2026-08-04 11:49 UTC
@kassander@norden.social
All diese Studien sind schön und gut, aber wir sind eingebettet, in das europäische Stromnetz, das für rotierende Massen konzipiert wurde. Das kann man leider nicht so einfach auf ein komplett anderes Konzept umstellen.
Insbesondere PV erzeugt vormittags schnell ansteigende Flanken an verfügbarer Energie, für die es keine Verbraucher gibt. Das kann dieses Netz nur schwer kompensieren. Die Kosten dafür werden immer höher.
Für diese Anomalie brauchen wir jetzt erst einmal Verbraucher, oder ein Modell, um die nicht benötigten Erzeuger abschalten zu können. Das gilt auch für die vielen Millionen Anlagen auf privaten Dächern.
Meine Vermutung ist deshalb, dass der Ausbau von PV zukünftig in Wellen verlaufen wird.
In der ersten Welle wurde quasi blind PV ausgebaut, das war das EEG. Diese Welle ist jetzt am Ende angekommen. Nicht falsch verstehen, das war gut so, damit es überhaupt mal losgehen konnte.
Jetzt muss eine Welle von Speichern folgen, die diese Überkapazitäten glättet und über den ganzen Tag verfügbar macht.
Aktuell sollten wir nur noch PV mit Speicher zubauen, das ist ohnehin die beste Lösung, weil sich dann der Speicher und die PV-Anlage den Netzanschluss teilen können, denn Netzanschlüsse sind der Flaschenhals der Energiewende.
Aber was wir ganz sicher machen müssen, ist, die aktuellen Regeln für den PV-Zubau neu zu gestalten, damit wir viel mehr fossile Prozesse elektrifizieren können.
Long way to go!
Aber das geht auch mit den aktuellen Gesetzen und der bescheuerten Fossillobby, die wir an die Macht gewählt haben, es ist nur ein wenig komplizierter.
@kattascha@chaos.social
Replies (1)
-
@Laberpferd@sueden.social 2026-08-04 17:03
@don@procial.tchncs.de @kattascha@chaos.social @kassander@norden.social 1/2 Es ist technisch überhaupt kein Problem Wechselrichter zu bauen die ein Stromnetz formen und mit simulierter Schwungmasse Stabilisieren, genau genommen bauen wir die Hardware schon seit mindestens 20 Jahren