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@cark@social.tchncs.de

Post #2718087

2026-04-23 19:04 UTC

2. Auch diejenigen, die 100% "verstehen, dass es den Klimawandel gibt" basieren dieses Verständnis auf Glaubenssätzen. Man könnte dabei theoretisch bis auf die elementare Ebene runter gehen (1 + 0 = 1, a² + b² = c², ...) und eine Vielzahl an Fakten anführen, die alle sehr überzeugend aka "glaubwürdig" sind. Aber die allerwenigsten Menschen könne, die Existenz Klimawandels lückenlos aus solchen elementaren Puzzle-Teilen begründen. Stattdessen ist es sehr viel üblicher, dass man für das "Verständnis" eine Vielzahl an Annahmen akzeptiert (z.B., dass man Oberflächentemperaturen mit Satelliten messen kann, dass CO2 im IR-Bereich viel Energie absorbiert, dass die öffentlich verfügbaren klimarelevanten Datensätze der Realität entsprechen etc. pp.) 6/

Replies (1)

  • @cark@social.tchncs.de 2026-04-23 19:06

    Wenn Menschen sagen, dass sie "nicht an den Klimawandel glauben" bedeutet das ja nicht, dass sie alle diese Annahmen aus "unserem wissenschaftlichen Gedankengebäude" akzeptieren und dann einfach zu doof sind, den letzten offensichtlich logischen Denkschritt zu gehen. Das Problem ist (aus meiner Sicht), dass sie weiter vorn im Erkenntnisprozess bestimmte Annahmen nicht mittragen oder bestimmte Schlussfolgerungen nicht mitgehen. Wo konkret das "Verständnis-Problem" dann im Einzelnen liegt, ist vermutlich individuell sehr unterschiedlich. Ich glaube aber, dem (publizistischen) Klimaaktivismus würde es gut, tun anzuerkennen, dass ein echtes Verständnis des Phänomens Klimawandel ein nichttrivialer und voraussetzungsreicher Erkenntnisprozess ist. 7/

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