Pädagogische Hochschule Ludwigsburg und ZSL-Regionalstelle Stuttgart schließen Kooperationsvertrag zur Stärkung der Lehrkräftefortbildung
Die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg und die Regionalstelle Stuttgart des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet um gemeinsam die Fortbildung von Lehrkräften in der Region zu verbessern. Ziel ist die strategische Weiterentwicklung der Lehrkräftefortbildung in der Metropolregion Stuttgart durch eine enge Verzahnung von Wissenschaft und schulischer Praxis. Die Laufzeit beginnt am 01. März 2026 und beträgt zunächst zwei Jahre mit der Aussicht auf Verlängerung.
Die Lehrerbildung umfasst das Studium, den Vorbereitungsdienst und die spätere Fortbildung. Kernanliegen der Kooperation ist die nachhaltige institutionelle Verzahnung der ersten Phase der Lehrerbildung (Studium) mit der dritten Phase (Fort- und Weiterbildung). Perspektivisch soll auch die zweite Phase angemessen einbezogen werden.
Die Kooperation ermöglicht es, schnell auf neue Herausforderungen wie moderne Unterrichtsmethoden oder digitale Bildung zu reagieren. Die Ausrichtung erfolgt entlang regionaler Bedarfe aller Schularten in der Metropolregion Stuttgart. Der Kooperationsvertrag schafft hierfür einen verlässlichen institutionellen Rahmen. Bestehende Formate werden weiterentwickelt, neue innovative Formate gemeinsam konzipiert, erprobt und implementiert.
Ein Beispiel für die bereits erfolgreiche Zusammenarbeit ist das Projekt „GFT.MINT“, das im Dezember 2025 gestartet ist und von der Vector-Stiftung sowie der Eugen-Irmgard-Hahn-Stiftung gefördert wird. Das Besondere an diesem neuen Angebot für Lehrkräfte in der Region Stuttgart ist, dass Lehrkräfte gemeinsam neue Ideen für den Unterricht entwickeln und diese direkt mit ihren Klassen an der Hochschule testen. Forschende und Studierende unterstützen dabei und geben praktische Tipps. So entsteht ein Kreislauf: Neue Konzepte werden entwickelt, ausprobiert, gemeinsam überdacht und schließlich in den Schulalltag übernommen. GFT.MINT baut auf einem bewährten Fortbildungstag auf und wird nun auf alle MINT-Fächer ausgeweitet. Das Ziel ist, dass Schulen, Hochschule und Forschung eng zusammenarbeiten, damit Unterricht noch besser und moderner wird. Am Ende entstehen praktische, neue Ansätze, die sofort im Unterricht eingesetzt werden können. Die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd in den Fächern Technik und Physik sowie die ZSL-Regionalstelle Schwäbisch Gmünd wirken ebenfalls im Projekt GFT.MINT mit.
Mit der Kooperationsvereinbarung stärken beide Partner den Austausch zwischen Ausbildung, Vorbereitungsdienst und Fortbildung. Das gemeinsame Ziel ist, die Professionalisierung von Lehrkräften als durchgängigen Prozess zu gestalten und die Qualität von Unterricht und Schulentwicklung in der Region nachhaltig zu fördern. Mit der Vereinbarung entsteht eine institutionell verankerte Brücke zwischen Zuständigkeiten des Wissenschaftsministeriums und des Kultusministeriums. Die Kooperation unterstreicht den Anspruch beider Partner, Lehrerbildung als durchgängigen Professionalisierungsprozess zu verstehen.