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Columba Livia

@Columba_Livia@mastodon.de
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Landessprecherin der Linksjugend ['Solid] Niedersachsen
Mitglied der Partei Die Linke

Ich liebe Gaming und arbeite in der Automobilindustrie
KI Hater Nummer Eins, Kunst gehört den Menschen
Besitzerin sieben unterschiedlicher Editionen des Grundgesetzes
Free Palestine! 🇵🇸

Die herrschende Klasse hat Tauben zu vermeintlichen Überwachungsdrohnen erklärt, damit wir Proletarier uns nicht solidarisieren

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Joined February 19, 2026
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Columba Livia @Columba_Livia@mastodon.de
· 1w ago
Wenn Arbeiter betteln müssen, um überhaupt arbeiten zu dürfen, dann sind sie einfach dankbar, einen Job haben zu dürfen und geben sich mit dem zufrieden, was sie haben. Ich absoluter Vollidiot habe eine Ausbildung in der Automobilindustrie angefangen. In meinem Betrieb werden am laufenden Band Angestellte gefeuert. Ein Kollege aus dem Service hat mir erzählt, dass er über 150 Überstunden angesammelt hat, welche natürlich nicht ausgezahlt werden. Uns wird gesagt, wir müssen den Gürtel enger schnallen. Kollegen, die bis in die Nacht hineinarbeiten, werden gelobt. Die Kollegen aus der Werkstatt wurden total fertig gemacht, weil sie gefragt wurden, ob sie an einem Samstag (unbezahlt) arbeiten wollen und nein gesagt haben. Die selben Kollegen aus der Werkstatt sollen dazu gefälligst schneller arbeiten, aber natürlich dabei nicht unaufmerksam und schlechtere Arbeit machen. Nun hören wir gerade überall aus der Automobilindustrie von der Streichung von Stellen, der Schließung von Niederlassungen, ob Herstellung oder Verkauf. Die Konzerne reden von den Preisen, wir sind einfach nicht rentabel. Aber eben jene Konzerne machen noch immer Profit. Sie nehmen mehr Geld ein als im Vorjahr, können ihre Kosten mehr als vollständig decken. VW geht es so gut wie nie. Seit Elon Musk einen Hitlergruß gemacht hat, sind sie der größte Verkäufer von Elektroautos in ganz Europa. Die protektionistischen Zölle sorgen dafür, dass die besseren Autos aus China sich gar nicht lohnen. Ohne Elektroprämie und mit den Zöllen, ist ein BYD nicht mehr viel günstiger als ähnliche deutsche Modelle. Die Autoindustrie bekommt alles, was sie will. Aber dennoch: gerade die VW Werksschließungen machen große Presse. Alle möglichen Arbeiter bangen gerade um ihren Job. Auch mein Betrieb droht, geschlossen zu werden. Wir haben allerdings festgehalten, dass die Konzerne trotz alledem sehr profitabel sind. Der Punkt ist, dass die Industrie gerade einen Plan verfolgt. Die großen Konzerne sind vergewerkschaftet. Die IG Metall ist eine der größten und erfolgreichsten Gewerkschaften Deutschlands. Tariflöhne, Betriebsräte, subventionierte Betriebskantinen. Die Firmen, die noch nicht vergewerkschaftet wurden, setzen alles daran, dass das auch niemand ändert. Wer bei mir das Wort "Betriebsrat" zu laut sagt, wird gefeuert. Ich habe ein ganzes Jahr gebraucht, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Mehrmals habe ich mich umorientiert, aber mein Ziel war trotzdem, irgendwo unterzukommen, wo die IG Metall ist. Das ist mir aber leider nicht gelungen. Wenn die Konzerne nun alle Arbeiter feuern, alles neu aufrollen, dann werden Menschen betteln um arbeiten zu dürfen. Wer die Ansprüche einer Gewerkschaft hat, wird keinen Job finden. Mir wurde auch gesagt, ich solle meine "Standards senken". Entweder man geht arbeiten, oder eben nicht. Du kannst Ansprüche haben, oder Geld verdienen. Die Aktuellen Stellenstreichungen der Autokonzerne, sind historische Vorgänge des Union Bustings.
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Columba Livia @Columba_Livia@mastodon.de
· 3mo ago

You're an AI data center the way you make me dry up

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Columba Livia @Columba_Livia@mastodon.de
· 4mo ago

Wir sollten darüber reden, wie Beiträge des ÖRR, darunter bspw. sehr hochkarätige Dokumentationen, teilweise nach einer gewissen Zeit wieder aus dem Internet genommen werden müssen und somit quasi Lost Media werden.

