Post #2549328
2026-05-12 21:08 UTC
@lipow@norden.social @ojelabii@norden.social @irgendwiejuna@chaos.social Ich bin zwar nicht wirklich vom Fach, aber ich sehe hier vor allem die natürliche Tendenz, einmal gefasste Meinungen nicht mehr zu ändern. Wer bereits davon überzeugt ist, dass Chatbots super hilfreich und nützlich sind, wird immer Ausreden finden, wenn das Gegenteil demonstriert wird.
Hinzu kommt, dass viele Menschen das Gefühl haben, mit Hilfe der Chatbots mehr schaffen zu können. Nicht alle können malen, schreiben, musizieren (zumindest nicht auf einem Niveau, das sie zufriedenstellt), aber viele würden gerne. Viele Menschen haben Schwierigkeiten damit, komplexe Texte nachzuvollziehen. Chatbots geben ihnen das Gefühl, über sich selbst hinauszuwachsen. Das führt dazu, dass Menschen emotional in die "KI" investiert sind und umso mehr Ausreden für ihren Erhalt suchen.
Replies (1)
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@lipow@norden.social 2026-05-13 06:04
@Newstrujew@autistics.life Ja, das sind bestimmt alles Faktoren. Mich würde mal interessieren, wie das in anderen Kulturen ist, denn ich glaube, wir ernten hier auch nach der problematischen Saat der ständigen Benotung/Bewertung. Unser Bildungssystem, wie es größtenteils noch organisiert ist, belohnt ja immer nur Output, nicht den Weg dahin, und setzt komplett auf externe Anreize, während es gleichzeitig die Freude am Lernen kaputtmacht. Es vermittelt: auf die Note kommt es an, nicht> @ojelabii@norden.social @irgendwiejuna@chaos.social