zusammen, stärken unseren Mut und gehen auf die Straße um noch viel mehr Menschen zu erreichen. Die Leute müssen mitkriegen, was hier passiert. Wir zeigen allen, dass wir uns jedem menschenverachtenden Hass entgegenstellen!“
Die Route unserer Demonstration verlief gezielt durch den Stadtteil, in dem die Gewalttat stattfand. Denn die Anwohner*innen müssen wissen, was sich ein paar Straßen weiter, kurz vor ihrer Haustür, zuträgt.
Redebeiträge lieferten die #FAU Stuttgart, die #Migrantifa, ein zweiter Überlebender rechter Gewalt, das Kulturzentrum Prisma und das Antifaschistische Aktionsbündnis Stuttgart (#AABS). Sie alle machten trotz ihrer unterschiedlichen Schwerpunkte klar:
Rechte Gewalt ist eine reale Bedrohung für alle Menschen, die nicht in das Weltbild der Faschisten passen. Dieser Angriff war kein Einzelfall und keine zufällige Gewalttat. Er steht für eine Entwicklung, der wir uns entgegenstellen müssen. Rechte Gewalt wird sichtbarer, organisierter und selbstbewusster – auch hier in Stuttgart.
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#Antifaschismus #Stuttgart #Gewerkschaft #RechteGewalt