Guten Morgen, ich wünsche allen, die es heute feiern, einen guten und gesegneten Karfreitag. Wir Christ*innen feiern heute ein Ereignis, das den Menschen wie eine Torheit erscheinen muss: Christus, das Ebenbild Gottes, der Mensch gewordene Gott, stirbt am Kreuz, geht paradoxerweise in die Gottesferne, um alle Menschen mit Gott zu versöhnen. Es lässt sich nicht erklären, es widerspricht aller menschlichen Logik. Wir würden auf Opfer und gute Werke setzen, darauf, dass am Ende unsere guten Werke schwerer wiegen sls unsere bösen Taten, darauf, dass unsere Opfer unsere Sünden auslöschen. Wir sind doch so gut, das muss doch was zählen... Aber nein: Gott widersetzt sich unserer Logik. Er handelt töricht: er stirbt am Kreuz, um uns unser Zutun, ohne unsere guten Werke, ohne kostspielige Opfer zu retten. Der Tod am Kreuz ist nicht das Ende eines Menschen, sondern unsere Erlösung, unsere Rettung. Es ist zu töricht, um es für wahr halten zu können. Wir setzen doch lieber auf gute Werke, auf Opfer, auf Reinkarnation vielleicht. Aber Gott handelt so, weil er uns liebt. So sehr, dass er selbst unsere Rettung zu seiner Sache macht. Am Kreuz reißt er die Mauer nieder, die uns davon abhält, ein Leben aus der Fülle zu führen. #Karfreitag