Lars Weisbrod
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<p>The days are long but the years are short</p><p>DIE ZEIT Feuilleton </p><p><a href="https://linktr.ee/larsweisbrod" target="_blank" rel="nofollow noopener" translate="no"><span class="invisible">https://</span><span class="">linktr.ee/larsweisbrod</span><span class="invisible"></span></a></p>
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Schon interessant dass linke jetzt nach 20 Jahren Identitätspolitik dringend auf der Suche nach einem ANDEREN anti-universalismus sind („Post Liberalismus“) statt halt einfach mal universalisten zu sein wie es sich für Linke gehört
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Noch vor wenigen Jahren konnte man sowas schreiben und es ging im Diskurs als irgendwie vage „feministisch“ durch
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Vielleicht brauchen wir tatsächlich wieder eine „Frontier“, irgendwo auf dem Mars, im Asteroidengürtel, am Meeresgrund, wo man sich frei macht von den sozialen Zwängen, die im Zentrum walten, und andere, bessere Lebensformen erproben kann?
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Ich glaube was wir noch gar nicht richtig begriffen haben ist die strukturelle Krise nicht nur des Journalismus sondern JEDER Kommunikation. Was wir aus Verlegenheit „Moralismus“ oder „Wokeness“ nennen heißt: Wie haben jedes öffentliche Reden verlernt, das nicht als moralische Kritik formuliert ist
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Ich hab meinem Sohn den Witz erzählt mit dem Vampir auf dem Tandem, das Kind dann: Warum ein Tandem? Der Witz funktioniert doch auch mit einem normalen Fahrrad! Darüber hatte ich noch nie nachgedacht. Dass er mit Tandem BESSER funktioniert, ist eine interessante humortheoretische Beobachtung
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Poschardt zitiert Dath, der Davis zitiert. (Das erinnert mich daran, wie meine Dietmar-Dath-Begeisterung überhaupt entstand: Vor vielen Jahren las ich ein Interview mit Dath, das Ulf Poschardt für die Welt geführt hatte - und ich fand alles, was Dath sagte, so aufregend und neu und anders.)
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Bei Lefebvre kommen Linke heute schon gar nicht mehr vor als einflussreiche Gegner des Liberalismus, höchstens noch ein Vordenker des chinesischen Regimes taucht da auf
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Es gibt, scheint mir, ein Grundproblem mit jeder linken Idee von „Care Economy“: insofern Care „Reproduktion“ ist, kann sie nur Derivat eines anderen „produktiven“ Zwecks sein - ja, wir sollten uns besser umeinander kümmern, aber wo wir das bloß als Selbstzweck tun, fühlt es sich leer und sinnlos an
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Und wenn du mich küsst schreibt dath wieder für die faz
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Kann man als 41 jähriger Mann noch surfen lernen
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Wir müssen jetzt endlich mal diese Art von komplettverblödetem „Feminismus“ abstellen, es ist wirklich nur noch eine Zumutung und behindert jedes tatsächlich linke Projekt
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Danger Dan scheint mir (ähnlich wie El Hotzo) vor allem das Kind einer Zeit, in der viele Linke das Bedürfnis spürten, sich politisch möglichst radikal auszudrücken, diesem Bedürfnis aber kaum Begriffe oder Ideen gegenüberstanden. Und dann kommt eben so etwas heraus.
