@flower2thepeople@wehavecookies.social
Post #3867498
2026-07-16 07:07 UTC
Replies (1)
-
@flower2thepeople@wehavecookies.social 2026-07-16 07:43
@kaffeeringe@social.tchncs.de @Bundesregierung@social.bund.de Die Kritik für mich liegt eher darin, dass unser Gesundheitssystem überhaupt diesen marktwirtscahftlichen Mechanismen unterworfen wird und man mit Gesundheit Kohle machen kann. Da wo man Kohle machen kann, will man auch Kohle machen. Und die Kohle, die man nach der Reform machen kann, die ist offenbar nicht genug. Wenn man 150€ pro Fall (ein Fall zB: "Frau Doktor, ich kann schlecht scheißen.") bei 400 Fällen im Quartal annimmt: (In Berlin Innenstadt dürften weit weit mehr Fälle zustandekommen als zB in Lychen) dann reden wir von 60k im Quartal. Davon bleiben dann im Jahr ca. 70k als Reinertrag für die Praxis. Also ca. 4500 Netto für die Ärztin, oder den Arzt. Bei einem durchschnittlichen Stundenaufwand von ca. 30 Arbeitsstunden pro Woche. Ich kenne Praxen, die verweigern einfach einem Patienten mehrere "Gesundheitsfragen" zu stellen und verlangen, dass sich diese neu anmelden am Schalter, damit ein neuer Fall generiert wird. Es ist zum verzweifeln, aber nicht, weil alle ÄrztInnen bald schließen müssen, sondern weil Gesundheit monetarisiert ist. Schönen Tag.