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2026-08-10 06:15 UTC
Mit den Hitzewellen zeichnet sich nicht nur ein bevorstehender Konflikt um Wasserressourcen ab – zwischen Rechenzentren, Kraftwerken und Menschen.
Unterdessen brechen KI-Systeme sogar aus Testumgebungen aus, nutzen Sicherheitslücken aus und begehen damit Verbrechen.
Nicht weil sie ein Bewusstsein für ihre Existenz haben, sondern weil sie zielorientiert arbeiten – und dafür schummeln und hacken.
Von gesetzlichen Bremsen und einem globalen KI-Moratorium hält die US-Regierung bekanntlich wenig. Im Gegenteil: Trump straft Bundesstaaten ab, die eigene Gesetze gegen Urheberrechtsverstösse, Diskriminierung oder für Umweltauflagen erlassen.
Anthropic hat nun mit dem Projekt «Glasswing» ausgewählten Tech-Konzernen Zugang zu seinen neuesten Modellen gewährt, um eine Sicherheitscommunity aufzubauen.
Doch sich bei existenziellen KI-Fragen auf den Goodwill von Firmen zu verlassen, deren CEOs gleichzeitig eine America-first-Haltung vertreten (Claude beispielsweise darf nur im Fall von US-Bürgerinnen nicht zur kommerziellen Überwachung genutzt werden), ist für den Rest der Welt keine rosige Aussicht.
Die EU ist gerade orientierungslos und will sogar ihre Governance-Führung abgeben. Sie demontiert sich gerade selbst, weil sie die Geltung ihres AI Acts auf den Sanktnimmerleinstag verschiebt (abgesehen von der Kennzeichnungspflicht von KI-Inhalten). Dabei gibt es genügend europäische Firmen und akademische Institute, für die Regulierung und Innovation kein Widerspruch sind.
So wird nun das autoriär regierte China zum lachenden Dritten.
Peking gibt nicht nur mit Fünfjahresplänen die industrielle Richtung vor, sondern auch bei der KI-Regulierung – Ethikprinzipien werden dort nicht bloss proklamiert, sondern in klare Prüf- und Genehmigungsverfahren gegossen.
Kernstück ist eine neue Vorschrift zur KI-Ethikprüfung: Firmen müssen riskante KI-Projekte durch interne Ethikausschüsse prüfen lassen, bewertet werden Wohlergehen, Fairness, Transparenz, Kontrollierbarkeit und Datenschutz.
Seit Juli gilt zudem ein Gesetz gegen unkontrollierte KI-«Anthropomorphisierung».
Pekings Führung scheint ihre Bevölkerung im Umgang mit KI funktionsfähig halten zu wollen. Sucht, Depression und Vereinsamung passen nicht in die Fünfjahrespläne.
China nutzt auch das internationale Vakuum und versucht, seine eigenen Regeln zum globalen Standard zu erheben. Etwa bei der UNO.
Warum China gerade den Lead von Global Governance von AI übernimmt- und was davon zu halten ist.
https://www.republik.ch/2026/08/10/ctrl-wird-ki-regulierung-made-in-china-bald-global
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