Post #2718135
2026-04-06 11:29 UTC
[Allerdings] bleibt die Analyse dann bei der Feststellung stehen, dass Akteure wie #FriedrichMerz daran Schuld und eine Fehlbesetzung sind. Das kann man so sehen, verkennt aber die tieferen systematischen Ursachen. Auch wenn er morgen wundersam aus der Öffentlichkeit verschwände, wäre die Debattenkultur nicht besser. Dass ein:e Politiker:in versucht, aktuelle Ereignisse für eigene Zwecke zu instrumentalisieren, ist kein Bug sondern ein Feature dieses Berufs. Ziel ist es nicht, Probleme zu lösen, sondern die eigene Macht zu vergrößern oder mindestens zu erhalten. Wer das nicht macht, kommt gar nicht erst in relevante Positionen oder wird schnell wieder abgesägt.
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Replies (1)
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@cark@social.tchncs.de 2026-04-06 11:30
Das Gute an der Demokratie sind grundsätzliche Anreizstrukturen, die "Machterhalt" und "Probleme-lösen" einigermaßen auf eine Linie bringen, z.B. durch eine wahrnehmbare Opposition, kritische Medien und relevanten öffentlichen Druck. Durch die Fragmentierung des Mediensystems, Filterblasen etc. funktionieren diese Mechanismen aber immer schlechter. 3/