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@stefanmuelller@climatejustice.social

Post #3964100

2026-07-19 10:14 UTC

1/ Lese gerade das hier. Ist so ganz sachlich geschrieben. Kindheit und Jugend, Ausreise über Schweden in die Sowjetunion. Schule in Moskau, Komsomol, Umsieldung als Deutscher, dann Kominternschule mit Kritik und Selbstkritik. Die verschiedenen Stufen der Eingeweitheit, Funktionärsstatus. Privilegien, Elend. Irgendwie verstehe ich jetzt warum die Funktionäre alle so langweilig und unsexy waren. Man wurde so in den Jahrzehnten des Anpassens und Wegduckens. Die unterschiedlichen Stufen und Anpassungsgrade sind da recht schön beschrieben.

Replies (1)

  • 2/ Das ist wirklich toll. Mein Geschichtsunterricht in der #DDR war ja etwas anders … Das Buch enthält eine chronologische Beschreibung der Vorgänge ab den dreißiger Jahren. Innenansicht aus der #Sowjetunion. Leonhard beschreibt, wie er immer weider Glück gehabt hat und wie schwer es andere getroffen hat. Eine falsche Aussage und weg vom Fenster. Ins tiefste Elend gestürzt. Wenn man dann ein bisschen die Personen in Wikipedia nachsieht, findet man erstaunliche Sachen. Zum Beispiel über Rudolf Herrnstadt, der doch mit dem damaligen Stasi-Chef fast #Ulbricht abgesetzt hatte. Das war alles sehr knapp und wenn es in Moskau den Wechsel nicht gegeben hätte, wäre Deutschland vielleicht doch noch vereint worden. https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Herrnstadt

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