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bini_adamczak

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bini_adamczak
bini_adamczak @bini_adamczak@tldr.nettime.org · Jul 02, 2026
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Bundesregierung sabotiert Volksentscheid 😤👿 💪Wir werden vergesellschaften! Spontan-Kundgebung HEUTE 18 Uhr vor der SPD-Parteizentrale, Wilhelmstr. 140, Heute Morgen hat die schwarz-rote Bundesregierung bekannt gegeben, mit einem Bundesgesetz den erfolgreichen Berliner Volksentscheid zur Vergesellschaftung von Immobilienkonzernen zu sabotieren 🤯 SPD & CDU stellen sich gegen 1 Million Berliner*innen, gegen fast 60% der Wählerstimmen für die Vergesellschaftung! Sie stellen sich gegen die Mieter*innen des Landes, auf die Seite von Immobilienkonzernen, die seit Jahren die Mieter*innen auspressen 🤬 Wir sagen: Unser Kampf für Demokratie & bezahlbares Wohnen ist stärker als euer Immolobby-Klüngel 💥 Kommt mit uns auf die Straße - für die 59,1% die längst JA gesagt haben zur Vergesellschaftung, für die Mieter*innen Berlins 💜 Bringt Schilder mit und eure Wut, lasst uns gemeinsam laut sein! Wir treffen uns um 18 Uhr vor der SPD Zentrale, (Willy Brandt Haus) Wilhelmstr. 140 zur Wut-Kundgebung!
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bini_adamczak
bini_adamczak @bini_adamczak@tldr.nettime.org · Jan 26, 2026
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Letters from a comrade in Iran

Dear

Things have been truly tragic lately. So many things have happened—too many to count. I’ve lost some friends, and some were even attacked right in the middle of the street. It’s only by sheer luck that I’m still here, able to write to you now. There were moments when I could easily have been among those we’ve lost.

Getting online has become almost impossible—it feels like a distant dream. But somehow, with a lot of effort and some apps, I’ve managed to get intermittent access. Some hours ago, I began experiencing only brief windows of connectivity—the connection is never stable and usually lasts about half an hour before cutting out again.

The situation varies from city to city but everywhere is struggling in its own way.

Thank you so much for your message, it really means a lot to me!

____

Thank you for your solidarity.

The situation here is a mixture of hope and tears, hatred and anger. So many lives have been lost, touching every generation.

Our biggest challenge right now is the internet. We see how hard you're working to help us get access, and we are grateful. When the connection is gone, we are completely cut off—we can't know what's happening here or anywhere else.

With the threat of a wider conflict feeling closer every day, we know that an internet shutdown is often the first thing to happen. Even now, it comes and goes in minutes or hours.

All the best,

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bini_adamczak
bini_adamczak @bini_adamczak@tldr.nettime.org · Oct 25, 2025
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Auf die hier gestellte Frage, warum die Leute weniger auf linke Demos gehen, vielleicht insgesamt weniger politisch aktiv sind, habe ich etwa 150 direkte Antworten bekommen. Ich weiß nicht, ob ich euch allen antworten konnte, teilweise sind lange Gespräche entstanden.
Es gibt unterschiedliche Gründe, von denen viele immer wieder genannt wurden.

Für mich stellt sich die Situation nun ungefähr so dar: Die kontinuierlich in der Tiefe arbeitende Vereinzelungsmaschine Kapitalismus und ihr Beschleunigungs-Mod. Neoliberalismus mal außen vor gelassen, ist das einschneidende historische Ereignis der letzten Zeit die Pandemie. Zum einen, weil sie schon Spaltungen auch innerhalb der Linken erzeugt hat, zum anderen und noch viel relevanter, weil sie Öffentlichkeit zerstört und zu Privatisierungen geführt hat, die bis heute nicht wieder ganz geheilt sind. Die Menschen gehen nicht nur weniger auf Demos, sondern auch weniger auf Parties. Zusätzlich sind viele Linke Orte - vom sozialen Zentrum bis zur linken Kneipe -, wo Flyer ausgelegt werden und Demos nach besprochen werden können, verdrängt worden. Dadurch und durch die Pandemie wurde auch die Weitergabe von Wissen an jüngere Leute, das Einbinden in Strukturen unterbrochen, weswegen es hier eine Art Riss gibt. In diese Lücke konnten die autoritären ML-Gruppen stoßen. Vor allem war die Pandemie eine unvorhergesehene und lang anhaltende Erfahrung von Ohnmacht. Doch als die Pandemie auslief, wurde das Leben nicht besser noch kehrte die Welt in den vorherigen Normalzustand zurück. Stattdessen Krieg, Inflation, wieder Krieg und ein erdrückender, internationaler Faschisierungsruck. Viele berichten von einem Gefühl der tiefen Überforderung, weil es an zu vielen Enden brennt – wo anfangen, wo mit machen, was fortsetzen? Sind die linken Kämpfe nicht viel zu zerstückelt?

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bini_adamczak
bini_adamczak @bini_adamczak@tldr.nettime.org · Jul 08, 2025
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Als ich vor einigen Jahren anfing, mich mit extremen Reichtum zu beschäftigen und mich darum bemühte, ihn begreiflich und vor allem vorstellbar zu machen, empfand ich das Thema auch als Kuriosität und die Beschäftigung damit zugleich als eine Korrektur gegenüber dem wertkritischen Marxismus, der fundamentale Beziehungsweisen des Kapitalismus ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt hatte - Monadisierung, Konkurrenz, Wachstumszwang -, aber, geboren aus den sozialen Verhältnissen der 1970er Jahre BRD, die Klassenverhältnisse und die Aggression des 'von oben' geführten Kampfes vernachlässigt hatte. Jetzt aber, seit Trumps Wiederkehr, erscheint jede Nachricht über den erneuten Zuwachs der größten Kapitalvermögen nicht mehr in erster Linie als bebilderbarer und politisierbarer Skandal der undemokratischen Ungleichheit, nicht als Anwachsen der ökonomischen, sozialen und politischen Macht einer winzigen Gruppe der globalen Menschheit, sondern als stumpfe Terrorbotschaft, als Zeichen eines apokalyptischen Wahnsinns, kurz als brutale Konzentration von Zerstörungsmacht.

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