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@lu_leipzig@troet.cafe

Post #784038

2026-03-21 17:12 UTC

Die aktuelle Debatte hat mir nochmal klargemacht, wie schwer es mir eigentlich noch immer fällt, mich zu feministischen Themen zu äußern. Ich wünsche mir sehr eine Gesellschaft ohne Patriarchat, ohne Gewalt, ohne rigide Geschlechterrollen und zugehörige Erwartungen, ohne Dominanzgesten und Mackergehabe. Das ist mir aber erst in den letzten Jahren so langsam bewusst geworden und ich habe nach wie vor das Gefühl, in dieser Frage noch ganz am Anfang zu stehen. 🧵 1/10

Replies (2)

  • @lu_leipzig@troet.cafe 2026-03-21 17:12

    Mit Anfang 20 hatte ich mich nämlich noch in einem Umfeld bewegt, das man wohl am ehesten als toxische Männerrunde bezeichnen kann. In dem rechtslibertäre und antifeministische Ansichten die Norm waren. In dem ein Typ, der doppelt so alt war wie der Rest, den Ton angegeben hatte (und in dem ich als Waise wohl auch eine Art Ersatzvater gesehen habe). Ich hielt diese Runde damals sogar für subversiv und antiautoritär und habe mich mitreißen lassen, wofür ich mich heute sehr schäme. 2/10

    Open ##1487787

  • @magisternavis@nrw.social 2026-03-22 11:43

    @lu_leipzig Lucas, es ist interessant was du schreibst. Das klingt wie ein Aufwachmoment. Manche mögen den Zustand davor als „wach“ bezeichnen. Ich bin mir nicht so sicher ob ich im Studium #Frauen verteidigt habe vor den Machos und auch nicht warum und ob die Frauen das überhaupt wollten. Doch hab ich durch die ganze jahrelange Debatte ein bisschen vergessen, dass ich ein #Mann bin und das sehr gerne. Das finde ich für mich wichtig.

    Open ##1487804