Elektrine lite

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@oliver@anonsys.net

2026-06-27 10:31 UTC

@Freiheitsrechte@chaos.social Ich persönlich hätte es ja wesentlich besser gefunden, wenn die sog. demokratische Mitte in der Lage gewesen wäre, eine politische Antwort auf die AfD zu finden. Unser Problem ist imho nicht mal die AfD, sondern eigentlich die Parteien, die diese groß gemacht haben. Und das sind *trommelwirbel* ALLE Parteien, die bislang in Bundesregierungen waren, also CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP. Das sind die Architekten unseres Untergangs. Die eine Partei so, die andere so. Und noch trauriger ist: Wenn man diese Parteien alle nicht wählen will, dann bleibt nur die AfD! Wie krank ist das denn? Alles andere erreicht keine 5%. Kurz: Keine Hoffnung in Sicht. Ein Verbotsverfahren wäre der allerletzte Ausweg, das Ultima Ratio. Meinetwegen. Ändert aber leider nichts am Kernproblem. Unsere Demokratie ist krank und das nicht erst seit gestern. Die AfD ist nur das Symptom, aber nicht die Ursache. Jahrzehnte lang wurden wichtige Reformen verschleppt, wurde viel zu wenig getan und vor allem: viel zu wenig wichtiges! Da spielt imho auch mit rein, dass man neuerdings auch gesellschaftliche Angelegenheiten zunehmend mit Gesetzen regeln will, was imho völlig verkehrt ist. Es ist imho völlig unvorhersehbar, welche Parteien die AfD-Anhänger wählen würden oder ob sie überhaupt wählen würden, wenn die AfD verboten wird. Die Wählerwanderungen zeigten bisher kein so klares Bild, aus dem man viel für die Zukunft ableiten könnte. Ebenso, wie es mitnichten so ist, dass nur weiße, alte Männer die AfD wählen. Nein, es sind auch viele junge Menschen, sogar viele Menschen mit Migrationshintergrund. Und auch LGBTQ+-Anhänger mit Vorliebe für die AfD gibt es. Also, ich denke nicht, dass mit einem AfD-Verbot alle Probleme beseitigt sind.

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