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Columba Livia @Columba_Livia@mastodon.de
· 3mo ago
Ein Vorfall in meinem Umfeld hat mich dazu inspiriert, diesen Beitrag zu schreiben. Eine Verteidigung von Tauben. Stadttauben sind keine Wildtiere. Alle Stadttauben sind domestiziert, sie sind freilebende Haustiere, abstammend von der Felsentaube, der Columba Livia, was so viel bedeutet wie blaue oder bläuliche Taube. Der Name der Felsentaube kommt daher, dass sie in ihrem natürlichen Habitat an Felsvorsprüngen nistet, was die Fassaden von Gebäuden zu einem fast schon natürlichen Lebensraum macht. Vor hunderten von Jahren hat der Mensch die Taube domestiziert, zum Haustier abgerichtet und an jeden unserer Lebensorte mitgebracht, weswegen Tauben weltweit in Städten zu finden sind. Die Vögel dienten verschiedenen Nutzen: Sie waren teils eine Nahrungsquelle, da sie sich so schnell vermehren können, wurden aber natürlich auch als Brieftauben eingesetzt und teils als Sport. Wie bei den meisten Haustieren wurden Rassen in verschiedensten Formen und Farben gezüchtet. Technischer Fortschritt war allerdings, was der Taube ihren Nutzen entzogen hat. Tauben waren aber dennoch überall wo Menschen lebten, doch auf einmal sah man sie als nutzlos. Die Vögel wurden ausgesetzt. Nun müssen die in der harschen Umgebung einer Stadt für sich selbst sorgen, wofür sie nie geeignet waren. Bei den Tauben handelt es sich eigentlich um sehr reinliche Tiere, sie sind nur so dreckig wie ihre Umgebung. Eine dreckige Taube sagt also mehr über ihre Umgebung als das Tier aus. Und nein, Tauben übertragen nicht mehr Krankheiten als andere freilebende Tiere auch. Sie sind emotional hochintelligent und können sich menschliche Gesichter merken und lernen, ihre Expessionen zu lesen. Zudem leben sie als monogame Pärchen, bis einer der beiden Partner stirbt. Die freilebenden Tauben in Städten haben nur einen Bruchteil der Lebenserwartung die sie haben sollten. Eigentlich essen die Vögel alle möglichen Arten von Samen und Körnern, aber in der Stadt bleiben für sie nur Müll und fettige Essensreste von uns Menschen liegen, was die kleinen Vögel gar nicht verdauen können. Die Hinterlassenschaften von Tauben sollten nicht ätzend und schwarz-weiß sein. Bei einem gesunden Tier mit angemessener Ernährung lassen die Hinterlassenschaften sich einfach mit etwas Wasser abspülen. Darüber hinaus sorgt umliegender Müll, wie unter anderem Fäden oder Haare dazu, dass Tauben sich mit ihren Zehen darin verheddern, wodurch die Blutzufuhr abgeschnürt wird und Zehen einfach absterben. Diese Vögel sind von uns abhängig, aber dennoch werden sie mit dem Stiefel der Gesellschaft getreten. In den meisten Städten ist es illegal und mit einer Geldstrafe belegt, Tauben zu füttern, obwohl sie davon abhängig sind. Städte werden mit defensiver Architektur konstruiert, um Tauben das Nisten und Leben zu erschweren. Es ranken sich Verschwörungstheorien um die Tiere und sie werden abwertend bezeichnet. Viele Menschen haben kein Problem, in der Stadt auf die kleinen, blau-grauen Vögel draufzutreten oder sie gar absichtlich zu ärgern. Weiße Tauben werden als Zeichen des Friedens hochgehalten, oder auf Hochzeiten gebracht, während ihre Artgenossen mit natürlichem Gefieder wie Dreck behandelt werden, auch wenn zwischen den Tieren eigentlich kein Unterschied besteht. Wir müssen wieder lernen, mit Tauben zusammen zu leben, da sie liebevolle Tiere sind, die unsere Fürsorge brauchen und auch ziemlich niedlich sind, wenn man mich fragt.
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Columba Livia @Columba_Livia@mastodon.de
· 3mo ago

Männer wollen Frauen mit ihren Autos beeindrucken, gleichzeitig wollen sie aber auch nicht, dass die Frau sich tatsächlich mit Autos auskennt.

