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@fau_erfurt@todon.eu

2026-07-16 19:35 UTC

@FAU@todon.eu Wir haben da noch eine Ergänzung: Wir freuen uns, dass sich ein breites Bündnis aus Organisationen an den Protesten gegen den AfD-Parteitag in Erfurt beteiligte. Doch wir als FAU Erfurt sind der Ansicht, dass eine adäquate Kritik nicht auf die AfD reduziert sein darf. Der AfD-Parteitag in Erfurt im Juli weist erneut darauf hin, wie tief die Gefahr von autoritären und nationalistischen Strömungen in unserer Gesellschaft verankert ist. Die AfD ist A. Weidel zufolge1 eine konservativ-libertäre Partei. Libertäre wollen unter anderem den (letzten Rest des) Sozialstaats abreißen. Darüber hinaus kriminalisiert die AfD Migrant*innen, marginalisiert alle, die nicht in traditionelle Rollenbilder passen, und plant Lohnabhängige noch stärker auszubeuten. Doch die Kritik darf eben nicht nur auf die AfD gerichtet sein. Sie muss das gesamte parlamentarische Gebilde umspannen, das in das kapitalistische Staatssystem eingewoben ist. Der demokratische Handlungsspielraum der Staatsbürger:innen ist schlussendlich beschränkt auf das Setzen des Kreuzchens am Wahltag und hier gibt es keine wirklichen Alternativen. Auch die anderen Parteien abseits der AfD bieten keine wählbaren Programme. 1/x

Replies (1)

  • @fau_erfurt@todon.eu 2026-07-16 19:36

    @FAU@todon.eu Sie stecken fest in neoliberalen, wachstumsorientierten Logiken, die zwar manchmal sozialer wirken, am Ende jedoch ebenfalls die Ungleichheit noch weiter vorantreiben. Keine Partei ist willens, die Wurzeln des Problems zu benennen, geschweige denn, sie zu bekämpfen. Vielmehr reproduzieren sie einen gesellschaftlichen Verteilungskampf, der es der AfD einfach macht zu agitieren. Mit dem Kreuzchen am Wahltag wollen wir uns aber nicht zufrieden geben! Was es braucht, ist eine andere Form von Politik. Eine die wir selbst entwerfen, die nicht im Parlament, sondern in den Nachbarschaften, an den Arbeitsplätzen und in den sozialen Bewegungen verankert ist. Anstatt auf parlamentarische Illusionen zu setzen, müssen wir selbstverwaltete, solidarische Strukturen schaffen, die keine Führungsfiguren brauchen, sondern die Macht gleichmäßig verteilen. Nur so können wir die Herrschaft von oben durchbrechen und eine Welt schaffen, in der Freiheit, Gleichheit und gegenseitige Unterstützung im Mittelpunkt stehen. 1https://cemas.io/blog/rechtslibertarismus-und-afd/ 2/2

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