Post #4039427
2026-07-18 16:22 UTC
Mir ist in verschiedenen Gesprächen in dieser Woche eins bewusst geworden: der #Arbeitnehmer, der Vorgaben zur Arbeitsorganisation beklagt (Arbeitsplatzgestaltung, Prozessvorgaben, Anwesenheitspflicht, etc), unterscheidet sich in Aussagen und Argumentationsweise praktisch gar nicht von seinem #Arbeitgeber, wenn dieser die #Bürokratie beklagt, die ihm Auflagen macht (z.B. Umweltschutz, Baurecht, Arbeitsschutz...).
Ich kann nicht erkennen, dass das mit "#rechts" oder "#links" zu tun, Alter oder sonst irgendwas, hat, auch wenn beide es in solchen Abgrenzungen verpacken.
Es geht um das Anerkennen und Einhalten von Vorgaben, deren Sinn nicht vollumfänglich verstanden und akzeptiert ist.
Dieses Muster sehe ich in den letzten 10-20 Jahren (es war natürlich nie abwesend und vermutlich bei jede* mehr oder weniger ausgeprägt) immer deutlicher - mit einem bisherigen Höhepunkt zu den #Covid-Maßnahmen.
Ich denke, das ist eins der sehr großen bisher unter-thematisierten politischen Problemfelder, die die extreme Rechte (trotz der inhärenten Widersprüche, sobald der konkrete Punkt wechselt und obwohl es klassisch eher ein linkes Klischee ist) bisher ziemlich gut ausschlachten konnte...
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