Selbst wenn das Auto wirklich cool ist, präferieren Männer eine Frau, die einfach bedingungslos, aber ahnungslos begeistert ist, über eine, die tatsächlich versteht was das Auto so toll macht und es angemessen wertschätzen könnte.

Sie wollen eine Frau, die sich dafür interessiert was sie mögen, aber sich nie tatsächlich damit auseinander setzt. Dem Mann ist seine Machtposition wichtiger als ehrliche Sympathie. Es geht nicht wirklich ums Auto.

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Columba Livia @Columba_Livia@mastodon.de
· 3mo ago

Was ich allen TERFs gerne sagen würde:
Transphobie ist auch verinnerlichte Misogynie. Transexklusiver Feminismus ist nie vollständig.

Trans Männer werden in der Regel unsichtbar gemacht. Wenn, werden sie als faul, verantwortungslos, oder quasi Feiglinge gesehen und natürlich allen voran delegitimiert.
Die Frage von Identität wird vollkommen verdrängt. Das Argument sei, dass trans Männer einfach zu schwach wären um Misogynie zu dulden, oder sich den vermeintlichen Pflichten einer Frau entziehen wollen würden.
Trans Männer werden nicht für das anerkannt was sie sind, sondern als gescheiterte Frauen abgetan, um ihnen zudem die Privilegien eines Mannes, der mächtigeren Klasse, zu verwehren. Als hätten sie es nicht verdient, als würde es ihnen nicht zustehen, ein Mann sein zu dürfen.

Trans Frauen erfahren all die Misogynie, die Gewalt und Unterdrückung, die Cis-Frauen bereits erfahren, aber mit dem Unterschied, dass trans Frauen dabei noch nichtmal als Frauen anerkannt werden. Als Beispiel: Cis-Frauen bekämpfen den Gender Pay Gap, während trans Frauen Probleme haben überhaupt eingestellt zu werden und dadurch mit höherer Wahrscheinlichkeit in gefährlichen Branchen wie der Sexarbeit landen.
Für Cis-Frauen gibt es bereits viele etablierte Errungenschaften der Emanzipation und Safe Spaces, was trans Frauen häufig verwehrt wird. Dies stammt teils aus der Rhetorik der gefährlichen trans Frau, welche dem entspringt, dass Frau sein um Patriarchat etwas schlechtes ist und transphobe Menschen sich nur vorstellen können, dass jemand sich aus niederen Beweggründen dazu entscheiden würde, eine Frau sein zu wollen. Als wäre der einzige Grund, eine Frau sein zu wollen, dadurch auch Zugriff auf vermeintliche Vorteile zu bekommen, die Männern verwehrt werden. Rechtes Agenda Setting verbreitet das Bild, trans Frauen würden Cis-Frauen und Kindern Schaden zufügen wollen. Was natürlich Bullshit ist.

Letztendlich ist die Identität als trans Person ein Schicksal, welches seine eigene Form von Unterdrückung mit sich bringt, welche allerdings auf Misogynie aufbaut, weswegen alle Menschen, die sich als Feministen sehen, trans Personen in ihre Theorie und Praxis mit aufnehmen sollten.

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Columba Livia @Columba_Livia@mastodon.de
· 5mo ago

Diesel ist teurer als Super.
Donald Trump hat vollbracht, was Robert Habeck immer wollte.

