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@april@donotsta.re

Post #4110826

2026-07-26 10:14 UTC

​[TW: Queerfeindliche Gewalt, Anschlag, Tod] ​Wir sind fassungslos, traurig und unendlich wütend. Beim gestrigen Christopher Street Day in Berlin ist ein Auto gezielt in eine Menschenmenge gefahren. Mindestens ein Mensch wurde getötet, zahlreiche weitere wurden schwer verletzt. ​Unsere tiefste Solidarität und unser Mitgefühl gelten den Opfern, den Verletzten, ihren Freund*innen und Familien sowie allen Queers, die gestern auf den Straßen Berlins Angst um ihr Leben haben mussten. Auch einige unserer Genoss*innen waren nur wenige Hundert Meter von der Tat entfernt. Es kann jeden Treffen. None of us are free, until all of us are free. Trauert umeinander, passt aufeinander auf und lasst uns gemeinsam wütend sein! 🖤 ​Wir machen es ganz deutlich: Queerfeindlichkeit tötet. Und uns ist wichtig zu betonen: Egal, was das endgültige Tatmotiv ist und wer hinter dem Steuer saß, tödliche Gewalt gegen queere Menschen ist ein strukturelles Problem. Hass und Gewalt gegen uns gehen von religiösen Fundamentalist*innen aller Religionen aus, genauso wie von Faschos, rechten Hetzern und patriarchalen Männlichkeitsideologien. Ein Angriff auf uns ist immer ein Angriff auf uns alle, egal aus welcher Richtung er kommt. ​Gleichzeitig bereiten wir uns auf den widerlichen Backlash vor, der schon jetzt in den Kommentarspalten und Pressemitteilungen anrollt. Wenn rechte Hetzer*innen aus AfD und NIUS und konservative Politiker*innen wie Kai Wegner sich jetzt hinstellen und von "weltoffener Gesellschaft" sprechen, ist das reine Heuchelei. Die Berliner CDU schmückt sich mit einem eigenen Wagen auf dem CSD, betreibt schamloses Pinkwashing und feiert sich selbst. Gleichzeitig ist es genau diese CDU, die gleichzeitig Hand in Hand mit Rechtsextremen den Kulturkampf gegen Queers, TIN* Personen und unsere Rechte befeuern. Sie trauern nicht um uns, sie nutzen unsere Toten für ihre rassistische und spaltende Stimmungsmache. ​Auch wenn wir dieses Jahr zur Teilnahme an der Internationalist Queer Pride aufgerufen haben, weil für uns Queer Liberation untrennbar mit dem Klassenkampf verbunden ist: Wenn unsere Geschwister angegriffen werden, stehen wir als gesamte Community zusammen. ​Lasst uns keine falsche Spaltung zulassen. Wir kämpfen gegen jeden reaktionären Scheiß, egal ob er von religiösen Fanatiker*innen, von Faschos und Bürgis auf der Straße oder im Parlament kommt. ​Passt auf euch auf, Genoss*innen. ✊🏳️‍🌈🏳️‍⚧️

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