@hopfgeist@digitalcourage.social
Post #4313327
2026-07-31 19:04 UTC
@padeluun@digitalcourage.social Ganz im Sinne des Streisand-Effekts mal eben schnell noch gesichert.
Die Anzahl der digitalen Stellwerke ist für mich kein Qualitätsmerkmal. Die mechanischen, elektromechanischen und elektronischen funktionieren hervorragend. Mechanische Interlocks sind failsafe, und man weiß, warum es sicher ist.
Die Zahl 3 liefert auch, glaube ich, ein falsches Bild. Elektronische Stellwerke (ESTW) sind auch softwaregesteuert (und damit im allgemeinen Sprachgebrauch "digital"), und die DB hat die schon seit den 70er Jahren. Der Unterschied ist wohl, dass beim digitalen Stellwerk, alle angesteuerten Elemente selbst auch softwaregesteuert sind, und nur digitale Signale erhalten, während ESTWs auch noch konventionelle Elemente direkt ansteuern.
Die meisten Stellwerke sind ESTW, und die wirken heute altbacken, aber sicherheitskritische Infrastruktur sollte nicht jedem Trend hinterherlaufen.
Replies (1)
-
@flx@norden.social 2026-08-01 18:55
@hopfgeist@digitalcourage.social Der Unterschied ist, dass elektronische Stellwerke nur mit Konponenten des jeweiligen Stellwerk-Herstellers kompatibel sind. Die „digitalen Stellwerke“ sollen ein einheitlicher Standard werden, bei dem die Bahn unabhängiger wird. Und nun hast du eine Handvoll Großkonzerne, die einen Moloch von Standard ausarbeiten sollen, und jedes Unternehmen versucht, die anderen auszubooten. Und dann sind da ja noch deutsche Beamte… @padeluun@digitalcourage.social