2026-10-02 07:12 UTC
Poppy - Empty Hands
Album 32/52
Ich bin ehrlich, Poppy als Künstlerin habe ich nur am Rande wahrgenommen. Ich dachte, sie wäre ein generisches Pop-Sternchen, das sich am Metalcore versucht. Und ich muss sagen: Ich liege gleichzeitig falsch und richtig. Worauf ich hinausmöchte: Poppy wildert auf Empty Hands in (fast) jedem Genre. Von Metalcore über Djent und Pop-Punk bis hin zu Indie und elektronischen Sounds ist eigentlich alles dabei. Das macht das Album interessant, aber leider auch inkonsistent.
Am besten funktionieren für mich die Songs, in denen sie sich entweder komplett auf ein Genre einlässt oder bewusst etwas Eigenes daraus macht. Problematisch wird es immer dann, wenn die Songs irgendwo dazwischen hängen und versuchen, mehrere Formeln gleichzeitig zu bedienen. Gerade die Stücke, die sich nicht einfach in eine klassische Genrestruktur pressen lassen, gehören für mich deshalb zu den interessantesten des Albums.
Dabei sind viele Songs durchaus catchy und bringen etwas mit, das sie besonders macht. Sei es Poppys Stimme, die beim Clean-Gesang teilweise fast etwas langweilig wirkt, durch ihre Screams aber plötzlich einen ganz eigenen Charakter bekommt. Oder die Produktion, die auf einem sehr hohen Niveau ist und die elektronischen Elemente, Riffs und Vocals extrem sauber miteinander verbindet.
Trotzdem wirkt Empty Hands auf mich eher zusammengewürfelt. Als hätte Poppy möglichst viele verschiedene Einflüsse auf einem Album unterbringen wollen. Das ist an sich spannend, fühlt sich stellenweise aber ein bisschen zu gewollt vielfältig an.
Lieblingssongs:
– Bruised Sky
– Dying to forget
– Time will tell
– Eat the hate
– If we‘re following the light
– Empty hands
Bewertung: 6,5
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