Post #4186110
2026-07-29 06:00 UTC
Replies (2)
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@plinubius@chaos.social 2026-07-29 06:18
@BlumeEvolution@digitalcourage.social Ist Dir schon mal in den Sinn gekommen, dass die "Reaktanz" vielleicht weniger Folge der "Verwissenschaftlichung von Politik" ist, sondern ein Zeichen dafür, dass u.a. die Wissenschaft einem obrigkeitsstaatlichen Irrtum erlegen ist, es ginge darum, den Fürsten zu beraten, sie aber den Fürsten in ihrer Obrigkeitsorientiertierung irrtümlich zu wenig in der Bildung der breiten Öffentlichkeit gesucht haben, mit der Folge massiver Legitimitäts-, Akzeptanz- und Verständigungsprobleme?
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@BlumeEvolution@digitalcourage.social 2026-07-29 06:13
@plinubius@chaos.social Ja, schon die römische Republik distanzierte sich von der direkten, athenischen Demokratie durch die Betonung des Senates als Legislative (S.P.Q.R.). Unser modernes Parlament leitet sich aus dem französischen, obersten Gerichtshof, dem „Parlement de Paris“ ab, das dem König neue Steuern verweigerte. Heute legitimiert (!) sich weit über die deutschsprachigen Bundesrepubliken hinaus die Legislative durch Wahl, die Publikative durch Resonanz und die Scientfikative durch Wissen. Nahezu jede gesellschaftliche und politische Debatte wird zunehmend auch wissenschaftlich unterfüttert & geprägt. Und all dies geschieht auch in der Justiz: So wurde ich u.a. als religionswissenschaftlicher Gutachter & Sachverständiger durch Gerichte (Judikative) zu IS-Terrorverfahren geladen und gehört. Dabei bin ich ja weder Jurist, Richter noch Anwalt, „nur“ Religions- und Politikwissenschaftler. https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dr-blume-sehen-sie-voelkermorde-im-irak-in-gaza-im-libanon-im-westjordanland-meine-antwort-hier/