Elektrine lite

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Canzonett

canzonett@fnordon.de

<p>Heavybook Reader. Asker of Questions. Seeker of Secrets. Explorer of Adventures. Freelance Gingerbreadist &amp; Labyrinthist. Passionate Listener &amp; Learner.</p>

Posts

  • Post #2746816

    Ein neuer Mai ist frisch, noch leicht zerzaust, aus seinem Ei geschlüpft und lässt die starren, kalten Schalen liegen. Plustert den Pusteblumenflaum, weckt mit der Brise Wiesensilberschaum, um auf den zarten Schwingen in sein erstes Abendlicht zu fliegen.

  • Post #2746815

    Gerade noch im letzten Blau dort droben zwischen dem Rosenhorizont im Osten und dem Honigozean im Westen; gerade als die Schwelle mich vom Abend trenne wollte, riss mich ihr Schrillen hoch empor, hinaus in Himmelsweiten, zu sehn nur knappe Skizzenstriche zwischen Dächern, doch kristallen scharf ihr Rufen fast wie von meiner Seglersehnsucht in den ersten Mai hinaufkatapultiert. Kaum glaublich, kaum zu packen mit Gedanken ist mein Glück: Die Segler, ja, die Mauersegler sind zurück.

  • Post #2746814

    Statt angemessen früh um 8 ins Bett zu gehen (ich muss um 4:00 Uhr wieder raus) doch noch Seminarkonzept und Folien für morgen Nachmittag fertig gemacht. Vielleicht kann ich dafür morgen früh in Eichstätt auf dem Weg vom Bahnhof zur Uni eine Pusteblumen-auf-der-Seminarwiese-Anguck-Pause einlegen und an meinem Pusteblumen-Gedicht vom Mittwoch weiterschreiben …

  • Post #2746813

    Wenn aus 15 Minuten Zeitreserve zum Umsteigen 4 Minuten Zugversäumung in Ingolstadt und mindestens 30min Verspätung in Eichstätt werden, von gut 40 Minuten frühmorgendlichem Umherstehen am Münchner Hauptbahnhof statt ruhiger Lesepause im Zug mal ganz abgesehen. Toller Start in die Woche. #sarcasm

  • Post #2746812

    Ein Morgenwartelicht, in dem das Land zwischen dem Himmel, Nebel und den Hügeln wie in einem Ozean schwebt, vom Beben schon eines Gedanken sacht bewegt, um sich inmitten dieses Jetzt zu weiten und zu regen.

  • Post #2746811

    Unentwegter Reiseschimmer quillt aus den Wiesen in Milliarden Pfaden, taumelt sich geschwisterlich ins tiefe Licht in den unsichtbaren Strömen, die ins Weite laden. Jeder Augenblick schenkt Aufbruchsatem, auf dem Keime künftiger Geschichten eine Weile säumen, um, bevor sie Wurzel schlagen, Abenteuer zu erträumen, Rätsel zu ersinnen, statt nach Lösungen zu raten.

  • Post #2746810

    Mauerseglermorgen Die Luft schwirrt und singt, wie geschwungen an Leinen, suchend im Meinen, ankernd in mir, im Jetzt und im Hier.

  • Post #2746809

    Wenn der Abend sich mir in die Lider spuckt und Gewölle in die Gedanken, suche ich mich vergebens nach Haus, irre mich fest im Gewirr der Schranken, zweifle so tiefe Gruben hinab unter beide Sohlen, dass ich nur warten und stürzen kann, dem Taumeln anbefohlen.

  • Post #2746808

    Gern würde ich den Zebrastreifen wieder mal besuchen, den ich im letzten Herbst in Lübeck traf: da war er noch ganz klein und legte sich mir frischgepinselt unter meine Füße. Inzwischen wird er groß und recht zerschlissen sein.