Elektrine lite

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@masek@infosec.exchange

Post #4436128

2026-08-07 12:44 UTC

Wer irrigerweise hoffte, dass es mit dem RAM in 2027 besser wird, den muss ich leider enttäuschen: https://www.digitimes.com.tw/tech/dt/n/shwnws.asp?CnlID=1&id=0000763847_DVY7YHX65GMLYZ6UQEEMP Der Artikel schreibt, dass sich der Speichermarkt gerade strukturell verändert. Wenn Ihr bei mir mitlest, sollte Euch das nicht überraschen. Der Titel bedeutet ungefähr: Die Speicherproduktion für das gesamte Jahr 2027 ist bereits ausverkauft. Käufer halten sich bedeckt, aus Angst selbst zu wenig abzubekommen. Die Produktionskapazitäten der drei großen DRAM-Hersteller Samsung, SK Hynix und Micron für 2027 sind laut DigiTimes im Wesentlichen bereits verteilt. Und auch China wird uns nicht retten. Selbst Apple ist dort gerade abgeprallt: https://www.golem.de/news/speicher-fehlt-tsmc-sitzt-auf-iphone-chips-mit-milliardenwert-2608-211699.html Das betrifft sowohl normales DRAM als auch HBM. Bei NAND ist die Lage etwas weniger extrem, aber auch dort werden große Teile der 2027er Produktion bereits reserviert. Wir gehen also von „RAM wird gerade knapp.“ zu „Die großen Kunden kaufen nicht mehr Speicherchips, sondern reservieren Jahre im Voraus Fabrikkapazität.“ über. DigiTimes beschreibt das recht plastisch: Einige Käufer reden bewusst nicht darüber, wie aggressiv sie Kapazitäten reservieren, weil sie fürchten, dass bei größerer Aufmerksamkeit noch weitere Firmen mitbieten werden und ihr eigener Anteil kleiner wird. Die Speicherhersteller schließen mit ihren großen Kunden zunehmend LTA, Long-Term Agreements, über drei bis fünf Jahre ab. Große Cloud- und AI-Unternehmen sichern sich damit feste Mengen beziehungsweise Produktionskapazitäten. Zusätzlich verlangen die Hersteller teilweise Vorauszahlungen bzw. Anzahlungen, um die Kapazität zu reservieren. Interessante Zeiten ...

Replies (2)

  • @masek@infosec.exchange *grafikkartenkaufgeräusch*

    Open ##4436127

  • Ich bin soooo gespannt, wie sich das auf die Gaming Industrie auswirken wird. Hier meine Vermutung: Neue Videospiele werden zum absoluten Luxux-Gut. Einmal, weil die Spiele selber teurer werden, doch hauptsächlich weil man einen höchst aktuellen Rechner braucht, um diese unperformanten unfertigen Spiele überhaupt zum Laufen zu bekommen. Das resultiert in geringeren Verkaufszahlen, was die Preise der Spiele potenziell weiter in die Höhe treibt. Was ich nun sage, steht zwar im Gegensatz zum grafischen Fortschritt in Videospielen, doch ich hoffe, dass bald wieder Spiele wie zu UE4 Zeiten entwickelt werden. Die Grafik war trotzdem super auch ohne RTX und sonst was, doch was noch wichtiger ist: Die Spiele liefen und haben trotzdem Spaß gemacht. Ich verstehe nicht woher diese wirklich absurde Rechenleistungs-Anforderungen kommen. Nur weil die Spiele heute doppelt bis dreifach so viel Leistung brauchen, kann ich um Welten nicht behaupten, dass die Spiele doppelt so toll aussehen, eine doppelt so große Welt beinhalten, doppelt so komplexe NPC hat und letzten Endes, doppelt so viel Spaß macht. Irgendwas wird sich verändern und ich bete darum, dass die Videospiele-Industrie zu altem Glanz zurückfinden wird. Vielleicht nicht heute, vielleicht nicht in den nächsten zwei Jahren. Doch betrachtet man den Standpunkt, dass beim Rechenzentrum-Ausbau noch kein Ende in Sicht ist... vielleicht in ein paar Jahren. Ich scheiß auf Triple A (oder Quadruple A 🤡). Wenn mich das Spiel welches vor 15 Jahren rauskam reizt, werde ich wohl genau dieses Spiel zocken. #Gaming @masek@infosec.exchange

    Open ##4442165