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Columba Livia @Columba_Livia@mastodon.de
· 3mo ago
Warum sind es immer Frauen, die ihre Queerness unter Beweis stellen müssen? Die letzte Zeit würde ich auf Social Media komplett zugehämmert mit der "Bisexual girlfriend bringing her straight boyfriend to pride" Diskussion. In regelmäßigen Abständen wird in der queeren Community ja sowieso immer wieder ausgegraben, wie valide Bi- oder Pansexualität ja wirklich ist. Nun denn. Das Thema sind fast ausschließlich bisexuelle Frauen. Nicht einmal war "bisexual boyfriend bringing his straight girlfriend to pride" (literally me dieses Jahr though, lol) überhaupt ein Punkt. Nur Frauen. Aber vorne hinweg, schuldig wird natürlich die Frau gesprochen, weil sie einen hetero Mann "mitbringen" würde, nicht der hetero Mann selbst, der ja eigentlich das Problem sein soll? Parallel spricht die lesbische Community darüber, dass viele Lesben keine bisexuellen Frauen daten wollen. Vielleicht liegt es daran, dass ich in der Sparte noch nicht so eng drin war, aber ich habe nie mitbekommen, dass dieser Talking Point übersetzt auch in der schwulen Community viel Fuß fässt. Nun, die Wurzel allen Übels sind, wie so oft, Männer. Bzw. das Patriarchat. Grundlegend relevant: Männer werden auf ein Podest gestellt, als das Non Plus Ultra gesehen. Als das Beste und auch das Wichtigste. Generell kann man ein Bild zeichnen: AFAB Queers wird eher ihre Queerness abgesprochen. AMAB Queers werden für ihre Queerness attackiert und ausgegrenzt (nicht um Gewalt gegen AFAB Queers zu relativieren). Aber es ist folgendermaßen, von einem bisexuellen Mann wird manchmal ausgegangen, dass er ja vielleicht einfach schwul ist, sich dieses Label aber nicht geben möchte. Eine bisexuelle Frau dagegen sei hetero, sie nennt sich aber bi um etwas besonderes zu sein. Beide Perspektiven zentrieren Männer, in beiden ist die Anziehung zu Männern gegeben. AMAB Queers sehen sich damit konfrontiert, dass sie nicht mehr dem männlichen Idealbild entsprechen und sozusagen Verräter sind. Die herrschende Klasse wird eng behütet und es werden schnell Grenzen gezogen. Wenn du bei der Geburt dem männlichen Geschlecht zugeordnet wurdest, gilt es als größere "Sünde" sich als queer zu bekennen, da man sich damit aus der Spitze der Hierarchie schlägt. Bei AFAB Queers ist das aber irrelevant, da sie ohnehin nie der herrschenden Klasse angehört haben. Indem man es ihnen ausredet, kann man sie ja vielleicht doch noch dazu bringen, den femininen Rollen nachzukommen. So wird trans Männern gesagt, dass sie doch einfach nur keine Lust auf Misogynie hätten und Lesben hätten einfach nur noch nicht den richtigen Mann gefunden. Asexuelle Männer werden als anomalität gesehen, während asexuelle Frauen als kaum erwähnenswert gelten. Als Frau musst du es ja sowieso nicht wollen, da Sex im patriarchalen Kontext etwas ist, was ein Mann einer Frau antut. Kommt ein Mann dieser Pflicht nicht nach, gefährdet er das System. Wenn du ohnehin nie als Mann gegolten hast, gibt es in dem Sinne keine Privilegien, die dir entzogen werden könnten, zumindest keine in der patriarchalen Struktur. Hattest du einst einen Männerstatus, muss dieser entzogen werden um die Herrschaft aufrecht zu erhalten. Hattest du nie einen, muss einfach sicher gestellt werden, dass du der herrschenden Klasse trotzdem dienst. Entsprechend werden in unserer patriarchalen Gesellschaft weiblich gelesene Personen in queeren Spaces weniger anerkannt, da sie ja noch zur gegebenen Ordnung zurückkehren könnten.
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Columba Livia @Columba_Livia@mastodon.de
· 4mo ago

How did Polizei Berlin go from this to Palantir

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Columba Livia @Columba_Livia@mastodon.de
· 4mo ago

