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Philippe
@Philippe@hessen.social · Nov 25
@eskensaskia@mastodon.social ahnee, so nicht! Das ist ja schon #männerfeindlich.
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Jaddy
@jaddy@friend.enby-box.de · Nov 26
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@Philippe @eskensaskia Naja, wie denn sonst?
Mit der Erziehung klappt es offenbar nicht („Boys will be boys“).
„Männlichkeits“-Ideale werden gerade wieder hip („Alpha Male“).
Alternativen zu Gewalt (untereinander und gegen andere) werden nicht gelehrt.
Gewaltvolles Verhalten und Sexismus auch im eigenen Umfeld werden geduldet, statt sofort angesprochen und ausgegrenzt.
Es gibt zu wenige Beratungs- und Therapieplätze.
Mal in Zahlen: Ohne “Männer“ (jene, nicht alle…) wären
85% aller Gewalttaten weg80% der Gefängnisse leer95% aller Morde, sexueller Gewalt, Vergewaltigungen an Frauen, Kindern etc weg
„Terrorismus" wäre quasi unbekannt.
Der Strassenverkehr wäre nicht so ruppig, ebenso das Arbeitsleben.
Selbst große Sportveranstaltungen bräuchten keine Absperrungen, Polizeieinsätze usw.
Männliche Gewalt ist ziemlich gleichverteilt über alle Gruppen, Schichten, Klassen, egal welche Kriterien man anlegt. Allerdings wissen wir auch, dass es eine Folge der Sozialisierung ist; weder "genetisch“ noch hormonell.
Das ist deshalb nicht männerfeindlich, sondern gewaltablehnend, denn wir haben durchaus ein flächendeckendes, gruppenübergreifendes #MännerProblem.
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Philippe
@Philippe@hessen.social · Nov 26
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@jaddy @eskensaskia@mastodon.social Weil eine Anzahl einer Menschengruppe sich nicht an die Regeln hält, die ganze Menschengruppe also vernichten. Und somit die halbe Menschheit und irgendwann dann die ganze Menschheit.
Nein, mit dem Gedanken mag ich mich nicht anfreunden. Im Gegenteil, ich verurteile ihn zutiefst.
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Jaddy
@jaddy@friend.enby-box.de · Nov 26
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@Philippe Klar ist das überspitzt und kein Mensch hätte das ernsthaft vor. Gleichzeitig ist es eben flächendeckend; d.h. es gibt kein anderes Kriterium, um die gefährliche, gewalttätige Teilgruppe zu identifizieren.
Das Bild macht darauf aufmerksam, dass mit der einen Hälfte der Menschheit etwas gewaltig(!) schief läuft, unter dem wir alle zu leiden haben. Gewalt wird zu 85% von “Männern“ ausgeübt, an Männern, Frauen, Kindern, Enbies.
Leider hat diese Hälfte der Menschheit die überwältigende Macht und ignoriert gleichzeitig das Problem. Vor allem die „durchsetzungsfähigen“, „männlichen“, potenziell gewaltvollen. Warum sagen und tun die 70-80% anderen Männer so wenig? Vielleicht weil sie das Ausmass nicht wahrhaben wollen, das ihresgleichen anrichtet, vielleicht weil es ihnen "als Mann“ peinlich ist, vielleicht weil sie selber keine Alternativen kennen/können? Was weiss ich.
Also wie lösen wir dieses Problem mit jenen Männern, die ihre Impulse und Gewalt nicht im Griff haben, Frauen und andere in Wort und Tat angreifen, demütigen, verprügeln, töten und uns allen das Leben gefährlich und angstvoll machen?
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Philippe
@Philippe@hessen.social · Nov 26
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@jaddy Wenn ich eine Lösung wüsste, wäre ich reich und berühmt.
Aber schön, wie du formulierst, wie männerfeindlich es ist.
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Jaddy
@jaddy@friend.enby-box.de · Nov 26
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@Philippe Na, „die Lösung(en)" gibt es. Die sind bekannt und weder männer-feindlich noch wollen sie irgendwen vernichten, sondern gewalt-ablehnend. Ich hab sie auch angesprochen. Allerdings wird damit keinein reich oder berühmt, denn sie zahlen sich nicht in materiellem Profit oder Ruhm für Einzelne aus.
Als erstes brauchen wir (alle Menschen) die Aufmerksamkeit und Solidarität der 70-80% nicht-Täter. Also zum Beispiel deine (hoff ich mal…). Wir brauchen ihr Bewusstsein für gewaltvolle Strukturen, Worte, Taten und mindestens ihr aktives Aufmerken dagegen. Schweigen billigt, schweigen tötet.
Übersetzt: Wenn sexistische Sprüche fallen. Wenn Frauen und andere übertönt und untergebuttert werden. Wenn Gewalt verharmlost, angedroht oder als „Lösung" vertreten wird. Wenn wir von gewalttätigem Verhalten erfahren. Dann müssen alle den Mund aufmachen und dies ächten.
Das muss in der Erziehung beginnen. Es darf gar nicht erst hip sein, der Babo, der Bully, der Alpha zu sein (zu wollen). Achtsamkeit und Konfliktlösung ohne Gewalt müssen von klein auf trainiert werden. Auch die Grenzen von kompetetivem Verhalten. Solidarisches Verhalten gegen Gewaltmenschen. Ebenso Selbstbeobachtung und Impulskontrolle. Umgang mit den eigenen Gefühlen. Sich Hilfe zu suchen - auch „als Mann“ - muss normal werden, weil es keine „Schwäche" ist, sondern erwachsen und sozialkompetent.
Es braucht viel mehr selbstverständliche und niedrigschwellige Angebote für Beratung und Therapie.
Alles bekannt, steht in zig Studien. Aber kostet erstens Geld, das keinen unmittelbaren Effekt zeigt und ist zweitens Prävention, there's no glory in it.
Das was die BuReg jetzt machen will, ist dagegen reine Symbolpolitik. Fussfesseln, schärfere Strafen, Opferberatung. Einzelmassnahmen ohne System. Nicht mal die ca. 14.000 fehlenden Frauenhausplätze werden finanziert, geschweige denn Prävention und Therapie. Auch gesetzlich kann Polizei - wenn sie es denn überhaupt ernst nimmt - nichts tun, bis es zu spät ist.
Spanien hingegen ist es systemisch angegangen. Betroffene werden ernst genommen und geschützt, Gefährder überwacht und ferngehalten. Das ist das Mindeste. 30% Rückgang der Femizide, kein einziger Femizid mehr durch einen überwachten Gefährder.
Das alles ist aber höchstens Schadensbegrenzung, solange die 70-80% nicht-Täter (männlich) das Problem - und die Problem-Männer - ignorieren und sich nicht mit den Opfern solidarisieren. Wobei sie selber auch Opfer dieser Problem-Männer werden können. 85% aller Gewaltverbrechen werden von Männern verübt.
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