Elektrine lite

← Feed

@rufposten@social.tchncs.de

Post #4348953

2026-08-03 07:14 UTC

Mal etwas Medienkritik: Die Berichterstattung über #Ceuta fand ich größtenteils ethisch unwürdig. Die SZ erwähnte etwa die Anzahl der Toten im ersten großen Beitrag nur in einem Nebensatz: "Auf den Bildern aus Ceuta sieht man, wie Polizisten nur noch zuschauen können, wie Zehntausende an Land gehen, mindestens 57 sollen die Flucht nicht überlebt haben." https://www.sueddeutsche.de/politik/ceuta-spanien-migrantenansturm-eu-reaktion-li.3524514 Auch heute keine Berichte, warum so viele Menschen ertrunken sind oder wie man das verhindern könnte. Nicht mal bei @tazgetroete@mastodon.social Wie wenn man bei einen Bahnunfall mit Toten nur über das marode Gleisnetz spricht. Das menschliche Leid zuerst, das ist eigentlich ein Grundsatz, der mit jeder politischen Ansicht zu Migration kompatibel sein sollte. Ich habe drei mögliche Erklärungen dafür:

Replies (1)

  • @rufposten@social.tchncs.de 2026-08-03 07:16

    1. Die Redaktion hat rassistische Abwertungen von afrikanischen Menschen bereits verinnerlicht. 2. Die Redaktion treibt sich zu intensiv auf von rechts beeinflussten Social-Media-Plattformen herum und hat so unbewusst das Framing in diesem konkreten Fall mit dem verlagerten Schwerpunkt von dort übernommen. 3. Es liegt an der etwa 2024 entstandenen Beflissenheit aus dem bürgerlichen Lager, die Argumente gegen Migration ernster zu nehmen. In Folge wurden dann journalismusethische Prinzipien aus Angst über Bord geworfen. Wäre interessiert an einer Analyse von @altpapier@newsie.social oder @uebermedien@mastodon.social.

    Open ##4348952