Arbeit kann nicht unpolitisch sein - Part 1

Ich bin Columba Livia, Landessprecherin der Linksjugend Niedersachsen.
Letzte Woche durfte ich die Basisgruppe in Gifhorn besuchen, welche mir berichtete, dass sie am 1. Mai keinen Stand haben dürften. Wieso das? Die Veranstalter würden angeblich keine "Parteipolitik" am 1. Mai haben wollen. Letztes Jahr sollte es hier in Hannover ein Kuffiyah Verbot geben, was letztendlich aber gekippt wurde. Trotz alledem hat die Partei Die Linke Anschiss bekommen, weil von den Fenstern des Parteibüros eine Palästina Fahne hing. Was all diese Ereignisse verbindet, ist das Muster, den Tag der Arbeit zu entpolotisieren. Keine Parteien oder politischen Organisationen, schon gar keine linken und Gewerkschaften sind einfach diese süßen Vereine, die tolle Kugelschreiber austeilen und Flyer, die keiner liest. Der Tag der Arbeit verkommt noch zum einfachen Familienfest, wo man lustig seine Kinder schminken lassen kann, wenn man netterweise frei hat. Vom Dorf kenne ich es, dass am 1. Mai halt die Kinder Süßigkeiten bekommen und die Erwachsenen um einen Maibaum Bier trinken. Aber warum machen wir das ganze hier überhaupt?

Der Tag der Arbeit ist kein Feiertag, der Tag der Arbeit ist ein Kampftag!

Der 8 Stunden Tag, 30 Tage Urlaub, das Verbot von Kinderarbeit, oder der Wasserspender an deinem Arbeitsplatz, wenn du einen hast. Das alles sind Leistungen der Arbeitgeber, welche diese doch nicht freiwillig bereit stellen, weil sie so nett und gütig sind. Nein. All dies sind Errungenschaften der Gewerkschaften und linker Arbeiterbündnisse, welche dafür gesorgt haben, dass Lohnarbeit uns zumindest nicht bis auf die Knochen ausbeutet. Nun, Arbeit sollte komfortabel fürs Leben sorgen. Es sind doch immer jene Konservative, jene neoliberalen und Vertreter der Arbeitgeber, die immer laut rufen, dass Arbeit sich ja lohnen müsse. Und das könnte sie. Ja, das könnte sie. Aber nicht, durch die da oben. Sondern durch uns alleine. Es braucht unseren Kampf als Arbeiter. Wir als Arbeitende sollten bestimmen, in welche Richtung sich ein Betrieb bewegt. Bessere, effizientere Produktionstechnologien, sollten uns für die gesteigerte Produktivität entlasten und oder höher entlohnen. Die Logik: Größere verkaufte Produktzahl, gleich mehr Geld. Aber wo passiert das denn bitte? Warum geht es den Arbeitern nicht besser, wenn eine Firma gut darsteht?

Tut mir leid, ich werde den Moment einfach mal nutzen, mich über VW aufzuregen.
Vor ein paar Jahren hat VW es verschissen, mit dem sich zu Elektromobilität entwickelnden Automobilmarkt mitzugehen, weil sie kein Geld in Forschung und Entwicklung gesteckt haben, sondern alles bei den Aktionären in den Arsch ging. Es wurden massenhaft Arbeiter entlassen. Riesiger Skandal.
Wie sieht es heute aus? VW ist der größte Verkäufer von Elektroautos in ganz Europa. Noch über Tesla, BYD oder anderen Konkurrenten. In Europa ist VW DIE Nummer 1! Aber auf einmal werden wieder Menschen entlassen? Osnabrück soll verdammte Kriegsmaschinerie herstellen, um die Arbeitsplätze zu erhalten? Volkswagen hat kein Minus gemacht. Ihnen ist nicht das Geld ausgegangen. Sie haben nur ein bisschen weniger Profit gemacht, als die Shareholder es sich ausgemalt haben.
VW ist natürlich die Creme de la Crêpe, aber sie sind leider nicht einzigartig. Zuhauf lassen sich in der Industrie ähnliche Muster beobachten. Aber das ist einfach der Kapitalismus. Es wird gefressen, bis nichts mehr da ist und darüber hinaus.

Wir sollten verdammt sauer sein!

