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@odr_k4tana@infosec.exchange

Post #3195687

2026-05-24 07:04 UTC

@JuenniausUebach@mastodon.social @blind_mapmaker@eldritch.cafe @Mela@zusammenkunft.net du scheinst keine Behinderung zu haben. Lass dir mal von jemandem mit einer solchen (hallo!) erzählen, warum dein Post absolut hirnrissig ist. Das Problem bei solchen "Argumenten" ist immer (und wir haben da noch kein Gegenbeispiel gesehen in der Geschichte), dass sie alle möglichen Sekundärfolgen nach sich ziehen. Einerseits werden Behinderte durch solche sachargumente (können wir uns nicht leisten etc) in ihrer Wertigkeit unter alle anderen gestellt. Das öffnet Tür und Tor für Ressentiments von Menschen, die diese Dinge dann für legitim halten. Wenn sich das gesellschaftlich verbreitet oder von gewissen Akteuren gefördert wird, kommen Leute schnell auf die idee, Sterilisierung wäre ja das Beste für diese Leute. Haben wir teilweise schon wieder, diesen Diskurs, u.a. in der AfD. Irgendwann kommen die Leute auf die Idee, dass töten viel kosteneffizienter und "humanitärer" wäre. Zack, neues Level durchgespielt. Wir sind gerade zwischen Schritt 2 und 3 von vier. Also bei allem Respekt: bisschen den Leuten zuhören, die davon betroffen sind, wenn man sich als Menschenfreund wähnt. Aber vermutlich ist es einfacher, wie die Elterngeneration "nix gewusst" zu haben. Aber keine Sorge. Wir kennen das schon. Nur diesmal dokumentieren wir's halt.

Replies (2)

  • @odr_k4tana@infosec.exchange @JuenniausUebach@mastodon.social @Mela@zusammenkunft.net Ausschluss vom öffentlichen Leben, (wortwörtliche) Verweigerung der Begegnung auf Augenhöhe und Befeuerung der Idee, dass Extrakosten zur Ermöglichung von Teilhabe nicht vertretbar wären, sind Merkmale von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Ob jetzt, wie Palmer sagt, auf jeden Fall 40 Sitzplätze wegfallen müssten um einen Zugang zu schaffen, ist ein Nebenschauplatz. Ich kenne die Lokalität nicht, könnte mir aber vorstellen, dass für eine Bühne auch ein Rollstuhlaufzug oder Ähnliches in Frage käme, was erheblich platzsparender wäre und auch Synergieeffekte hätte. Der entscheidende Punkt ist aber, dass Palmer gerne Meinungen kundtut, die auf Ausschluss von Menschen mit Behinderung drängen. Dass damit vorgeblich Kosten gespart werden könnten, scheint mir eben nicht sein Hauptanliegen zu sein. Der Ausschluss von Menschen mit Behinderung ist vielmehr etwas, auf das viele von sehr bis extrem rechter Seite drängen und das obwohl Deutschland in Sachen Inklusion nicht etwa eine Vorreiterrolle, sondern relativ viel Nachholbedarf hat. Es ist nicht weit hergeholt, wenn einige denken, dass er sich mit solchen Kommentaren mehr Spielraum für seine anderen politischen Vorhaben schaffen möchte, denen sonst vielleicht mehr Widerstand entgegen gebracht werden würde. Was er im Innersten wirklich denkt, ist für eine Einschätzung seines Verhaltens meines Erachtens irrelevant. Wer gegenüber einzelnen Gruppen menschenfeindlich handelt, kann auch als Menschenfeind bezeichnet werden.

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  • @odr_k4tana@infosec.exchange @blind_mapmaker@eldritch.cafe @Mela@zusammenkunft.net Meine sechsjährige Enkelin leidet unter extremer Zöliakie und ich erlebe hautnah, was fehlende Inklusion ist. Für das Schulessen kocht meine Tochter jeden Abend das gleiche Essen, das die anderen Kinder bekommen, vor. Nur glutenfrei eben. Aber ich kann von einer Großküche nicht verlangen, dass sie kontaminationsfrei glutenfreies Essen zubereitet. In fast allen Restaurants in Deutschland wird kein glutenfreies Essen angeboten. Insofern kenne ich die Probleme...

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