Elektrine lite

← Feed

@heri@net.miaumuh.ch

Post #2718101

2026-04-26 13:36 UTC

... die kleinen oder grossen Träume, hat Herta BSC gewonnen?, dazugehören, zusammen lachen, hat die Nachbarin den Kehrrichtsack korrekt entsorgt?, ist meine Frau mir treu?, usw. usf. Wenn sie eine Talkshow schauen zu Klimawandel oder so, dann interessiert sie mehr als das Thema selber, ob die teilnehmende Frau gut aussieht, ob der teilnehmende Mann korrekt angezogen ist. Sie ziehen sogar mit Hurrah! in den Krieg. Denn da gibt es Gemeinsamkeit, Kameradschaft, schöne Momente, von oben vermittelter Sinn. Das Elend wird komplett ausgeblendet. Da sie das alltägliche Leben eh schon als mühsam und ungerecht empfinden, versuchen sie mit dieser Haltung, für sich ein Stück heile Welt aufzubauen/zu erhalten, um das Bedrohende draussen zu halten. Ausgeblendet wird dann logischerweise eben auch, dass der menschengemachte Klimawandel uns in naher Zukunft bedroht, denn die oben aufgezählten Grundinteressen bleiben für sie auch bei plus 4 Grad Celsius immer noch die wichtigsten Interessen.

Replies (1)

  • @cark@social.tchncs.de 2026-04-26 21:22

    @heri@net.miaumuh.ch Dass viele Menschen sich im Alltag nicht auf "einen lösungsorientierten Diskurs" einlassen, nehme ich auch so war. Ich würde aber bestreiten, dass sie ihn grundsätzlich nicht wollen. Ich würde eher sagen, es fehlt an positiven Beispielen, sodass er zu selten aktiv praktiziert oder aus einer Publikumsrolle (Stichwort Talkshow) eingefordert wird. Dass Menschen vor allem von echten und medial erzeugten Alltagsproblemen und -Prioritäten bewegt sind, sehe ich ebenfalls so. Es gibt aber genügend Beispiele dafür, dass Menschen sich durchaus ihrer langfristigen Interessen bewusst werden und dafür eintreten. Und auch das kann Sinn- und gemeinschaftsstiftend sein. 1/2

    Open ##2718102