@Christiansurrey@toot.kif.rocks
Post #4093286
2026-07-18 06:22 UTC
@malteengeler@legal.social Die Diagnose finde ich gut. Du sprichst ,wie ich das sehe, Adorno. Ich selbst bin nicht antifaschistisch organisiert. Mich hat ehrlich gesagt, die Aura immer ein wenig geschreckt. Aber das nur am Rande.
Meiner Erfahrung nach ist das "wording" entscheidend. Es packt die Menschen bei ihrem Selbstwert. Was ich meine: Ein Mittelstandsbürger will "Nazis" gar nicht enttarnt sehen und als solche benennen, denn dann müssten sie sich selbst als "Nazijäger" verstehen mit allen Alt-Implikationen. Bei einem Wörding aber wie "Menschen- und Verfassungsfeind" (oder aber bedeutungsgleich) wären viel mehr dabei, das glaube ich fest. Das Aussprechen von "Nazi" (auch wenn es stimmt) reaktiviert bei Bürgern unzuträgliche Identitätskonflikte, ein anderes Wording allerdings fokussiert auf 'das was ist'. "Menschen- und Verfassungsfeind" ist nunmal unabstreitbar bei vielen der Fall und sagt, was ist. Es impliziert aber auch einen justiziablen Angang gegen solche Menschen.
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