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@grimm@norden.social

Post #3338191

2026-05-29 09:03 UTC

Es verknüpft 7 Projekte an einem einzigen Anschluss und kann innerhalb von 10 Tagen zu- oder absagen. Aber bisher fehlt das Gesetz dafür. In Balzhausen, Landkreis Günzburg, hängen seit Herbst 2025 drei Solarparks, drei Batteriespeicher und ein Windpark am selben Transformator. 80 Megavoltampere kann der Trafo verarbeiten, das ist seine Anschlussleistung. Dran hängen werden aber 126 Megawatt Leistung. Schau genau hin, dann merkst du es: Am Trafo hängt mehr, als er „eigentlich“ leisten könnte

Replies (3)

  • @grimm@norden.social 2026-05-29 09:03

    Das Konzept heißt „Einspeisesteckdose“ und ist im Branchendiskurs noch eine Fußnote. Sollte es aber nicht sein. Denn wer heute einen Solar- oder Windpark anschließen will, wartet Monate. Die gesetzliche Acht-Wochen-Frist streckt sich in der Praxis auf acht Monate. Branchen-Experten schätzen den Anschluss-Stau allein für Deutschland auf rund 70 Gigawatt.

    Open ##3338192

  • @uint8_t@chaos.social 2026-05-29 12:54

    @grimm@norden.social ich frage mich warum es nicht öfters mit der Antriebswende kombiniert wird. Einige Solarparks sind verkehrstechnisch gut angebunden und ein CCS Ladestation (4-5 MW) ist zwar nur ein Bruchteil von 80, senkt aber die Gesamtkosten deutlich. Mit Batteriespeicher und dynamischen Ladepreis kombiniert konnte der Solar/Windparkbetreiber statt Abriegelung immer noch Vergütung bekommen; LKWs können um einiges an Energie aufnehmen.

    Open ##3338210

  • @forthy42@mastodon.net2o.de 2026-05-30 09:12

    @grimm@norden.social Die Rechnung, dass Speicher eine Anschlussleistung haben, ist eh falsch. Die haben, wenn man sie gemeinsam mit Erzeugern oder Verbrauchern anschließt, eine Dämpfungswirkung. D.h. sie müssen als negative Anschlussleistung berechnet werden.

    Open ##3338214