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@cark@social.tchncs.de

Post #2718102

2026-04-26 21:22 UTC

@heri@net.miaumuh.ch Dass viele Menschen sich im Alltag nicht auf "einen lösungsorientierten Diskurs" einlassen, nehme ich auch so war. Ich würde aber bestreiten, dass sie ihn grundsätzlich nicht wollen. Ich würde eher sagen, es fehlt an positiven Beispielen, sodass er zu selten aktiv praktiziert oder aus einer Publikumsrolle (Stichwort Talkshow) eingefordert wird. Dass Menschen vor allem von echten und medial erzeugten Alltagsproblemen und -Prioritäten bewegt sind, sehe ich ebenfalls so. Es gibt aber genügend Beispiele dafür, dass Menschen sich durchaus ihrer langfristigen Interessen bewusst werden und dafür eintreten. Und auch das kann Sinn- und gemeinschaftsstiftend sein. 1/2

Replies (1)

  • @cark@social.tchncs.de 2026-04-26 21:23

    @heri@net.miaumuh.ch Umgekehrt bedeutet, das Konzept des "konstruktiven Diskurses" aufzugeben, ja entweder Resignation oder Militanz. Und da würde ich ganz nüchtern, also auf Ebene der instrumentellen Vernunft sagen: Diskurs ist die aussichtsreichste Strategie um die absehbaren Probleme abzuwenden oder zumindest abzumildern. Mein stärkstes Pro-Diskurs-Argument habe ich von #FelixEkardt: Wer mit scheinbar wohldurchdachten Gründen versucht dafür zu argumentieren, dass ratioinaler Diskurs sinnlos oder unmöglich sei, widerspricht sich durch diese Argumentationshandlung selbst. 😉 PS: Texte und Vorträge von Felix sind wirklich sehr empfehlenswert. 2/2

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