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@flower2thepeople@wehavecookies.social

Post #3867498

2026-07-16 07:07 UTC

@kaffeeringe@social.tchncs.de @Bundesregierung@social.bund.de Die ÄrztInnen sagen, "hey, wir bekommen nicht, was wir wollen, wir müssen Kohle machen, deswegen, leider leider..." nehmen sie lieber Leute, bei denen sie mehr verdienen. Super. Zeig mir eine Praxis, die ausschließlich KassenpatientInnen hat und insolvenz anmelden muss. Passt vielleicht einfach nicht mit den Gewinnerwartungen aus dem Studium zusammen, die mal bei 250k+ im Jahr lagen. Ursachenforschung, individuelle Behandlung, gute Betreuung sind schon heute "Leistungen", die nicht befriedigend geleistet werden. Zu oft werden einfach irgendwelche Pillen verschrieben. Aber verstehe schon. Man muss halt auch das fette Haus in Hohenschönhausen irgendwie finanzieren. "Laut statistischem Bundesamt liegt der Reinertrag (nach Abzug von Personalkosten und sonstigen Ausgaben) einer Praxis im Jahr 2023 bei durchschnittlich 310.000 Euro brutto." httpx://www.praktischarzt.de/arzt/gehalt-arzt/ Oder anders: "liebe KassenpatientInnen, wir können Ihnen keine Termine mehr anbieten, weil wir mit den Kürzungen vielleicht 5000 Euro von den 25000 verlieren, die wir im Monat an Bruttogehalt verdienen. Deswegen behandeln wir mehr Privatversicherte, aber die betreuen wir dann dafür so, wie wir hätten Sie betreuen sollen. Tschüs!" xD

Replies (1)

  • @kaffeeringe@social.tchncs.de @Bundesregierung@social.bund.de Die Kritik für mich liegt eher darin, dass unser Gesundheitssystem überhaupt diesen marktwirtscahftlichen Mechanismen unterworfen wird und man mit Gesundheit Kohle machen kann. Da wo man Kohle machen kann, will man auch Kohle machen. Und die Kohle, die man nach der Reform machen kann, die ist offenbar nicht genug. Wenn man 150€ pro Fall (ein Fall zB: "Frau Doktor, ich kann schlecht scheißen.") bei 400 Fällen im Quartal annimmt: (In Berlin Innenstadt dürften weit weit mehr Fälle zustandekommen als zB in Lychen) dann reden wir von 60k im Quartal. Davon bleiben dann im Jahr ca. 70k als Reinertrag für die Praxis. Also ca. 4500 Netto für die Ärztin, oder den Arzt. Bei einem durchschnittlichen Stundenaufwand von ca. 30 Arbeitsstunden pro Woche. Ich kenne Praxen, die verweigern einfach einem Patienten mehrere "Gesundheitsfragen" zu stellen und verlangen, dass sich diese neu anmelden am Schalter, damit ein neuer Fall generiert wird. Es ist zum verzweifeln, aber nicht, weil alle ÄrztInnen bald schließen müssen, sondern weil Gesundheit monetarisiert ist. Schönen Tag.

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