Elektrine lite

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@Lucomo@social.anoxinon.de

Post #1838463

2026-05-01 07:36 UTC

Weil Photovoltaikanlagen-Besitzer weniger Strom verbrauchen, zahlen sie auch weniger Netzengelte, da diese je verbrauchter Kilowattstunde bezahlt werden. Die Bundesnetzagentur arbeite deshalb laut Heise.de an Plänen, dass PV-Besitzer Strafgebühren dafür zahlen sollen, weil sie durch ihren Eigenverbrauch das Netz weniger nutzen: https://www.heise.de/hintergrund/Netzentgelte-im-Umbruch-Warum-es-fuer-PV-Anlagenbesitzer-teurer-werden-koennte-11276297.html Demnächst: Autobesitzer müssen Strafgebühren zahlen, weil sie nur selten Tickets für den ÖPNV kaufen, das ÖPNV-Netz jedoch auch für sie da ist?

Replies (9)

  • @bws@social.linux.pizza 2026-05-01 09:18

    @Lucomo@social.anoxinon.de das ist jetzt schon vereinfacht junge. Bisher haben halt alle(!) das gesamt jahr über strom bezogen. Besonders leute die schon ein haus besitzen wurden jetzt in den letzten 26 jahren stark gefördert. Das war richtig(!) und wichtig (!). Solar ist heute (nicht damals) die billigste stromquelle die wir haben, weltweit. Weil sich die drittgrößte wirtschaftsnation (wir) damals dazu entschieden hat das verlässlich zu förden und somit eine nachfrage zu erzeugen die planbar war. (Naja bis auf, ihr kennts). Dass kann aber nicht so ewig weitergehen, hat sich ja auch vieles geändert, solar spottbillig, anteil riesig im vergleich zu damals... Die aufteilung der Fixkosten des kompletten systems (auf das auch die solarbesitzer:innen angewiesen sind!) kann aber unter den umständen deshalb einfach nicht so bleiben. Ja, die solarbesitzer:innen erzeugen von februar bis oktober ihren strom komplett selber und autark, klopfen dann aber in den restlichen vier monaten, dann wenn der strom richtig teuer ist, beim netz an und sagen "so, hier bin ich, ich hätte jetzt gern was zum preis wie wenn ich das ganze jahr gekauft hätte". Dass man das nicht so lassen kann (denn so werden diese kosten auf allen andern) abgeladen liegt in der natur der sache. Und es geht ja dabei nicht darum dass die jetzt aufeinmal keine vorteile mehr haben sollen durch aufdachsolar. Nur halt ein teil davon geht so nichtmehr. Am ende werden unterm strich weiterhin wir alle als gewinner dastehen (naja, ausser die fossilen halt, aber das ist ne gute sache).

    Open ##1838462

  • @Isurandil@mastodon.online 2026-05-01 08:43

    @Lucomo@social.anoxinon.de Kann man nur in Grund und Boden klagen so eine wahrscheinlich grundgesetzwidrige Scheiße.

    Open ##1838515

  • @Evo2Me@toot.community 2026-05-01 07:39

    @Lucomo Wer als Autobesitzer nicht mindestens 24.000 km/Jahr fährt und nicht alle 3 Jahre seinen fahrbaren Untersatz austauscht, muss Strafsteuern an den Staat abführen. Die Regierung verteilt das Geldann an Autohersteller und Zulieferer.

    Open ##1843898

  • @cybso@osna.social 2026-05-01 11:13

    @Lucomo eher wird auf das Deutschland-Ticket eine Zulage zur Finanzierung der Spritpreisbremse aufgeschlagen

    Open ##1843901

  • @herrwilliges@troet.cafe 2026-05-01 11:29

    @Lucomo Als PV-Betreiber verstehe ich den Ansatz. Ich bin auf das Netz angewiesen für 4 bis 5 Monate. Da die meisten in erster Linie Fixkosten sind, könnte ich mir vorstellen, dass ein Teil des Netzentgeldes als Fixbetrag pro Anschluss oder wie in Ö/F abhängig von Maximalleistung erhoben wird. (analog KfZ-Steuer) Oder man sagt daß Versorgung hoheitlich ist und das Netz aus Steuermitteln bezahlt wird.

    Open ##1843902

  • @bison@mastodon.social 2026-05-01 12:41

    @Lucomo ne andersrum, alle die kein auto fahren müssen strafgebühren zahlen weil sie die straße nicht genug nutzen

    Open ##1852159

  • @omimesis@mastodon.social 2026-05-01 17:36

    @Lucomo oder Strafgebühren für ungenutzte Steckdosen 🤷‍♂️

    Open ##1922343

  • @DC4DD@sueden.social 2026-05-01 17:51

    @Lucomo Mir ist immer schon klar gewesen, dass der Staat jegliche Autarkie seiner Bürger letztendlich bekämpfen wird. Das wäre auch bei Wasserstoffwirtschaft so, wenn jeder seinen Wasserstoff selber produzieren würde. Steuern erfinden ist easy.

    Open ##1922344

  • @Lucomo Naja. So absurd ist das nicht. Die Anbindung an das Stromnetz und damit die Verfügbarkeit von Strom unabhängig von der eigenen PV Anlage kostet unabhängig vom Verbrauch. Egal ob nur 1 kWh oder 5000 kWh aus dem Stromnetz bezogen werden, die Kosten für das Netz sind gleich. Deshalb verstehe ich auch den Ansatz, die Netzkosten zu pauschalisieren.

    Open ##1922345