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@thomas_watercolor@mastodon.peaceful.social

Post #3101005

2026-05-16 05:42 UTC

@klimagarten@social.tchncs.de @BeeDoubleYou@norden.social wenn am Ende nur ein "paar" Menschen übrig bleiben, die noch wirklich etwas mit den Händen erschaffen - ist das dann noch Fortschritt oder kultureller Selbstmord? Würdest du den technologischen Fortschritt opfern, um die Würde und Existenz dieser Berufe zu retten? 500 v. Chr. Erkannte man, dass alles Seiende sich in ständigem Wandel befindet... Was machen wir jetzt mit diesem Dilemma? 🤔

Replies (1)

  • @thomas_watercolor@mastodon.peaceful.social @BeeDoubleYou@norden.social Gute Frage. Kein Mensch drückt heute noch den Keilstift in frischen Ton. Aber die Tontafeln haben alle Kriege und Brände überstanden. Digitale Schriften werden das mit Sicherheit nicht. Ich denke, dass es gut ist, alte Fähigkeiten zu pflegen, auch durch Zeiten, wo sie offensichtlich nicht gebraucht werden. Der alte Schreiner sollte mehr verdienen, als der junge Programmierer. ... Es ist gut zu wissen, wie man sät und gießt, wie man selber kocht und zubereitet. Ich weiß aber auch, dass der Beruf des Gärtners, den alle vor mir lebten, keine Folge finden wird. Der Verzicht auf Erfahrungswissen, auf altes Wissen, ist kultureller Selbstmord. Gewiss. Aber wir haben die Kraft, diesen Spagat zwischen Neugier und Bewahrung auszuhalten.

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