Das Paradoxon der Toleranz ist ein philosophisches Konzept, das besagt, dass eine Gesellschaft, die auch gegenüber Intoleranten Toleranz walten lässt, Gefahr läuft, letztendlich die Vorherrschaft der Intoleranz zu ermöglichen und damit das Prinzip der Toleranz selbst zu untergraben. Dieses Paradoxon wurde vom Philosophen Karl Popper in seinem Werk „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ (1945)[1] formuliert, in dem er argumentierte, dass eine wahrhaft tolerante Gesellschaft sich das Recht