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Post #842771

2026-03-30 01:19 UTC

Was in #Wikipedia steht: Laut einer Studie des Robert Koch-Instituts aus dem Jahr 2013 werden Männer häufiger Opfer körperlicher Gewalt. Zudem seien Frauen signifikant häufiger Täterinnen von körperlicher und psychischer Gewalt im häuslichen Bereich.[7] Kritiker der Studie führten ins Treffen, Männer würden sich im Vergleich zu Frauen bei direkter persönlicher Befragung signifikant weniger häufig als (Gewalt-)Täter betrachten. Die weitere Ableitung aus diesen Umfrageergebnissen, wonach Frauen signifikant häufiger (Gewalt-)Täterinnen seien, wird in Fachkreisen kritisiert.[8][9] Statistiken vom BMFSFJ sprachen von ca. 30 % männlichen Opfern. Eine repräsentative Erhebung des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (2024) unter 1200 Männern fand, dass rund jeder zweite Mann angab Opfer von partnerschaftlicher Gewalt geworden zu sein. Gaben unter Verdrängung ihrer Opfererfahrungen vorerst nur 19 % an Opfer gewesen zu sein, offenbarte das Abfragen erlebter partnerschaftlicher Gewalthandlungen einen Opferanteil von 54 %. 30 % erfuhren laut der Studie körperliche Gewalt in erheblichem Ausmaße.[10] Partnerschaftliche Gewalt unter Jugendlichen Im Jahr 2015 befragte der Schweizer Tages-Anzeiger den Gewaltpsychologen Allan Guggenbühl zur aktuellen Zürcher Studie zur Jugendgewalt in der Schweiz. Darin kam zum Vorschein, dass mit 15 Jahren jeder vierte männliche Jugendliche Opfer partnerschaftlicher Gewalt wurde, während weniger als jede fünfte weibliche Jugendliche davon betroffen war. Männliche Teenager würden von ihren Freundinnen dabei meist geohrfeigt, gebissen, getreten oder herumgestoßen, während Faustschläge seltener vorkämen, wenngleich weibliche Jugendliche auch hierbei weniger zurückhaltend gegenüber ihrem männlichen Partner seien. Guggenbühl analysierte, dass Jungen schon früh vermittelt bekämen, Mädchen nicht zu schlagen, während gewalttätige Mädchen bemerken würden hier einen Freiraum zu haben.[11] 2018 kam eine Studie der Universität Zürich zum Ergebnisse, dass jedes fünfte jugendliche Mädchen in der Schweiz ihren männlichen Partner geohrfeigt, gestoßen oder geschlagen hätte, während nur jeder achte männliche Jugendliche solche Handlungen an seiner Partnerin vorgenommen habe.[12] Digitale Gewalt Auch im Zuge sozialer Interaktion im Internet und in anderen digitalen Räumen können Männer wie Frauen Gewalt ausgesetzt sein. Das US-amerikanische Pew Research Center veröffentlichte 2021 eine Studie zur Betroffenheit von digitaler Gewalt in den USA, welche 41 % der untersuchten Erwachsenen als Betroffene beschrieb. 43 % der untersuchten Männer und 38 % der untersuchten Frauen wären Betroffene, während starke Ausprägungen von Gewalt beide Geschlechter ungefähr gleichermaßen betreffen würden. Männer seien verstärkt von Beleidigungen und Androhungen physischer Gewalt betroffen, junge Männer seien häufiger Betroffene als ältere. Männer hätten jedoch generell ein deutlich geringeres Problembewusstsein als Frauen bezüglich ihrer Betroffenheit (48 % zu 61 %). Nur 18 % der Männer gaben an der Meinung zu sein, aufgrund ihres Geschlechts digitale Gewalt erfahren zu haben im Gegensatz zu 47 % der Frauen.[13] Auch eine australische Erhebung von 2016 kam zu ähnlichen Resultaten. Unter anderem war auch hier ein Überhang männlicher Betroffener anzutreffen, während 76 % der Männer unter 30 Jahren Betroffene digitaler Gewalt waren. Das Problembewusstsein unter Männern betrug hier nur 53 % im Vergleich zu 70 % unter Frauen.[14]

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