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@cark@social.tchncs.de

Post #2718084

2026-04-23 19:02 UTC

> An den Klimawandel kann man nicht "glauben". Man kann verstehen, dass es ihn gibt oder halt nicht. Was ist der Unterschied zwischen "glauben" und "verstehen"? Das "Glauben" ist aus meiner Sicht die isolierte Akzeptanz bestimmter Aussagen. Beispiele: "Die Geschenke bringt der Weihnachtsmann." oder "Die Erde ist eine Kugel." Hingegen ist "Verstehen" das konsistente Verknüpfen vieler verschiedener Aussagen (inkl. Beobachtungen), sodass sie sich gegenseitig stärken, mindestens aber nicht Widersprechen. 3/

Replies (1)

  • @cark@social.tchncs.de 2026-04-23 19:03

    Die Herausforderung ist, dass bei hinreichend komplexen Phänomenen die Menge an relevanten Aussagen sehr groß und ihre Verknüpfungen so komplex werden, dass das menschliche Gehirn überfordert ist. Menschen greifen dann unvermeidbar auf Heuristiken zurück, z.B. Aussagen von vertrauenswürdigen Personen (z.B. Lehrer- oder Wissenschaftler:innen) als wahr zu akzeptieren. D.h. das was wir als "Verstehen" bezeichnen, basiert letztlich auch darauf, dass wir bestimmte Aussagen ('Grundannahmen') glauben. Und andere Grundannahmen wie "Die Erde is hohl." glauben wir nicht. Hinzu kommt, dass in vielen Fällen die (subjektive) Informationslage (noch) nicht eindeutig ist, sodass wir statt logischer Schlussfolgerungen meist Abschätzungen vornehmen. 4/

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