@LordCaramac@discordian.social
Post #4268944
2026-07-29 13:33 UTC
@gedankenhal_de@mastodon.social Das klingt zwar nett, aber global betrachtet ist das Wirtschaftswachstum mehr oder weniger vorbei, und daß es so kommen würde, wissen wir spätestens seit "Grenzen des Wachstums" von 1972. Einzelne Wirtschaftszweige wie etwa Solaranlagen oder Wärmepumpen können noch wachsen, bis Sättigung erreicht ist, aber insgesamt ist die Weltwirtschaft bereits doppelt so groß, wie nachhaltig machbar wäre, wie die Erde langfristig tragen könnte. Eine Schrumpfung um mehr als die Hälfte wird kommen, auf die eine oder andere Art. Und wenn für die Armen überhaupt noch irgendwas übrigbleiben soll, dann muß die deutsche Wirtschaft, die sich einen weit größeren Batzen von den Ressourcen der Welt krallt, um wesentlich mehr als die Hälfte schrumpfen, eher um zwei Drittel oder mehr. Die US-amerikanische Wirtschaft muß sogar um mehr als fünf Sechstel schrumpfen, um irgendeine Chance auf Nachhaltigkeit zu haben, und alles, was nicht nachhaltig ist, endet früher oder später katastrophal.
Es gibt absolut keine Chance, unsere gegenwärtige Art zu leben, unsere Alltagskultur, unsere Wirtschaft, unsere Zivilisation noch sehr viel länger fortzusetzen. Auf uns kommen extrem radikale Veränderungen zu -- entweder freiwillig und koordiniert, aber das ist politisch überhaupt nicht machbar, also nur eine hypothetische Möglichkeit, oder aber chaotisch und katastrophal, und das ist der wahrscheinliche Entwicklungspfad. Wohlstand, wie viele von uns ihn bisher kannten, ist absehbar vorbei und kommt nie mehr wieder.
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