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@BastaBerlin@kolektiva.social

Post #3931096

2026-07-19 08:11 UTC

Zum aktuellen Antifa-Song "Keine Angst" bringen wir hier noch den Kommentar eines uns begleitenden, kritischen und kritisierenden Mitstreiters aus Bochum: "Harter Tobak, was Dan da bringt, Aber wenn ich zurückdenke an die sog. „Baseballschlägerjahre“ Anfang der 1990er, als Menschen von Nazis verfolgt und auch bestialisch umgebracht wurden, als wir vor Flüchtlingsunterkünften Patrouille fuhren und natürlich den Knüppel immer dabei hatten, so ist das nicht verwunderlich. Die rechte Szene hat sich seit Jahrzehnten organisiert und vernetzt und militarisiert. Sollte die AFD irgendwo das Sagen bekommen, so werfen sie ihre Vorhaben auch mit Gewalt versuchen durchzusetzen. Vorbereitung zur Selbstverteidigung ist also angesagt – Schutz vor staatlicher Verfolgung ebenso. Das gehört zum Pazifismus dazu. Ob dazu auch offensive Angriffe wie die von Lina, Gucci, Maja und Nanuk und anderen gegen den „Nazi-Tag“ in Budapest, den sogenannten „Tag der Ehre“, gehören mag abhängig von persönlichen Werten und politischer Einschätzung beurteilt werden. Solidarität gehört auch Menschen, deren Einschätzungen und Handeln nicht in allem geteilt werden. Ein AFD-Verbot kann nützlich sein, löst das Problem aber nicht. Und das Problem ist eben, dass die menschenverachtende Politik letztlich aller Regierungen immer den Nährboden liefert für faschistische Tendenzen. Da ist aber nicht wirklich eine Veränderung zu erwarten. Eine Veränderung erwarten die Menschen nur noch von der AFD – nicht ohne Grund. Ihnen praktisch Alternativen ermöglichen ist darum das eine – organisierte Selbstverteidigung das andere."

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