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Columba Livia @Columba_Livia@mastodon.de
· 4mo ago

Das Matcha Genre, bei dem so sehr mit dem tatsächlichen Matcha gespart wird, wodurch das Getränk am Ende einfach essentially grüne Milch ist, werde ich Berlin Matcha taufen.

Ausgelöst von einem Matcha aus dem KaDeWe, der mich zum ersten Mal mit schlicht grüner Hafermilch konfrontiert hat.
Heute durfte ich in Hannover einen Matcha probieren, der mir das selbe Phänomen präsentiert hat, aber dieses Mal mit nicht woker Milch.

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Columba Livia @Columba_Livia@mastodon.de
· 4mo ago

In Detroit Become Human wäre ich NICHT auf Marcus' Seite.

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Columba Livia @Columba_Livia@mastodon.de
· 4mo ago

Auf einer LMV hat eine Person mal zu mir gesagt: ,,Du siehst aus, wie eine Person, die Auto fährt."
Was stimmt, aber damn.
Nun bin ich eine angehende Woman in Finance und vielleicht schaue ich auch nach dem Part aus.

Heute habe ich zwei Genshin Impact Cosplayer am Hannover Hauptbahnhof gesehen. Insbesondere da hinter mir zwei miserable, alte Männer saßen, die lautstark über die Cosplayer gelästert haben, wollte ich ihnen in einem gelegen scheinenden Moment ein Kompliment für die Cosplays geben. Ich kam auf sie zu, habe freundlich gewunken und gesagt, dass ich ihre Cosplays toll finde. Daraufhin wurde ich von ihnen angestarrt, es kam nicht wirklich eine Antwort, die beiden sahen sehr awkward aus.
Da einer von den beiden Fischl gecosplayed hat, fügte ich kurz hinzu: ,,Ich habe eine Top 2% Fischl btw!"
Immernoch starrten sie mich uncomfortably an. Das war dann mein Call die Interaktion zu beenden und mich höflich zu entfernen.

Ich habe selbst schon gecosplayed und weiß, dass man allemal angestarrt wird und Leute auch weniger freundlich darauf reagieren. Als weiblich sozialisierte Person, die mit undiagnostiziertem Autismus durch das Schulsystem gegangen ist, sind backhanded compliments und getarnte, der Schikanierung dienende Interaktionen mir natürlich auch nicht fremd.
Ich verstehe natürlich, dass Leute immer ein Recht haben, nicht angesprochen werden zu wollen, aber haben die Cosplayer mir vielleicht nicht abgekauft, dass ich genuine war?
Habe ich so hart mit meiner Aura employmentmaxxed, dass ich nicht mehr als Loser durchgehe?

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Columba Livia @Columba_Livia@mastodon.de
· 4mo ago

Männer sagen, sie können nicht mehr einschätzen wie alt eine Frau ist. Wenn sie doch ein Teenager ist und es ihnen sagt, ist es ihnen aber auch egal.

"Oh, was machst du beruflich?"
"Ich habe gerade Abitur gemacht. 😐"
"Ah, cool. Kann man sich Mal treffen?"
(Echte Interaktion mit einem 30 jährigen, der mich letztes Jahr an einem Bahnhof angesprochen hat)

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Columba Livia @Columba_Livia@mastodon.de
· 4mo ago

Den einen Tag ist mir am Kröpcke ein Guy untergekommen, der ein T-Shirt trug, auf dessen Rücken ein Bizeps Bundesadler gedruckt war. Drum herum die Aufschrift "Made in Germany."

Hat das Aura, damit im Gym aufzukreuzen?

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Columba Livia @Columba_Livia@mastodon.de
· 4mo ago

Ich besitze ein Link Cosplay.
Vor einigen Jahren gab es in Hannover eine Veranstaltung, bei der ich im Cosplay freien Eintritt bekam. Zu dem Anlass habe ich dann das Link Cosplay angefertigt und getragen.

Es ist selbstverständlich, dass ich auf dem Weg an jeder Stelle angestarrt wurde und mit meiner grünen Zipfelmütze viele Blicke fing.

