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@jensitus@ist-ur.org

2026-05-13 07:28 UTC

»Dabei gab es lange die ökonomisch richtige gewerkschaftliche Forderung, dass die Löhne im Ausmaß der Produktivität steigen sollen, damit die Bevölkerung theoretisch in der Lage wäre, zu kaufen,was sie produziert.« Bis ca 1980 hat das grob funktioniert, danach ging das ziemlich auseinander. »Die Ursache war, dass eine Ölkrise der Siebzigerjahre die Arbeitslosigkeit so verschärfte, dass sich die Arbeitnehmer bei Lohnkämpfen in einer immer schwächeren Position befanden: Aus Angst, den Job zu verlieren, akzeptierten sie dürftigste Lohnerhöhungen, obwohl das weniger Kaufkraft bedeutete und der Wirtschaft damit noch mehr Schaden zufügte. Ab 2000 machte SPD-Kanzler Gerd Schröder das mit Hartz 4 zum System: Ein Arbeitsloser, der nicht sofort einen Job annahm, auch wenn der schlechter bezahlt war, wurde finanziell bestraft. Deutschlands Lohnniveau ging dramatisch zurück und das verschaffte deutschen Waren einen Kostenvorteil, der zwangsläufig zum Nachteil all der ausländischen Unternehmen wurde, die die Löhne, wie etwa in Frankreich, weiterhin im Ausmaß der Produktivität erhöhten« https://www.falter.at/lingens/20260512/deutschlands-der-eu-letzte-chance Warum die Menschen deswegen aber Parteien wie FPÖ oder AfD wählen, die das alles noch schlimmer machen, erschließt sich niemandem.

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