Elektrine lite

← Feed

@kassander@norden.social

Post #4378355

2026-08-04 11:25 UTC

@kattascha@chaos.social "Und es ist erschütternd: Solarenergie ist 4 % des deutschen Endenergiebedarfs und Wind ist bei 5,9 % deutscher Endenergiebedarf. Das heißt, wir sind nicht am Ende der Energiewende. Wir sind auch nicht in der Mitte. Wir sind ganz am Anfang. [...] Die Energiewende ist eine gigantische Infrastrukturaufgabe und ohne da jetzt noch weiter in die Details zu gehen: Es ist völlig klar, es gibt kein grünes Wachstum. Die Ökoenergie wird nicht reichen." 2/3

Replies (2)

  • @kassander@norden.social 2026-08-04 11:36

    @kattascha@chaos.social Nachtrag: Wer es nicht gucken oder zuhören mag, soll bitte nicht denken, dass es Frau Herrmann darum ginge, den Kopf in den Sand zu stecken! Nein, ich verstehe Sie so, dass sie endlich Gestaltung des Umgangs mit den begrenzten Ressourcen des Planeten fordert. Sie will, dass Rationalisierung der knappen Ressourcen international in die Diskussionen kommt. Damit wäre der ungezügelte Kapitalismus am Ende und viele seiner idiologischen Anhängsel. 3/3

    Open ##4378360

  • @don@procial.tchncs.de 2026-08-04 11:49

    @kassander@norden.social All diese Studien sind schön und gut, aber wir sind eingebettet, in das europäische Stromnetz, das für rotierende Massen konzipiert wurde. Das kann man leider nicht so einfach auf ein komplett anderes Konzept umstellen. Insbesondere PV erzeugt vormittags schnell ansteigende Flanken an verfügbarer Energie, für die es keine Verbraucher gibt. Das kann dieses Netz nur schwer kompensieren. Die Kosten dafür werden immer höher. Für diese Anomalie brauchen wir jetzt erst einmal Verbraucher, oder ein Modell, um die nicht benötigten Erzeuger abschalten zu können. Das gilt auch für die vielen Millionen Anlagen auf privaten Dächern. Meine Vermutung ist deshalb, dass der Ausbau von PV zukünftig in Wellen verlaufen wird. In der ersten Welle wurde quasi blind PV ausgebaut, das war das EEG. Diese Welle ist jetzt am Ende angekommen. Nicht falsch verstehen, das war gut so, damit es überhaupt mal losgehen konnte. Jetzt muss eine Welle von Speichern folgen, die diese Überkapazitäten glättet und über den ganzen Tag verfügbar macht. Aktuell sollten wir nur noch PV mit Speicher zubauen, das ist ohnehin die beste Lösung, weil sich dann der Speicher und die PV-Anlage den Netzanschluss teilen können, denn Netzanschlüsse sind der Flaschenhals der Energiewende. Aber was wir ganz sicher machen müssen, ist, die aktuellen Regeln für den PV-Zubau neu zu gestalten, damit wir viel mehr fossile Prozesse elektrifizieren können. Long way to go! Aber das geht auch mit den aktuellen Gesetzen und der bescheuerten Fossillobby, die wir an die Macht gewählt haben, es ist nur ein wenig komplizierter. @kattascha@chaos.social

    Open ##4380685