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@don Ich befürchte so einfach ist es wieder einmal nicht. Einige 🇦🇹 Netzbetreiber sind gerade dabei diese Messgeräte bei den Niederspannungstrafostationen zu installieren. Zusammen mit den Smart Meter Daten, die seit dem neuen Elektrizitätswirschaftsgesetz (ElWG) auch für den Netzbetrieb genutzt werden dürfen, kann die Planung damit deutlich gezielter (bessere Worst-Case Annahmen, auf die das Netz ausgelegt ist) erfolgen, aber für den lokalen Speicherausbau ist das noch immer zu wenig. Es braucht die regulatorischen Rahmenbedingungen, dass sich Speicher auch rentieren.
Derzeit ist es so, dass ein Netzbetreiber (glaub auch in 🇩🇪) als natürlicher Monopolist einen Speicher nur zur Netzstütze verwenden und nicht regulär damit auf den Märkten "Geld verdienen" darf. Das heißt, der Speicher müsste einerseits sehr groß dimensioniert werden und würde dann die meiste Zeit nur rumstehen, um wirklich den Netzausbau nennenswert zu beschränken. Technisch möglich, wirtschaftlich nicht.
Um das zu lösen sehe ich derzeit zwei nennenswerte Positionen. Einerseits Leistungsabhängige, dynamische Netzgebühren, andererseits dynamische Netzlimits. Bei ersterem sind Netzbetreiber noch sehr zurückhaltend, da (noch) nicht klar ist, inwieweit Preissignale wirklich die Worst-Case-Last und damit den Netzausbaubedarf verringern. Aus diesem Grund scheint es eher in Richtung dynamischer Netzlimits zu gehen. Falls das Netz am Limit ist, wird neue Leistung nur dann genehmigt, wenn sie sich an die dynamischen Leistungsvorgaben der Netzbetreiber hält. Der Netzbetreiber, vergibt die Leistungen nur dann, wenn (anhand der Messwerte) abgeschätzt werden kann, dass es mit der zusätzlichen Leistung zu keiner Überlastung kommt.
Damit sich in beiden Fällen Speicher gebaut werden können, braucht es neben der technischen Infrastruktur (Messgeräte, Kommunikation, Vorhersagen, Optimierung, etc. Für ein Netz machbar, großflächig aber auch nicht einfach), fein abgestimmte regulatorische Rahmenbedingungen, die sowohl Investitionssicherheit als auch genügend Anreize für den Speicherbetrieb bieten. In Ansätzen wird das zumindest in Österreich mit dem neuen ElWG schon versucht, aber ausreichend ist das bei weitem nicht. Z.B. zielen alle Varianten auf die individuelle Speicheroptimierung auf Netzanschlussebene ab. Gemeinsame Limits, beispielsweise im Rahmen von Energiegemeinschaften, die deutlich mehr Potential für größere (günstigere) Speicher liefern würden sind da noch ganz am Anfang. Es ist also neben der technischen Infrastruktur leider noch dringend einiges anderes zu klären. Die Frage, wie das schnell genug für eine gelungene Energiewende und den nötigen Speicherausbau gelingt, bleibt für mich derzeit offen.
#Energiewende #Stromspeicher
Replies (1)
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@EngineerFromEarth@climatejustice.social
Wir denken bei der https://eg-da.de/ aktuell genau über diese Probleme nach.
Es gibt im Moment nur Grün- oder Grauspeicher (oder virtuelle Kombinationen, die aber viel zu kompliziert für uns sind).
An solchen Transformatoren dürften wir nur Grauspeicher betreiben, die schon attraktiv sind, aber das lokale Netz nicht entlasten.
Besser wäre eine Kombination von Messeinrichtungen am Transformator (Spannung steigt, weil PV Überschuss einspeisen) und / oder einer direkten Verbindung zu den PV-Anlagen in dem Bilanzkreis des Transformators.
Dann aber nicht als Grauspeicher über den Stoppreis, sondern als Netzenlastung, zum Beispiel über die Netzgebühren.
So könnte man die lokale Zelle optimieren und das Netz entlasten. Solche Konzepte gibt es ja schon von vielen Unis, aber die sind in der Realität nie angekommen.
Aber das geht natürlich alles nicht.
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