Nach der Veranstaltung bin ich mit meiner besten Freundin (welche kein Cosplay trug) zu Subway am Aegi gegangen. Wir haben uns mit unseren Sandwiches an einen Tisch gesetzt und begonnen zu essen, bis ein junges Pärchen sich an den Tisch neben uns setzte.
Er schien ziemlich done für den Tag und wollte einfach sein Sandwich essen. Sie jedoch ist bei meinem Anblick komplett haywire gegangen. Ich habe gesehen, wie sie ihrem Freund immer wieder, nicht gerade subtil, in meine Richtung zugenickt und ihn dabei immer wieder unter dem Tisch getreten hat um seine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken, als würde sie sagen: ,,Sieh, komische Leute!"
Ihm hätte es aber nicht mehr egal sein können.

Selbstverständlich ziehst du in einem Cosplay Blicke auf dich. Selbstverständlich fällst du auf.
Ich finde es aber wild, dass Menschen, die sich viel Mühe geben, für Veranstaltungen auszusehen wie fiktive Charaktere eines Mediums, das sie sehr schätzen, auf der Straße scheinbar ein größerer Skandal sind, als bspw. Leute, die mit ihrer Kleidung offen eine rechte Gesinnung zeigen, von denen ich in letzter Zeit viel zu viele sehe.

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Columba Livia @Columba_Livia@mastodon.de
· 4mo ago

Jedes Mal, wenn die Skinny Propaganda kurz davor ist mich einzuholen und ich überlege Mahlzeiten auszulassen, denke ich nochmal darüber nach, wie viele Songs über große, runde Cakes ich kenne und wie viele über flache Bäuche.

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Columba Livia @Columba_Livia@mastodon.de
· 4mo ago

"Ein Lied" von Mark Forster ist die Anti-KI Hymne.

Der Song stellt ultimativ die Menschlichkeit in den Fokus und schreibt ihr ihren enormen Wert zu.
Menschlichkeit ist Kreativität, Liebe und Einzigartigkeit.
Gerade in einer heutigen Zeit, in der Momente kurzlebig und Personen ersetzbar zu sein scheinen, sollten wir uns miteinander befassen und den menschlichen Wert inhärent in seiner Existenz sehen. Was wir schaffen, ist schon dadurch wertvoll, dass es von uns kommt.
Vielleicht ist menschliche Arbeit nicht immer exakt so sauber, exakt so präzise wie die einer Maschine, aber es ist unsere Arbeit, unser sein in das hineingeflossen, was wir uns gegenseitig geben.
Wir Menschen sind es, die einander Komfort liefern und unser Zusammenhalt ist, was die Lösung aus aktuellen Krisen der Welt bieten würde.
"Komm wir sing'n ein Lied", denn Musik verbindet wie kaum eine andere Tätigkeit und man übt sie zusammen aus. Geeint, haben alle Einfluss auf das Ergebnis und vielfache Beteiligung schmückt das Werk aus. Ein Lied, das gemeinsam gesungen wird, ist die wohl niedrigschwelligste Form die wir von Musik haben. Niemand muss etwas mitbringen, wir alle können mit unserer Stimme mitsingen.
"Die Kapelle spielt eine miese Melodie, doch für uns klingt das wie 'ne Symphonie."

Das Musikvideo ist zudem ein Zusammenschnitt von Mark, der durch Deutschland gereist ist, um verschiedene Menschen in ihrem Alltag zu erleben, von Schule bis Fußballverein. Es ist nur der Alltag, aber es ist unser Alltag, aber wir sind, was ihn besonders macht.

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Columba Livia @Columba_Livia@mastodon.de
· 5mo ago
Replying to @ErikUden@mastodon.de
@ErikUden Das ist lustig, ich kann aber nicht liken. Franzosen, grrr
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Columba Livia @Columba_Livia@mastodon.de
· 7mo ago
Replying to @ErikUden@mastodon.de
@ErikUden@mastodon.de Ach jetzt auf einmal
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Columba Livia @Columba_Livia@mastodon.de
· 4mo ago

Warum dreht sich das Schönheitsideal genau jetzt wieder zu abgemagerten, schmächtigen Körpern, wo Gewalt gegen Frauen so rasant ansteigt wie noch nie?

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