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Bei Danger Dan hängen die Probleme auch noch mal spezifisch mit der Geschichte der Antideutschen zusammen. Ich kann das letztlich gut nachvollziehen, mir geht es ja auch so: Ich hätte lieber mal den Moishe Postone lesen sollen statt immer nur den anderen &quot;verkürzte Kritik&quot; vorzuwerfen
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Was ich alles lerne, wenn ich NLR lese und ein englisches Wort nachschlage, das ich nicht kenne
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Diese Begründung stimmt eigentlich immer
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Wenn ich mit der NLR-Lektüre nicht so hinterher hinken würde, würde ich im Podcast auch besser abliefern. Diesen Text hier aus der November-Ausgabe 2025 zum Beispiel hätte ich unbedingt VOR unserer Ben-Lerner-Folge lesen müssen: https://newleftreview.org/issues/ii156/articles/ryan-ruby-wikipedia-and-the-novel
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ich vermiss irgendwie die coole zeit als noch WM war
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Wie findet ihr den Titel „Wenn die da oben nicht mehr können und die da unten nicht mehr wollen“ für eine Podcast-Folge darüber dass junge Menschen immer weniger Sex haben
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Ich habe gerade eine große Sehnsucht nach intellektuellen Institutionen, die sich möglichst wenig verändern. Dass die Website der NLR aussieht, als sei sie 20 Jahre alt macht mir Hoffnung. Dass ich von Suhrkamp auf instagram mit irgendwelchen Zoomer-Gags angequatscht werde, macht mir Sorgen
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Auf Twitter gibt’s wieder technische Probleme, schnell, tut mal alle kurz so als wärt ihr cool, damit die Twitter-Leute sich hier einloggen!
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Antideutsche Und antiimperialisten müssen sich wieder zusammentun und sich auf ihre gemeinsamen Feinde besinnen: dreckige Hippies
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Ich glaube viele Energien die ins politische fließen gehören da gar nicht hin. Was die Leute eigentlich wahnsinnig macht: dass sie diese Welt nicht mehr VERSTEHEN (wissenschaftlich, technisch). Weil es keine Ausdrucksformen für diese Frustration gibt, reden die Leute dann stattdessen über Politik
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„You may give them your love but not your thoughts, For they have their own thoughts. You may house their bodies but not their souls, For their souls dwell in the house of tomorrow, which you cannot visit, not even in your dreams.“
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Wir drehen jetzt eine neue Schleife des Was-bedeutet-Männlichkeit-heute-Diskurses statt endlich einmal einzusehen, dass Männlichkeit im besten Fall gar nichts bedeutet weil wir sie abgeschafften sollten (Weiblichkeit dementsprechend auch)
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Zwei Amerikaner im deutschen Buchladen in Paris vor den Jelinek-Büchern: - I went to a jelinek play - did you enjoy it? - no but I guess that’s not the point… (Beide schweigen) - do you want to get coffee? - yes (Sie verlassen den Laden)
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Das ist auch ein Aspekt der umfassenden Gegenwartsverblödung: dass noch der letzte Scheißpilz von Linksliberalen abgekultet wird, aber wenn einer mal auf die absurde Schönheit des Alls hinweist, vom Mond bis zu den Sternen, dann gilt das nicht, weil da ja gar nix „lebt“
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Eigentlich seltsam, weil der sogenannte Posthumanismus doch mal den Anspruch hatte, selbst noch die Grenzen des biologischen Lebens zu überwinden und sich auch den Steinen, Felsen, Mineralien zu widmen (steht jedenfalls so beim Diedrich Diederichsen)
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Das ist leider genau der Kitsch, den die Linke endlich hinter sich lassen muss, wenn sie wieder irgendeine echte, eine materialistische Idee gewinnen will von Zukunft und von einem besseren Leben
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Nach Jahrzehnten der Austerität wissen die Leute sehr gut, was es heißt ABHÄNGIG zu sein von Gesellschaft und Natur. Linke erklären ihnen gern, warum diese Abhängigkeit gut oder nötig ist - statt ihnen endlich zu sagen: In der gerechteren Gesellschaft, die wir wollen, werden ihr UNABHÄNGIGER sein
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Gerade auf einem Pariser Kinderspielplatz eine superelegante, mit schimmerndem weiß-anthrazitfarbenem Fell beschenkte Ratte gesehen- da können die hässlichen schmutziggrauen Viecher von Hamburgs Spielplätzen natürlich nicht mithalten